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Wie würdet Ihr über die Investoren-Klausel abstimmen?

Der schwelende Konflikt zwischen den Vereinsbossen des 1. FC Köln und der Mitglieder-Initiative „100% FC“ droht die Mitgliederversammlung am 25. September 2017 zu einer Zerreißprobe für den Klub zu machen. Aber wie sehen die Stimmenverhältnisse wirklich aus?

Köln – Es geht um die Frage: Sollen die Mitglieder künftig über jede Form von Investoren-Beteiligung bereits ab 0,1 Prozent der Anteile am Klub abstimmen können? Oder soll es dem Vorstand zusammen mit dem Gemeinsamen Ausschuss weiterhin möglich sein, bis zu 25 Prozent des Klubs an Geldgeber veräußern zu können, ohne eine Mitgliederversammlung einberufen zu müssen?

Stimmt ab und diskutiert mit! Wie steht Ihr zu dem Antrag der Mitglieder-Initiative?


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  1. Oli

    Es ist mal wieder bezeichnend: die unfähigsten Leute hat man ohne Widerstand über Jahre den Verein fast in den Ruin wirtschaften lassen – kaum ist Erfolg da, drängen sich Profilierer in den Vordergrund. Ich empfinde diesen Vorstoß ebenfalls als Affront gegen den derzeitigen Vorstand und werde das erste Mal versuchen, auf einer Mitgliederversammlung dabei zu sein um dagegen zu stimmen. Was soll das? Hier geht es doch nicht um eine Abgabe der Selbstbestimmung, wer mit wieviel Prozent wie und wo einsteigt, sollte man definitiv den Profis überlassen. Sind wir doch froh, dass wir sie endlich nach langer Zeit haben!

    Ich will gar nicht vom sportlichen Erfolg sprechen. Was Alex Wehrle die letzten Jahre geleistet hat, ist phänomenal – und er hätte das auch ohne die letztjährige Sensationssaison weiter getan. Er hat ja nicht kurzfristig Geld besorgt und Schulden umgeschichtet. Er hat klug konsolidiert und vor allem den Verein nachhaltig und langfristig neu aufgestellt.

    Ein besondere Lanze möchte ich für Werner Spinner brechen: ruhig, unaufdringlich, im Hintergrund arbeitend und doch immer bestimmt und vor allem: zum Wohle des Vereins. Perfekt. Ich erinnere mich an einen namentlich bewusst nicht erwähnten Vorgänger (Ihr braucht jetzt nicht sooo weit in die Vergangenheit gehen…), der ein furchtbarer Selbstdarsteller war, seine Nase in jede Kamera gehalten hat und im Hintergrund immer nur private Deals mit Hilfe des FC eingefädelt hat.

    Auf Schmaddi und Stöger gehe ich hier mal nicht ein, weil die mit Investoren nicht wirklich was zu tun haben. Warum also sollte man diesen Leute, die die letzten Jahre alles richtig gemacht haben, das Vertrauen entziehen, sie quasi entmündigen?

    • Ulrike

      Es stimmt.

      Eine Masse ist a/ manipulierbar, b/ emotional statt sachlich-kompetent und c/ angesichts der üblichen Beteiligungen (allgemein bei Wahlen wie bei Versammlungen) äußerst wenig repräsentativ. Sehe den hier oft genannten Brexit: Der ist ebenso NACHHALTIG wie IRREVERSIBEL. Wer hat abgestimmt? Die, die keine Ahnung von der Materie haben aber gerne paar Parolen mitgebrüllt haben.

      Und a apropos Parolen brüllen: Sollen bei uns auch die Herren, die so voller Effzeh-Stolz ihre Maleranzüge herum getragen haben, auch „zwingend eingebunden werden“? Mitglied ist Mitglied!

      Zu der gesamten Diskussion:
      WENN ES DEM ESEL ZU WOHL IST, GEHT ER AUFS EIS TANZEN!

      @Flora, mein Schatz: Und was für Arbeit bei dir so im VORDERgrund so anfällt? Kennst du dich mit etwas wirklich aus? Es ist unter aller Sau unter einem Pseudonym zu agieren und in Richtung von jemandem, dem man Null-Komma-Nix vorwerfen kann, irgendwelche zweideutliche Insinuationen zu schleudern. Dreckiger gehts kaum! Willst du bei der Klausel mitbestimmen? Wirklich? Dann gute Nacht!

    • Jürgen

      Danke für Deinen Kommentar Olli.

