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Fast alle Spieler wieder fit – Stöger fährt Belastung runter

Der 1. FC Köln wird in den Tagen vor dem Derby gegen Bayer 04 Leverkusen nur noch jeweils einmal täglich trainieren. Die sonst übliche Doppel-Einheit am Dienstag entfällt. Dafür sind inzwischen fast alle Spieler wieder fit.

Köln – Am Montagnachmittag tummelten sich wieder 20 Feldspieler auf dem Rasen des Franz-Kremer-Stadions, wo Trainer Peter Stöger sein Team zur ersten Einheit der Woche versammelt hatte. Marcel Risse war ebenso mit dabei wie Pawel Olkowski. Nur Sven Müller nach seinem U21-Einsatz und der verletzte Sehrou Guirassy fehlten.

Nur Risse und Guirassy nicht einsatzfähig

Mit Blick auf das Auswärtsspiel unter dem Bayer-Kreuz am Samstag stehen Peter Stöger somit fast alle Spieler zur Verfügung. Aus der Trainingsgruppe wird lediglich Marcel Risse nach seinem Kreuzbandriss noch keine Option sein. Ansonsten sind alle gesund und fit. „Der Kader wird wieder größer, die Jungs fühlen sich immer besser, jede Trainingseinheit tut ihnen gut“, sagte Stöger.

Trotzdem strich er ganz bewusst die morgendliche Einheit am Dienstag und wird nur am Nachmittag trainieren lassen. Am Mittwoch (10 Uhr) sowie an den beiden nicht-öffentlichen Einheiten am Donnerstag und Freitag (jeweils 15 Uhr) wird ebenfalls nur einmal täglich trainiert. Ein reduziertes Pensum, um den Spielern nach dem anstrengenden Spiel gegen Bremen noch einmal die nötige Frische für das Derby zu verleihen.

Wir haben noch ein bisschen was zu tun

„Wir brauchen nichts mehr zu entwickeln“, erklärte Stöger. „Wir müssen schauen, dass die Jungs frisch sind und den Rhythmus halten.“ Dazu reicht eine Einheit pro Tag aus, ist der Österreicher überzeugt. Darüber hinaus profitiert das Trainerteam von der konzentrierten, positiven Stimmung im Team nach dem 4:3-Sieg über den SV Werder. „Die Stimmung ist logischerweise gut, aber nicht überschwänglich. Wir haben noch ein bisschen was zu tun.“


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  1. Koellefornia

    Ich verstehe das als Ruhe, Lockerheit und Fokussierung und würde da auch nicht entfernt Kritik üben wollen. Ich bin kein Trainer im Hochleistungsbereich.

    Nach dem letzten Spiel ist ja sowieso wenig zu sagen, außer bei den dicken Fehlern hinten in einigen Bereichen. Aber auch bei einer guten Bremer Mannschaft, vorne.

    Aber man könnte ja auch nicht-konditionelle Einheiten abhalten… Würde da in den Bereichen Taktik, offensive und defensive Standards, Stellungsspiel (teilweise) schon noch eine Menge Potenzial sehen…
    Aber, damit man es nicht falsch versteht… Es geht nur um die Sahne auf einer tollen Saison.
    Aber wenn man sowas leistet, was der FC in dieser Saison bisher auch geleistet hat, gegen alle Widerstände und Pech, dann will man auch den Lohn einfahren.

    Wenns nicht klappt und alles gegeben wurde:
    Tolle Saison, kein Vorwurf. Euroleague ist auch nicht Championsleague.
    Bei den Aufsteigern der nächsten Saison kann es auch ein Risiko sein.
    +10 Mios für den Wettbewerb, die aber nicht reichen, den Kader breiter aufzustellen, damit man auf gleichem Level bleibt.

    Für mich und den FC wäre es natürlich großartig, den FC mal wieder in Europa zu sehen, trotzdem sehe ich es eher nachhaltig. Worst Case wäre Europa für den FC, Modeste geht und der Fc kann es nicht kompensieren und geht runter.

    • Ziesi

      Ein alter Spruch aus dem Sport sagt: „Regeneration ist auch eine Trainingseinheit“, insofern ist das alles ok. Stöger macht das schon top.
      Europa sehe ich ähnlich kritisch. Es wird – falls es klappt – im kommenden Jahr schwieriger werden. Das Worst-Case-Szenario mit Abgang Modeste = Abstieg sehe ich nicht, aber es wird schwerer. Für´s kommende Jahr sehe ich uns dann um Platz 10-14.

