Mavraj Modeste

„Ich war traurig!“ Mavraj mit Liebeserklärung an Stöger

Mergim Mavraj hat dem 1. FC Köln in diesem Jahr schon zum zweiten Mal weh getan. Mit seinem neuen Klub gewann der Hamburger nach der Partie im DFB-Pokal auch das Spiel in der Bundesliga. Nach dem 2:1 am Samstag wurde der Albaner emotional.

Hamburg – Er war entkräftet. Mergim Mavraj hatte sich gerade noch rechtzeitig nach einer Verletzung zurückgekämpft, um gegen seinen Ex-Klub auflaufen zu können. „Ich habe nur zwei Mal mit der Mannschaft trainiert“, sagte der Innenverteidiger des Hamburger SV nach dem Spiel dem GEISSBLOG.KOELN. „Schön, dass ich überhaupt mitspielen konnte.“

Ich habe mich sehr gefreut, den Trainer wiederzusehen

Dadurch schaffte Mavraj etwas Außergewöhnliches. „Es ist schon kurios“, lachte der 30-Jährige. „Ich bin der einzige Spieler, der alle drei Spiele dieser beiden Mannschaften in dieser Saison gewonnen hat.“ Nach dem 3:0-Sieg der Geissböcke in Köln gegen den HSV, bei dem Mavraj noch im FC-Trikot auflief, gewann er mit 2:0 im DFB-Pokal und nun mit 2:1 jeweils im Volksparkstadion mit den Hamburgern.

Doch wie schwer es ihm fiel, sich tief in seinem Herzen zu freuen, zeigten seine Aussagen später, als sich die ersten Emotionen des Last-Minute-Erfolgs seiner Mannschaft gelegt hatten. „Als ich Peter Stöger nach dem Spiel umarmt habe, war ich ein bisschen traurig“, verriet Mavraj im Gespräch mit dem GBK. „Ich habe mich sehr gefreut, den Trainer wiederzusehen. Wir hatten ein wirklich sehr gutes Verhältnis, hatten großen Respekt füreinander.“

Mavraj schaltet Modeste aus

Eine Liebeserklärung an seinen ehemaligen Coach, beileibe keine Normalität im Bundesliga-Alltag. Doch Mavraj hat Stöger nicht vergessen, wie der Österreicher den Verteidiger nach dessen schwerer Knieverletzung wieder aufbaute und zum uneingeschränkten Stammspieler beim FC machte. Auch am Samstag, als Mavraj seinen Ex-Teamkollegen Anthony Modeste fast komplett abmeldete, wurde wieder deutlich, dass der Albaner dem FC in der Rückrunde fehlt. Da half es den Kölner Spielern auch nichts, dass sie ihren ehemaligen Teamkollegen wiedersahen und herzlich in die Arme schlossen.