      Offensichtlich wird es einigen schon wieder zu langweilig, weil es beim FC endlich mar ruhig ist. Und da wird halt mal wieder ein verdorbenes Fass aufgemacht m Theater zu veranstalten. Ich stehe zu 1948% hinter unseren 3 Traumjungs, Werner Spinner, Markus Ritterbach und Toni Schumacher. Sie leisten grandiose Arbeit im Hintergrund und tun dies alles im Sinne unseres geliebten Geißbock-Klubs. Dafür gebührt ihnen Respekt, Anerkennung und eine anständige Entschädigung.

    • Pitter

      Ich verstehe wirklich nicht, wie man diesen Antrag als Affront gegen irgendwen werten kann. Ist es z.B. auch ein Affront gegen die deutsche Regierung, wenn man ein Befürworter der Gewaltenteilung ist? G
      erade WEIL im Moment alles sehr gut läuft und gerade WEIL die Verantwortlichen beim FC (zurecht!) viel Lob erhalten, wäre jetzt der perfekte Zeitpunkt, wenn man die Satzung ändern will. Ein Affront wäre es, wenn die Satzungsänderung genau dann beantragt würde, wenn aktuell Verhandlungen mit Investoren laufen würden oder geplant wären. Laut Aussage der Verantwortlichen ist dies jedoch derzeit nicht der Fall. Wenn man die Satzung ändern will, wäre es ratsam, dies zu einem ruhigen Zeitpunkt zu tun und nicht während einer Phase in der gerade Chaos herrschen würde.
      Man kann ja durchaus gegen die Mitbestimmung der Mitglieder bei Investorenfragen sein. Aber dann soll man dies bitte sachlich tun und andere Meinungen zu einem Thema nicht direkt als persönlichen Angriff werten. Entscheidungen, die rein auf persönlichen Befindlichkeiten beruhen, sind jedenfalls nicht immer die besten Entscheidungen.
      Insbesondere sollte man sich vor Augen halten, dass diese Entscheidung wahrscheinlich weniger den aktuellen Vorstand als viel mehr seine (noch unbekannten) Nachfolger betrifft.

      @Ulrike
      Wie findest du eigentlich die Struktur des Dosenclubs? Könntest du dich mit einer Mannschaft identifizieren, bei der du kein Mitglied werden kannst, bzw. bei der du nie in irgendeiner Weise in die Entscheidungsfindung einbezogen wirst? Ich könnte es jedenfalls nicht – oder zumindest deutlich weniger, als bei Clubs wie dem FC.
      Und damit will ich sicherlich nicht(!) sagen, dass ein der FC bei einer Ablehnung des Antrags mit dem Dosenclub vergleichbar wäre! Bei deiner Argumentation gewinne ich jedoch den Eindruck, dass du die komplette Verlagerung aller Entscheidung auf das Präsidium gutheißen würdest. Daher die Frage.

      • Ulrike

        Was zum Geier hat Leipzig damit zu tun?
        Die paranoide Situation bei uns hat im Moment viel mehr mit Fortuna Köln und denen gescheiterten basisdemokratischen Experiment zu tun, als mit RB.

        Ich finde jeglichen Vergleich mit dem RB-Produkt deinerseits ist extrem manipulativ. Was willst du damit? Angst vor einer großen Dose herbei schwören? ;-)

        Es erinnert mich stark an Twittergeblubber eines bekannten Staatsmann der gerne alle möglichen Drohkulissen bastelt um die Wähler von einer Bedrohung zu überzeugen.

        • Pitter

          Nein, es ging mir nicht(!) darum, den FC mit den Dosen zu vergleichen. Ich war eigentlich davon ausgegangen, dass ich das in meinem Kommentar ausreichend hervorgehoben hätte… Aber gerne auch nochmal ganz deutlich: Ich wollte damit sicherlich nicht(!) sagen, dass der FC bei einer Ablehnung des Antrags mit dem Dosenclub vergleichbar wäre!

          Ich war nur überrascht, weil deine Argumente durchaus in Richtung totale Kontrolle von Experten gingen. Daher hat mich einfach interessiert, wo genau du die Grenze ziehst. Allein deshalb habe ich nachgefragt ;)

          Mir persönlich ist ein Mitbestimmungsrecht jedenfalls extrem wichtig. Ich würde durchaus gerne in allen Bereichen die Möglichkeit haben, mitzubestimmen. Und das auch ganz ohne Maleranzüge (sieht eh albern aus). Bei Themen, mit denen ich mich nicht auskenne, würde ich mich dann einfach auf den aktuellen Vorstand verlassen. (Ob das in 5 Jahren oder so bei einem anderen Vorstand genauso wäre, weiß ich heute aber nicht.)
          Mir ist dabei aber durchaus bewusst, dass in sehr vielen Entscheidungen, die der Vorstand so trifft, eine vorherige Mitgliederbefragung äußerst kontraproduktiv wäre :D Deshalb muss man halt sachlich abwägen, wo es sinnvoll ist und wo nicht. Ich persönlich sehe keinen Sinn darin, ab Anteilsverkäufen von 25% die Mitglieder zu befragen, aber bei 24% nicht. Aber das ist sicherlich Geschmacksfrage…
          Ich fühle mich ebenfalls durch den aktuellen Vorstand bestens vertreten. Für mich ist das jedoch völlig unabhängig vom Antrag.

