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Endlich wieder zu Null! Abwehr macht wieder dicht

Der 1. FC Köln hat gegen Eintracht Frankfurt erstmals seit acht Spielen kein Gegentor kassiert. Rechtzeitig vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach zeigte sich die Abwehr der Geissböcke wieder deutlich sattelfester. Das hatte mehrere Gründe und lässt für Samstag hoffen.

Köln – Eine Überraschung war es schon, dass Lukas Klünter gegen Eintracht Frankfurt in der Viererkette agieren durfte. Ob der 20-Jährige auch gegen die Borussia von Beginn an auflaufen darf, wird sich erst am Freitag entscheiden. Sicher ist jedoch: Als Ersatz für den zuletzt etwas überspielt wirkenden Pawel Olkowski war er Teil einer deutlich stärkeren Defensive als zuletzt.

Das gibt Selbstvertrauen für Samstag

Die Bilanz in den sieben vorherigen Spielen las sich überaus schwach: 15 Gegentreffer in sieben Spielen, das erste Mal überhaupt unter Trainer Peter Stöger kassierte der Effzeh in fünf Partien hintereinander mindestens je zwei Gegentore. Egal, welche Abwehrformation auf dem Feld stand. Egal, welcher Torhüter das Tor hütete. Egal, ob der Gegner von der Tabellenspitze oder aus dem Tabellenkeller stammte. Nach dem 1:0-Sieg über den VfL Wolfsburg bekam Köln seinen Laden nicht mehr dicht.

Emotional an der Seitenlinie: Peter Stöger. (Foto: MV)

Gegen Frankfurt aber kehrte ein großer Teil dieser Sicherheit zurück. „Das war sehr wichtig. Das gibt Selbstvertrauen für Samstag“, befand Matthias Lehmann nach der Partie erleichtert. Der Kapitän war einer der Gründe dafür, dass es wieder besser passte. Der Taktik-Leitwolf ackerte im defensiven Mittelfeld, dirigierte und verschob die Ketten routiniert wie in den Jahren zuvor. Kaum einer hat die Stögersche Defensiv-Struktur derart verinnerlicht wie Lehmann.

Heintz und Sörensen machen einen guten Job

Dazu kam, dass mit Dominique Heintz und Frederik Sörensen die beiden jungen Innenverteidiger, die in der Hinrunde einen starken Job machten, wieder gemeinsam auf dem Platz standen und einen über weite Strecken fehlerlosen Abend hinlegten. In den Wochen zuvor waren beide abwechselnd jeweils mit ihrer fünften Gelben Karte ausgefallen. Neven Subotic ist noch nicht ganz so weit, dass er als neuer Abwehrchef auftreten könnte. Und Dominic Maroh, in Hamburg völlig von der Rolle, bot auch keine fehlerfreien Leistungen an.

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