Modeste FCI

Modeste will nach Europa – aber will er auch bleiben?

Anthony Modeste hat in dieser Saison alle Erwartungen übertroffen und ist nicht erst seit einem eigenen „Fan-Song“ zum absoluten Publikumsliebling geworden. Nun will er den 1. FC Köln nach Europa schießen. Nur ob er die Früchte seiner Arbeit in der nächsten Saison auch ernten wird, lässt der Stürmerstar offen. 

Köln – Keine Personalie wird in Köln heißer diskutiert als die um Torjäger Anthony Modeste. Kein Wunder, denn der Stürmer ist auf dem besten Wege, sich in alle denkbaren Geschichtsbücher des Effzeh zu schießen. Täglich wächst die Anzahl der Strophen des „Modeste-Songs“, den die Fans aus dem einstigen Song auf den Schalker Ebbe Sand kreiert haben.

Auch der Franzose selbst nimmt die Wertschätzung der Anhänger freudig auf. „Es ist immer gut, wenn die Fans einen Song über dich machen. Meine Freunde erklären mir das, weil ich nicht alles verstehe. Vielleicht ist das auch besser so. Sie sagen, es seien ein paar schlimme Wörter dabei“, sagt Modeste schmunzelnd.

Anthony Modeste bejubelt sein Tor zum 4:2 gegen Bremen. (Foto: MV)

Zukunft von Tony weiter offen 

Doch können die Fans auch in der nächsten Saison ihrer Kreativität freien Lauf lassen und weitere Strophen über ihren Topstürmer hinzudichten? Modeste selbst lässt diese Frage auch vor dem letzten Saisonspiel offen und verweist auf seinen bis 2021 laufenden Vertrag. „Ich habe Glück, dass ich einen Vertrag habe. Jetzt konzentriere ich mich auf das letzte Spiel, dann werden wir nach Ende der Saison gucken.“ Nach der Partie gegen Mainz 05 will sich der Franzose mit Jörg Schmadtke zusammenzusetzen. Dies sei aber ein normaler Vorgang, berichtet Modeste: „Wir reden am Ende jeder Saison.“

55 Millionen Euro abgelehnt – was kommt im Sommer? 

Dass bereits im Februar ein hochkarätiges Angebot aus China für Modeste auf dem Schreibtisch von Jörg Schmadtke lag, ist ein offenes Geheimnis. „55 Millionen Euro war das Angebot damals“, hat Vize-Präsident Toni Schumacher in der Vorwoche verraten. Trotzdem war es kein Thema für uns darüber nachzudenken.“ Doch nicht nur der Effzeh hätte bei einem Transfer mächtig kassiert, auch der Franzose wäre noch einmal in eine völlig neue Gehaltsliga aufgestiegen, wie Schumacher hat wissen lassen. „Er hatte ein Angebot von fast zehn Millionen Euro pro Jahr. Er kam aber nicht und machte schlechte Stimmung. Wir wollten ihn nicht verkaufen, weil Europa am Horizont zu erkennen war. Das wäre die falsche Message gewesen.“ Die Frage lautet: Welche Message werden Spieler und Klub im Sommer aussenden?

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