        • Ulrike

          @Pitter: Na, dann sind wir plus-minus einer Meinung. Zu der Frage, warum bei 25% und bei 24% nicht … Irgendwo mußte man halt die Grenze setzten. Ich messe der Zahl keine große Bedeutung bei.

          An der aktuellen Satzung haben bereits ein paar mehr Köpfe (nur um die Anwälte von Reloaded und die zahlreichen Vorschläge der Mitglieder zu nennen) gearbeitet, als an der Version aus Overathschen Zeiten. Man hat diese Prozenten-Zahl sicherlich nicht gewürfelt.

          Aber: Egal wo man die Grenze gesetzt hätte. Auch in kleinen Häppchen kann man eine große Torte verschlingen. Mit einem schwachen Vorstand und manipulierbaren Geschäftsführung kann man alles mißbrauchen oder umgehen und den Fans ohne Mühe Honig ums Maul schmieren!

          Ich habe ganz am Anfang, bei einem früheren Blog-Beitrag den HSV schon als Beispiel genannt: Der „größte HSV-Fan aller Zeiten“ will doch nur Gutes, ließ die Hanseaten sämtliche Halilovics der Welt kaufen und kassierte Dank Dukatendidis „Weitsicht“ die Anteile nur Aufgrund der Schuldenumwandlungen. Die HSVler hielten die Klappe, weil das Stadion so heißt wie in den alten guten Zeiten, also muß es sich um einen Herzblut-Fan handeln. Geht es? Gehts! Manipulierbare Fans? Jede Menge! Sind dort welche, bei den aktuellen 17%, erfolgreich auf die Barrikaden gegangen und „Jetzt aber keinen einzigen Prozent mehr!“ gesagt? Nö! Ich kenne persönlich einige, die dort bis heute von einem hübschen Testament träumen, das sie alle auf einen Schlag in die CL katapultiert!

          Dass wir nicht weit von einem ähnlichen Szenario waren und Herr Wernze bei Rückholaktion von Poldi nicht nur an seinem linke Fuß sondern offensichtlich auch am Hirn beteiligt war, konnte man 2012 vor der Wahl in den Aussagen von Lukas nachlesen. Ich warf es Poldi nicht mal vor! Es reicht doch, dass man ehrlich (wie naiv) daran glaubt, es gäbe keine andere Lösung, weil man sich eine Solche nicht vorstellen kann.

      • Ulrike

        Nachtrag:
        Nein, ich würde die komplette Verlagerung aller Entscheidung auf das Präsidium niemals gut heißen. Aber. Wir haben bereits eine neue Satzung. Wir haben Mitgliederrat, wir haben § 21.2 in der Satzung. Wir haben einen Präsidenten, der sich Herrn Wernze nicht als Vice ausgesucht hat. Ich vertraue Werner Spinner als Präsidenten weil er mich nicht im kleinsten Punkt enttäuscht hat und erkenne sowohl sein Wissen als auch seine fantastische Fähigkeit jegliche Fachkompetenz und Professionalität (in jedem Bereich) zum Effzeh zu holen und zu binden.
        ICH FÜHLE MICH BESTENS VON DEM AKTUELLEN VORSTAND VERTRETEN und zwar besonders dort, wo mein Wissen und Erfahrung längst zu Ende sind.

        Und sollte es sich je ändern, habe ich genug Möglichkeiten, es rechtzeitig zu äußern (und zwar völlig ohne Maleranzug!)

        ICH HABE GLEICHZIETIG JEDE MENGE DAGEGEN, DASS JEDER, also auch die, die auf einem ähnlich unterirdischen Niveau ticken wie uns leeve „Flora“ hier, ETWAS SO WICHTIGES MITBESTIMMEN SOLLEN.

  2. Phil

    §10.1 Die Mitgliederversammlung ist das höchste Organ des Vereins

    Und als solches sollte sie in Entscheidungen, welche die Struktur unseres Vereins NACHHALTIG UND IRREVERSIEBEL verändern, zwingend eingebunden werden.

