Maroh

Maroh über Reset-Knöpfe, den leeren Kopf und seine Zukunft

Gegen Hertha BSC wird Dominic Maroh wieder in der Anfangsformation des 1. FC Köln stehen. Für den 30-Jährigen in dieser Saison keine Selbstverständlichkeit, denn erstmals unter Peter Stöger ist Maroh nicht mehr unangefochtener Stammspieler.

Köln – Maroh gehört zu den ganz großen Pechvögeln während der Verletztenmisere. Nun ist er wieder fit und wird gegen die Hertha neben Neven Subotic verteidigen. Mit dem GEISSBLOG.KOELN sprach er über die aktuelle Situation des Effzeh, über seine schwierige Saison und die Frage, ob es schon Gespräche über seine Zukunft gegeben hat. Denn sein Vertrag in Köln läuft in einem Jahr aus.

GBK: Herr Maroh, in dieser Woche hat Peter Stöger versucht, den Spaß ins Training zurückzubringen. Hat die Mannschaft das gebraucht?
DOMINIC MAROH: „Es war eine gute Idee. Trotz der Phase, in der wir jetzt zuletzt waren, dürfen wir den Spaß nicht vergessen. Aber es ist ja nicht so, als ob wir auf einem Abstiegsplatz stehen würden. Wir sind Siebter.

Wie ist die Stimmung denn?
Die Stimmung nach dem Ingolstadt-Spiel war etwas ruhiger. Aber mit dem Start ins Training haben wir dann wieder den Reset-Knopf gedrückt. Es ist in dieser Woche schön zur Sache gegangen, das war knackig.

Jeder Spieler braucht seinen eigenen Reset-Knopf

Gelingt es immer gleich gut, den Reset-Knopf zu drücken?
Im Prinzip braucht jeder Spieler ja seinen eigenen Reset-Knopf. Wir müssen gemeinsam versuchen, zu mehr Lockerheit zurückzufinden. Ich hoffe, das gelingt uns schon gegen Berlin.

Dominic Maroh im Gespräch mit Salih Özcan. (Foto: Bela Bopp)

Von einer Krise zu sprechen, wäre wohl falsch. Trotzdem hat die Mannschaft seit sechs Pflichtspielen nicht gewonnen. Fühlt es sich das erste Mal seit längerem deutlich unangenehmer an?
Schon, ja. Es gab immer mal wieder Phasen, in denen wir drei Spiele am Stück verloren haben oder Probleme hatten. Das ist ja auch normal. Aber gefühlt war es dann immer ruhiger als heute. Und das, obwohl wir in Tabelle nicht unten herumkrebsen, sondern wir stehen seit langem auf dem siebten Platz. Aber der Anspruch, den der Trainer an uns hat und auch der Anspruch, den wir selbst an uns haben, ist höher geworden. Wir haben eine starke Hinrunde gespielt und möchten dieses Niveau gerne halten…

Diese Antwort fehlt uns momentan

…und die Früchte der Arbeit ernten.
Natürlich. Wir sind in der Hinrunde immer zurückgekommen, haben auf Niederlagen sofort die Antwort gegeben. Diese Antwort fehlt uns momentan. Es ist noch nichts passiert, aber für uns, für das Vertrauen in uns, wäre es wichtig, dass wir am Samstag ein gutes Spiel machen und möglichst gewinnen.

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