    • Pitter

      Ich habe gelegentlich mal gelesen, dass (zumindest sinngemäß) die Spieler teilweise wohl auch mental erschöpft wären. Ich kann überhaupt nicht beurteilen, wie wichtig ein solcher Faktor im Profisport ist, hatte es aber eher überrascht zur Kenntnis genommen. Aber ich mit meinem Schreibtischjob muss auch nur in Ausnahmefällen am Wochenende arbeiten, mein Arbeitgeber mischt sich nicht in meine Freizeit ein (indem er mir z.B. vorschreibt, wie ich mich ernähren soll) und ich stehe auch nicht so im Fokus des öffentlichen Interesses…

      Es würde sich aber mit der Entscheidung Stögers decken, dass die Spieler etwas den Kopf frei bekommen sollen. Rein aus körperlicher Sicht würde ja auch überhaupt nichts dagegen sprechen, sehr lockere eher regenerative Einheiten zu absolvieren.

      Zum Thema Europa sehe ich uns schon deutlich besser aufgestellt, als Mannschaften wie Augsburg, Freiburg oder Mainz. In so kleinen Vereinen ist das Wachstumspotential einfach deutlich geringer. Als sehr mitgliedsstarker Verein in der viertgrößten Stadt Deutschlands mit einem deutlich größeren Zuschauerschnitt (sowohl im Stadion als auch im Fernsehen) stoßen wir vom Wachstumspotential her wesentlich später an unsere Grenzen. Für uns ist es somit auch deutlich leichter große Sponsoren zu finden – erst recht wenn wir europäisch spielen. Wenn Spieler zum FC kommen, wissen sie, dass wir zumindest vom Umfeld her das Potential haben, mittelfristig Dortmund oder Gladbach nachzumachen (die ja beide vor 10 Jahren noch kurz vorm Abgrund standen). Auch sollten wir unsere Spieler leichter halten können, weil wir ihnen – wenn es gut läuft – deutlich bessere Perspektiven bieten können. Wenn wir europäisch spielen mag die Belastung größer werden. Die Strahlkraft auf junge Talente wird es jedoch auch. Ich würde mich z.B. nicht darauf verlassen, dass wir Horn ewig halten können, wenn wir nicht irgendwann zumindest gelegentlich international spielen.

      Mit Augsburg, Freiburg oder Mainz gibt es natürlich einige Beispiele, wie Europa zum Problem werden kann. Vereine wie Hannover oder Gladbach haben aber vorgemacht, dass es durchaus auch funktionieren kann – sofern das Umfeld stimmt.

        • Paul

          Wobei Hannover in der ersten Linie nicht an EL-Teilnahme sondern an ehmmm … „personellen Entscheidungen“ gelitten hat (und mMn immer noch leidet)

        • Pitter

          Hannover hat sich in der Saison 2010/11 erstmals für Europa qualifiziert. In der Saison 2011/12 haben sie sich über den 7. Platz erneut international spielen können. In den kommenden Jahren folgten Platz 9, Platz 10 und Platz 13. Der Abstieg erfolgte dann 2015/16 als 18.
          Ob Hannover ohne Dreifachbelatung in der BuLi besser abgeschnitten hätte, kann man nicht sagen. Der Niedergang war aber jedenfalls nicht der Europa-Qualifikation geschuldet.

  2. Nottes

    Zunächst einmal muss man dem Trainer Stöger und der gesamten Mannschaft für diese tolle Saison gratulieren, i insbesondere vor dem Hintergrund, dass fast 20 Spiele nicht die Spieler zur Verfügung aufgrund von Verletzungen standen. TEILWEISE mussten bis zu 6 Stammspieler ersetzt werden. Nicht auszudenken wo der FC jetzt in der Tabelle stünde.

  3. Jasonstön

    Alles richtig was gesagt wurde. Tolles Trainerteam, Management und Mannschaft. Angst macht mir die Zukunft ob in europa oder bundesliga.Sollten wichtige Leistungträger gehen, wird es schwierig das jetzige Niveau zu halten.hoffe das die dann kommenden Spieler in etwa das Niveau der gehenden Spieler erreichen.wünsche dem Verein alles erdenklich gute für diese und die kommende Saison.

    • Paul

      Nö. Da bin ich völlig angstfrei.

      Sie setzen hier ein langfristiges Projekt um. Wenn man etwas mit „das will ich mal wissen“ anfängt, geht man auch nicht mittendrin weg. Wenn ein Punkt x der Entwicklung erreicht ist, dann vielleicht, aber sonst s. Entscheidung von Wehrle.


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