    Wie man das ganze als Affront gegen den Vorstand auffassen kann ist mir zudem äußerst schleierhaft. Sollte jener es als dienlich erachten Anteile zu veräußern sollte es doch kein Problem sein, den Mitgliedern den Sachverhalt darzulegen, und sich jeden seine eigene Meinung bilden lassen.

    • Flora

      @Phil ….genau so ,und nicht wie es dieser Oli schreibt. Wofür hat Spinner denn Ängste?
      Bei ihm frage ich mich was er denn im Hintergrund arbeitet. Konnte noch keinen einzigen Bericht lesen was denn so für Arbeit bei dem Herrn Spinner anfällt. Er ,nur er, bringt hier Unruhe rein die nicht notwendig ist. Also
      §10.1 Die Mitgliederversammlung ist das höchste Organ des Vereins und da geht es um
      Mitbestimmung

      • Oli

        Die Aussage „dieser Oli“, liebe Flora, macht einmal mehr deutlich, wie heutzutage Diskussionen geführt werden und – verzeih mir das – lässt auch durchaus Rückschlüsse auf den Verfasser zu.

    • Thilo

      die ideologische Intension dieses Antrags macht schon deutlich, dass man mit sachlichen Argumenten wenig Werbung für eine bestimmte strategische Partnerschaft machen kann. Komplexe Entscheidungen sollen von Fachkundigen Verantwortlichen, die im übrigen auch demokratisch legitimiert werden, getroffen werden und nicht von Fußballfans.

      Dass die Mitgliederversammlung oberstes Organ des Vereins ist, legitimiert aber keine Hobbyjuristen unseren Verein als Spielwiese zu missbrauchen. Man sollte nicht vergessen, dass unser Gründungsvater Franz Kremer eben auch für Innovation, professionelle Strukturen und dem Streben nach maximalen Erfolg stand. Die maximale Ausweitung der Basisdemokratie widerspricht diesen Werten!

  3. Volker

    Nach den Abstimmungsergebnissen in der letzten Zeit, z.B. Brexit, Trump Wahl etc., glaube ich nicht mehr die Existenz einer „Schwarmintelligenz“. Ich bin absolut gegen diese Satzungsänderung, die es dem Vorstand letztendlich unmöglich macht, Entscheidungen zu treffen, ohne die Mitglieder zu befragen. Man hat als Mitlgied immer noch die Möglichkeit, sollte sich ein späterer Vorstand in 5 oder 10 Jahren als unfähig erweisen, diesen abzuwählen.
    Ich werden dem Antrag auf jeden Fall nicht zustimmen.

    • Pitter

      Zunächst einmal hat die Mehrheit der Amerikaner Clinton gewählt. (Trump ist deshalb Präsident geworden, weil in der Mehrheit der Bundesstaaten Trump jeweils einen leichten Vorsprung hatte, während die Clinton-Wähler überwiegend aus den Großstädten an den Küsten kamen).
      Ich lebe zurzeit in der Schweiz, also einem Land, in dem direkte Demokratie herrscht. Im Laufe der Jahre habe ich sehr viele Volksabstimmungen mitbekommen. Genauer gesagt gibt es alle 3 Monate Abstimmungen zu mal mehr und mal weniger sinnvollen bzw. wichtigen Themen. (In der Geschichte der Schweiz gab es mehr als 300). Dabei kommt es durchaus vor, dass fragwürdige Entscheide getroffen wurden, die sich nachträglich als kontraproduktiv herausgestellt haben. Die meisten Entscheide haben sich jedoch als gute Entscheide erwiesen. Insbesondere sollte man nicht vergessen, dass auch eine rein repräsentative Demokratie durchaus Fehlentscheidungen trifft – siehe z.B. die USA.
      Mein persönlicher (und entsprechend sehr subjektiver) Eindruck ist, dass in der direkten Demokratie mehr gute Entscheidungen getroffen werden, als in rein repräsentativen Demokratien. Insbesondere gibt es deutlich weniger kritische Verflechtungen zwischen Politikern und Lobbygruppen, als in anderen Ländern.
      Dass die Schweiz – obschon sie über keinerlei Bodenschätze verfügt – sich zum Land mit der wohl weltweit stabilsten Währung und dem (soweit ich weiß) höchsten BIP und höchsten Lebensstandard Europas entwickelt hat (zumindest wenn man Zwergstaaten wie Monaco und Liechtenstein außen vor lässt), zeigt jedenfalls, dass eine direkte Demokratie nicht ganz so schlecht ist, wie in Deutschland oftmals dargestellt. Ihre Nachteile liegen eigentlich nur an langsameren Entscheidungsfindungen und an fehlender Vertragssicherheit anderer Länder, da ja Entscheide durch Volksabstimmungen jederzeit wieder rückgängig gemacht werden könnten. Bei Anteilsverkäufen sehe ich jedoch keinen Grund mehr, warum man sich nicht die Zeit für eine Abstimmung nehmen könnte. Da Anteilsverkäufe naturgemäß irreversibel sind, entfällt hierbei auch der zweite Nachteil.

