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Nationalelf: Hext sich Timo Horn zum Confed-Cup?

Timo Horn ist auf dem Weg zurück zu alter Bestform. Gegen Borussia Dortmund rettete der Torhüter dem 1. FC Köln mit einem Sensationsreflex kurz vor Schluss das 0:0. Wird der Effzeh-Keeper noch eine Option für den Confed-Cup im Sommer der deutschen Nationalmannschaft?

Köln – Der Testlauf für die WM 2018 in Russland findet vom 17. Juni bis 2. Juli 2017 statt. Drei Torhüter werden Bundestrainer Joachim Löw und Bundestorwarttrainer Andreas Köpke nominieren. Nach dem Fußbruch von Manuel Neuer, der den Confed-Cup verpassen wird, gehört Horn zumindest zum engsten Kreis der möglichen Kandidaten.

Das junge Alter spricht für Horn

Als im März der DFB seine Auswahl für die Länderspiele bekannt gab, standen Marc-André ter Stegen (FC Barcelona), Bernd Leno (Bayer 04 Leverkusen) und Kevin Trapp (Paris St Germain) im Kader. Ein Torwarttrio, das durchaus gute Chancen hat, genauso für den Confed-Cup in Russland nominiert zu werden, wie Andreas Köpke passend bestätigte. Sich festlegen wollte er aber noch nicht. Denn der DFB denkt darüber nach, beim Confed-Cup auch Spieler zu testen, die bislang noch keine Möglichkeit bekommen hatten, sich im Umfeld der Nationalmannschaft zu zeigen.

Timo Horn gehört dazu. Zusammen mit Ralf Fährmann bildet er das Duo, das hinter dem besagten Trio auf seine Chance lauert. Ein Torwart-Quintett also, das um die Rolle des Kronprinzen buhlt. Horns großes Plus neben seinen Leistungen in den letzten Jahren in Köln: sein Alter. In zwei Wochen wird Horn 24, ist jeweils ein Jahr jünger als Leno und ter Stegen, drei Jahre jünger als Trapp und fünf Jahre jünger als Fährmann. Gerade im Vergleich zum Schalker könnte die Perspektive Horns also den Ausschlag geben.

Horn ist ein hochinteressanter Torwart

Da kommen Horns neuerliche Top-Leistungen gerade recht. Nach seiner langen Verletzung hatte der Kölner zunächst noch Schwankungen in seinen Leistungen gezeigt. Gegen die beiden Champions-League-Aspiranten aus Hoffenheim und Dortmund zeigte sich Horn aber wieder von seiner besten Seite. Gerade gegen den BVB brillierte er und machte den Punktgewinn der Kölner erst möglich.

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5 Kommentare
  1. Klappskalli
    Klappskalli says:

    Der Confedcup ist schon lange keine Belohnung mehr. Für mich ist sowas verarsche.
    Wenn man sieht wer alles beim Confedcup seine ersten und einzigen Spiele gemacht hat.
    Dann lieber eine vernünftige Vorbereitung mit dem Verein und schön Urlaub machen.

  2. Klio
    Klio says:

    Eine Nominierung für die Nationalmannschaft kann einem keiner mehr nehmen. Für andere Spieler ist es schon ein Highlight, bei einem Freundschaftsspiel dabei zu sein. Da ist der Confed-Cup sicher nicht schlechter. Es ist eine Möglichkeit, sich zu zeigen und ein internationales Turnier (jenseits der U-23) im Testlauf zu durchleben. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Timo Horn das ablehnen würde, wenn er eingeladen wird.

    Bislang habe ich immer eher Andi Köpke als Bedenkenträger gegen Timo Horn wahrgenommen: Er hat ja immer die internationale Erfahrung als Grundvoraussetzung herausgestellt (obwohl Köpke selber da nicht viel zu bieten hatte, als er ins Nationalteam kam). Trapp und Karius wurden direkt nach dem Wechsel ins Ausland als Kandidaten für die Nationalelf genannt, durch den Wechsel hat sich aber nichts an deren Qualität geändert. Wenn man die nicht erkannt hat, während die beiden in der Bundesliga spielten, muss man die Kriterien der Sichtung potentieller Kandidaten für die Nationalelf hinterfragen. Horn gegenüber scheint man aber seit einer Weile aufgeschlossener zu sein., vielleicht weil er in Rio dabei war. Einerseits ist das etwas von der verlangten internationalen Erfahrung, andererseits hat er so auch Einsatzbereitschaft und Loyalität gezeigt (es war ja schwierig genug, die Abstellung von Spielern für Rio zu erreichen).

    Mal ganz abgesehen davon: Horn ist ein kluger und sozial verträglicher Spieler. Ich fand ihn schon in ganz jungen Jahren erstaunlich erwachsen. Wenn man sich dann überlegt, dass Leno und Ter Stegen ihre gegenseitige Abneigung kaum verbergen können und so was in einem Turnier echt zum Problem werden kann, wenn der eine Stammtorhüter ist und der andere auf der Bank sitzt …

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