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Stadion-Studie: Ausbau nur mit Dach? „Bedauerlich!“


Ist eine Vorentscheidung gefallen? Ein Ausbau des RheinEnergieStadions im Sinne des 1. FC Köln scheint in weite Ferne gerückt. Am Mittwoch hat das beauftragte Planungsbüro des Architekten Albert Speer die Machbarkeitsstudie eines möglichen Ausbaus vorgestellt. Die Ergebnisse machen einen Neubau immer wahrscheinlicher.

Köln – Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet, wäre ein Ausbau auf 75.000 Zuschauer alleine aufgrund der höheren Lärmbelästigung für die Anwohner nur dann aufzufangen, wenn dem RheinEnergieStadion ein schließbares Dach verpasst würde. Baulich wäre diese Lösung zwar umsetzbar, allerdings mit hohen Kosten verbunden.

Ausbau selbst in einer Minimalvariante nur sehr schwer realisierbar

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker äußerte sich nach der Präsentation der Studie, der auch FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle beiwohnte, zurückhaltend. „Wir wissen nun, dass eine Erweiterung am Standort nach dem Ergebnis der Machbarkeitsstudie technisch und baulich möglich ist“, sagte Reker. „Ob sie sinnvoll und wirtschaftlich ist, muss nun mit allen Beteiligten diskutiert werden.“

Schon etwas weniger neutral äußerte sich FC-Präsident Werner Spinner in einer Stellungnahme der Geissböcke. „Die Machbarkeitsstudie ist zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Ausbau theoretisch möglich, aufgrund der erheblichen planungsrechtlichen und wirtschaftlichen Risiken aber selbst in einer Minimalvariante nur sehr schwer realisierbar ist“, sagte Spinner und schloss an: „Diese Aussage ist aus Sicht des FC natürlich bedauerlich.“

Wichtig, parallel einen möglichen Stadionneubau intensiv zu prüfen

Spinner kündigte an, dass es nun darum gehe, den Dialog mit der Stadt Köln fortzuführen, „um eine Zukunftslösung zu finden, die sowohl für den FC als auch für die Stadt tragbar ist“. Wie diese aussehen dürfte, scheint nach der Studie absehbar. Spinner deutete dies bereits an: „Unabhängig davon ist es für den 1. FC Köln wichtig, parallel die Frage nach alternativen Standorten für einen möglichen Stadionneubau intensiv zu prüfen.“

Ein Neubau an anderer Stelle wird also immer wahrscheinlicher. Der Effzeh hatte gehofft, das RheinEnergieStadion auf 75.000 Zuschauer ausbauen zu können, um durch einen dritten Oberrang neue Logen- und Businessplätze sowie 25.000 Zuschauern mehr Platz geben zu können. Nur durch einen dritten Oberrang wären neben der höheren Kapazität die Vermarktungsmöglichkeiten im Stadion gestiegen, um das Unterfangen Ausbau wirtschaftlich sinnvoll zu gestalten. Alternativ lässt der Effzeh schon seit Monaten nach Plätzen fanden, die einer neuen Arena Platz bieten könnten.

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