      Wo ich dir Recht gebe: Wenn ein Vorstand schlechte Arbeit geleistet hat, wird er (von der Schwarmintelligenz) wieder abgewählt. Das Problem aktuell ist nur, dass der Vorstand mit Anteilsverkäufen Entscheidungen treffen kann, die nie wieder rückgängig gemacht werden können. Bei Spinner und Co. vertraue ich darauf, dass sie sehr gute Arbeit leisten.
      Es weiß aber niemand, wer danach kommt. Wenn z.B. ein Nachfolger zweimal Anteile für je 24,9% weit unter Wert an ein Unternehmen verschleudern würde (z.B. einem Miniunternehmen, dessen einziger Mitarbeiter rein zufällig sein Schwager ist), hätte der FC nur noch 50% seiner Anteile und würde den Rest niemals wiederbekommen.
      Dieses Szenario mag sicherlich etwas überspitzt sein, möglich ist es (insbesondere auch in abgeschwächter Form) dennoch. Grundsätzlich ist es jedenfalls nicht verwerflich, bei so tiefschneidenden und unumkehrbaren Entscheidungen wie Anteilsverkäufen vorher einfach die Zustimmung der Mitglieder einholen zu müssen.

    • Nick

      Und was machst Du, wenn der unfähige Zukunftsvorstand, schon vorher 25% der Anteile unwiederbringlich an „Bolten Alt“ verkauft hat, bevor Du ihn abwälst???

      Kein Investor wird 0,1% der Anteile kaufen wollen, weil ihm das einfach zu wenig Einfluss bescheren wird – sagen wir der FC wäre irgendwann 200 Millionen „wert“ – da sind 0,1% 200.000 – auch der FC wird auch kein Interesse haben, viele Klein-Aktionäre zu haben, die dann den Bauch gepinselt bekommen wollen. Interessant wird es vielleicht ab 5% bzw. 10 Millionen und warum soll man da nicht die Mitglieder befragen, die bei mehr als 25% bzw. 50 Millionen dann sowieso entscheiden MÜSSEN – lt. Satzung

      Ich finde nichts Schlimmes an dem Antrag. An dem Gedanken, dass irgendwann irgendwer mal in einer Nacht und Nebel-Aktion 25% unserer Anteile verkaufen könnte schon…

      PS: Ist von „Flora“ ein Kommentar gelöscht worden? ich finde nichts Schlimmes an der einen Aussage die hier steht…

    • Oli

      @Pitter: danke, eine Stimme FÜR den Antrag mit sachlichen Argumenten und fundiert diskutiert. Dazu möchte ich kurz anmerken, dass die Schweiz auch glaube ich eines der Länder mit der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung der Welt ist. Und davon haben wir uns – übertragen auf den FC – gerade erst entfernt.

      Dazu kommt noch, dass Dein Beispiel aus dem letzten Absatz einem kurz zum Nachdenken bringt – aber: ein Präsident alleine könnte das nicht umsetzen. Es gibt seine Kollegen aus der Vorstandschaft, die er ja dann auch noch irgendwie beteiligen müsste – und vor allem: den Aufsichtsrat, der extra für solche Entscheidungen da ist. Auch er ist mit (mehr oder weniger) kompetenten Leute aus Industrie und Wirtschaft besetzt.

      Jetzt sprechen wir all diesen Leuten (die bestimmt alle irgendwelche Interessen am FC haben), die jahrelang erfolgreich in der Wirtschaft tätig waren, die Fähigkeit ab, Entscheidung zur wirtschaftlichen Zukunft richtig zu treffen? Und maßen uns an, wir als Mitgliederversammlung könnten das besser?

      Ich kann nach Deiner Argumentation die Ängste ein bisschen besser nachvollziehen – ein Kompromiss wäre vielleicht (gerade auf Grund Deines Beispiels), den Wert von 25% auf z.B. 20% runterzusetzen, um genau das zu verhindern. Dem könnte ich dann sogar ev. zustimmen.

