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Schuster sicher: „Bittencourt kann mächtig durchstarten!“

Dirk Schuster wohnt wieder in Karlsruhe. Der ehemalige Trainer von Darmstadt 98 und dem FC Augsburg hat sich seinem Aus bei den Fuggerstädtern in seine Wahlheimat zurückgezogen. Von dort aus beobachtet er auch den 1. FC Köln genau. Am Dienstag kam er in die Domstadt zum Kölsch-Talk „Loss mer schwade“.

Köln – Eigentlich hätte auch Milivoje Novakovic am Dienstagabend „Em Hähnche“ sitzen sollen, doch der gerade von der aktiven Karriere zurückgetretene Stürmer musste aus familiären Gründen passen. So saß Dirk Schuster neben seinem ehemaligen Trainer-Ausbilder Erich Rutemöller und sprach über den Effzeh.

Ich sehe in der Breite und Qualität des Kaders noch Luft nach oben

Dass Anthony Modestes Wechsel nach China das zentrale Thema sein würde, überraschte kaum jemanden der knapp achtzig Gäste. „Tony macht alles richtig“, sagte Schuster mit Blick auf das viele Geld, das Modeste in China verdienen wird. Schuster, der zwischen 1997 und 1999 beim Effzeh kickte und den ersten Abstieg miterlebte, gestand, selbst im Falle eines Trainer-Angebots aus dem Reich der Mitte „schlaflose Nächte“ zu haben. Sein Kollege Roger Schmidt hatte jüngst erst ein solches Angebot angenommen.

Dirk Schuster und Erich Rutemöller im Gespräch. (Foto: Bopp)

Dass der Effzeh unter dem Abgang von Modeste leiden wird, daran glaubt Schuster nicht. „Viele haben schon bei Ujah schwarz gesehen und gedacht, der Effzeh würde keinen Nachfolger finden“, sagte Schuster. Vielmehr könne ein Verkauf des Franzosen die Chance sein, sich auch taktisch anders aufzustellen. Allerdings glaubt Schuster, dass dafür noch der eine oder andere Spieler nötig sein wird. „Ich sehe in der Breite und Qualität des Kaders noch Luft nach oben“, befand der 49-Jährige mit Blick auf die anstehende Dreifachbelastung durch die Europa League.

Bittencourt kann mächtig durchstarten

Auf einen Spieler freut sich Schuster aber schon ganz besonders beim Effzeh. Sein Geheimtipp für den großen Durchbruch in der kommenden Saison ist Leonardo Bittencourt. „Von ihm bin ich begeistert. Der hat schon fantastische Anlage“, schwärmte der Trainer des Jahres 2016. „Wenn er gesund bleibt und körperlich noch ein bisschen robuster wird, dann kann er mächtig durchstarten.“ Wann Schuster dagegen wieder mit einer Mannschaft durchstarten wird, ist noch offen. Zu seiner eigenen Zukunft wollte sich der 49-Jährige nicht äußern.


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