      Deine Frage, ob es überhaupt Investoren gibt, die Anteile unter 10% kaufen wollen, kann ich nicht beantworten, die ist absolut berechtigt und darüber muss ich mal noch nachdenken und recherchieren…

      • Ulrike

        Den besten (und gleichzeitig unauffälligsten!) Fall habe ich ganz vergessen: Allianz, Adidas und Audi bei Bayern München halten je 8,33% und zusammen 25% Anteile.

        Dieser Konstellation ist für mich das Paradebeispiel für kluge Zusammenarbeit zwischen Klub und Investoren. Wann hat man das letzte mal eine „Einmischung“ von den Drei mitbekommen? Wenn ich mich nicht irre, als Ulli auf seinem Stuhl, trotz des Prozesses, kleben wollte. Und streng genommen ginge nicht mal in diesem Fall ums operative Geschäft!

        … was ich heißen soll, ich werde demnächst die Bayern sympathisch finden! ;-)
        Aber klug im Sinne des Klubs handeln sie alle(!) schon.

      • Pitter

        Die hohe Pro-Kopf-Verschuldung vieler Schweizer ist jedoch kein Resultat der Direkten Demokratie sondern eher eine Mentalitätsfrage. In der Schweiz gibt es vergleichsweise viele Menschen, die sich Eigentumswohnungen kaufen, die sie sich eigentlich nicht leisten können. Die Banken geben ihnen dennoch den Kredit, weil sie dann später die Wohnung erhalten (und die zwischenzeitlichen Zinszahlungen behalten). Es stört die Leute jedoch oftmals nicht, da sie so über ihren Verhältnissen leben können, während die Banken die großen Gewinner sind (sehr vereinfacht dargestellt). Liegt das jetzt am Politiksystem oder einfsch an der Mentalität vieler Schweizer? Die Schweiz ist allgemein deutlich marktliberaler als Deutschland (was aber allgemein nicht wenige Länder sind…).
        Mir ging es jedenfalls darum darzustellen, warum direkte Demokratie nichts schlechtes sein muss und dass es ein Irrglaube ist, dass die Bevölkerung grundsätzlich schlechtere Entscheidung treffen würde als Politiker (die in aller Regel auch nichts studiert haben, was für ihr politisch Amt irgendwie relevant wäre). Fehlentscheidungen gibt es jedenfalls auch in parlamentarischen Demokratien. Meiner persönlichen Erfahrung nach, sogar häufiger. In jedem Fall gibt es eine deutlich höhere Akzeptanz von Entschiedungen. Aussagen wie „die da oben…“ gibt es jedenfalls nicht.

        Ich habe jetzt eigentlich keine ernsthafte Sorge, dass der beschriebene Extremfall auch eintritt. Mit diesem Beispiel habe ich nur aufgezeigt, was theoretisch so alles möglich ist. Ich vermute jedoch, dass wenn der Vorstand schon vor 10 Jahren eigenmächtig hätte Anteile verkaufen dürfen, dass der FC dann heute nur noch 51% besitzen würde – und trotzdem nicht besser dastehen würde. Und wie ich bereits mehrfach an anderer Stelle geschrieben habe – hat mein Befürworten des Antrages NICHTS damit zu tun, dass ich irgendwem die (wirtschaftliche) Kompetenz abstreiten würde. Tu ich bei den aktuellen Verantwortlichen erst recht nicht – wie ich ebenfalls mehrfach geschrieben habe. Für mich gibt es einfach nur keinen Grund, warum der Vorstand irreversible Entscheidungen treffen dürfen soll, ohne vorher die Mitglieder befragen zu müssen. Auch wenn ich aktuell mit der Bundesregierung sehr zufrieden wäre, würde ich mich ja trotzdem vehement dafür aussprechen, dass die Gewaltenteilung extrem wichtig ist. Wenn man eine saubere Trennung von Befugnissen befürwortet heißt dies jedenfalls nicht, dass man die Verantwortlichen in irgendeine Weise diskreditieren würde. Ich halte es dagegen für sehr gefährlich, wenn man in dieser Diskussion Begriffe wie „Affront“ o.ä. nutzt, da man die Diskussion damit von einer sachlichen Ebene auf eine emotionale Ebene verschiebt – während man paradoxerweise genau dies der Gegenseite vorwirft.

        Die Aussage, dass Investoren i.d.R. kein Interesse hätten, Anteile unter 10% zu kaufen kam nicht von mir, sondern von Nick ;) Ansonsten hat ja Ulrike aufgeführt, unter welchen Umständen dies wünschenswert sein kann.

  4. Thomas Borr

    Hallo liebe FC Familie,

    ich finde die Diskussion im Kern sehr belebend. Demokratie lebt nun mal vom Meinungsaustausch. Natürlich habe auch ich meine Meinung dazu. Man sollte definitiv eine Grenze ziehen, bis zu der ein handlungsfähiger Vorstand eine freie Hand hat. Darüber hinaus sollte in Einzelfällen abgestimmt werden.
    Über einen Anteil von 0,1% schon abzustimmen halte ich für falsch. Das schränkt den Handlungsspielraum ein.
    Ich freue mich auf die Diskussion während der Versammlung. Ich hoffe dass sie sachlich bleibt.

    Ach ja….Sachlich…: Liebe Flora,

    ich finde es irritierend was du da schreibst. Du scheinst dich in der freien Wirtschaft und in einem professionell geführten Unternehmen leider überhaupt nicht auszukennen. Welche Aufgabe hat wohl in erster Linie ein Präsident? Er repräsentiert….
    Ein Werner Spinner ist ein absoluter Glücksfall für unseren FC. Allein das Netzwerk dass er aus frühen Vorstandszeiten mitbringt ist unbezahlbar. Dazu die Erfahrung, große und weitreiche Themen anzupacken. Natürlich läuft so etwas (wie bei jedem Unternehmen) im Hintergrund ab. Oder erwartest du einen Livestream in dem Herr Spinner auf dem Golfplatz mit möglichen Investoren oder anderweitig nützlichen Personen für den FC spielt und Dinge bespricht…….???

    Wir sollten alle sachlich bleiben und nach unserem Gewissen abstimmen.

    • Oli

      Und die Overath-Zeiten wünsche ich mir nun wirklich nicht zurück. Der hat alles „transparent“ – oder zumindest öffentlich – hinbekommen…

      Sachlich finde ich sehr gut, gerade in heutigen Zeiten, wo alle immer gleich aus dem Sattel gehen – und ich möchte inhaltlich fundiert anfügen.

  5. Bob

    Die Mitglieder sind der Verein. Nicht der Vorstand, auch wenn die 3 Herren das mittlerweile anders sehen. Denen scheint der Erfolg über den Kopf zu steigen.

    • Oli

      Bob, warum? Was stört Dich denn an den Herren? Und die haben ja nicht die Satzung verändert, sondern die Mitgliederinitiative will diese verändern. Es gibt ja einen Grund, warum eine professionelle Geschäftsführung Entscheidung UNTER 25% alleine treffen darf…

  6. Oli

    Ok, mein Kommentar hat hier einiges ausgelöst. Weil wir uns in den Zeiten des absoluten Schwarz-Weiß-Malens in jeder Diskussion befinden, möchte ich alles etwas relativieren:

    1. ich denke, ALLE Mitglieder sind dafür, dass der Verein in Mitgliederhand bleibt und niemandem die alleinige Macht zugesprochen wird. Die Grundstruktur steht hier ja auch nicht zur Debatte.

    2. um noch einmal sicherzugehen, dass ich (und vielleicht auch der ein oder andere hier) es richtig verstanden haben: bei Investoren ÜBER 25% kann der Vorstand sowieso schon nicht alleine entscheiden. Die Satzungsänderung bezieht sich auf Investoren UNTER 25%, bis hin zu 1%. Das heißt, es geht nicht um strukturverändernde Dinge, sondern einfach um das tägliche Geschäft. Und das sollte man eben Profis überlassen, die ja bereits nachgewiesen haben, dass sie es verstehen.

    3. Wo kommen wir hin, wenn wir über jede Investition eine Mitgliederversammlung einberufen müssen, damit sich irgendein Heijopei dort aufspielen kann, weil ihm die Nase von irgendeinem Investor nicht passt? Das ist sowas von destruktiv und entwicklungshemmend. Als Beispiel wurde Fortuna Köln genannt – ich möchte (lassen wir jetzt bitte den Herrn Kühne außen vor, so etwas will natürlich keiner) den HSV nennen, wo eben die Mitglieder seit Jahren professionelle Strukturen verhindern.

    4. Wer glaubt hier bitte, dass Herr Spinner aus Machtinteresse und Eigennutz oder Egogründen agiert? Gibt es tatsächlich Leute, die ihm das unterstellen (oder einem anderen aus der Führungsetage)? Der einzige, bei dem ich diese Gefahr ursprünglich gesehen hatte, war der Tünn, aber selbst der ist angenehm zurückhaltend und stellt sich voll ins Team.

    Also, ich appeliere, die wirtschaftliche Entwicklung – die leider inzwischen absolut alternativlos ist – nicht zu bremsen und den FC panisch zum Beamtenstaat und Bürokratiemonster zu verstümmeln!

    • Nick

      Also mir zeigen die bisher getätigten Aussagen, von Schmadtke, Wehrle, Schumacher und Spinner, dass man ZUR ZEIT NOCH keinen Investor möchte. Die Aussagen deuten aber schon tendenziell darauf hin, dass man in Zukunft, wenn ein bestimmter Vereinswert erreicht ist, gerne eine hübsche Summe einstreichen würde, um z.B. den Bau eines neuen Stadions möglich zu machen…

      Ich denke, wegen diesen Tendenzen ist dann auch die Initiative 100% FC entstanden.

      Mir gefällt weder die Tendenz, dass wir Anteile verkaufen könnten, noch gefällt mir die Tendenz, dass wir irgend woanderes als in Müngersdorf spielen sollen. Auch gefällt mir nicht, dass die jetzige Führung den Eindruck vermittelt, als wollen sie z.B. die Standortfrage entscheiden, ohne vorher die Meinung der Mitglieder einzuholen.

      Das sind alles schwerwiegende Entscheidungen, die den Club, dessen Mitglied ich bin, in meinen Augen stark verändern würden. Und wenn ich das Gefühl habe, dass auch das jetztige Präsidium oder die Geschäftsführung in eine Richtung steuern könnten, die mir nicht gefällt, dann würde ich versuchen, das dagegen zu tun, was meine Mittel mir erlauben. Ich denke, genau das haben die Antragsteller jetzt getan und mit der Reaktion welche die Führung bisher zeigt, denke ich völlig zu Recht. Daher bin ich dankbar, dass dieser Antrag gestellt wurde.

      Alle die meinen, dass man die Mitglieder ohne vorherige ausführliche Information über den Einstieg eines Investors entscheiden lassen würde, die sollen mal abwarten, was sie für ausführliche Informationen alleine zu dem jetzigen Antrag vor der JHV erhalten werden.

      Ich hoffe es kommen durch diesen Antrag dann auch mal ein paar mehr Leute zur JHV und dann wird einfach basisdemokratisch entschieden, so wie es unsere Satzung zulässt. Wäre schön, wenn die Hütte mal voll wird, denn FC-Mitglied zu sein bedeutet mehr als Fanartikel zu günstigeren Preisen kaufen zu können oder besser an Karten zu kommen – wir können die Zukunft unseres Clubs noch mitgestalten, dass ist etwas was uns glücklicherweise von vielen anderen „Vereinen“ noch unterscheidet und diese Möglichkeit sollten wir dann auch wahrnehmen.

      • Hermann

        Diesem Standpunkt würde ich mich ebenfalls anschliessen. Je mehr sich der jetzige Vorstand dagegen wehrt, umso richtiger ist es das die Entscheidung in unseren Händen liegt. Selbst wenn hier bereits mit dem Abgesang auf die Schwarmintelligenz begonnen wurde.
        Ich halte die Satzungsänderung für unproblematisch. Sie würde niemanden beim FC im operativen Tagesgeschäft beschneiden. Ich will auch nicht das sich etwas beim jetzigen FC ändert. Wer sich momentan über die Entwicklung des FC beschwert, der ist nicht ganz ernst zu nehmen.
        Die Satzungsänderung bezieht sich auf die Entscheidungshoheit in einer Angelegenheit, die nicht konkret ansteht. Ich kann die Haltung der FC Verantwortlichen nicht verstehen, zum einen habe ich keine belastbaren Argumente vernommen die gegen die Satzungsänderung sprechen, da zum anderen mir der Verweis auf das empfundene Misstrauen nicht genügt.
        Es scheint dann wohl so zu sein, das man sich die Option des Anteilsverkaufs offen halten will, um sich einen weiteren finanziellen Spielraum, in Anbetracht der anstehenden Projekte zu erhalten. Wenn dem so sein sollte, bin ich davon überzeugt das dies nur zum guten des FC geschehen soll. Ich bin davon überzeugt das Spinner und Co. den Anteilsverkauf nur zum Wohle einer gesunden Entwicklung des FC in Erwägung ziehen würden. Da habe ich uneingeschränktes Vertrauen in die Herren.
        Ich möchte aber dennoch nicht das wir Anteile verkaufen, aus fester Grundüberzeugung das dies Teil unserer einzigartigen Seele ist.
        Ich für meinen Teil möchte Spinner und Co. bitten, den FC weiterhin so grandios zu führen, dabei aber auf einen Anteilsverkauf zu verzichten, ich bin mir sicher das sie diese Kompetenz besitzen. Vorbeugend möchten wir die Entscheidungshoheit in dieser Frage zurück, weil diese momentan vertrauenswürdigen Herren nicht ewig beim FC sein werden.


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