Dominic Maroh marschiert beim Effzeh vorne weg. (Foto: GBK)

“Donnerstagabend. Flutlicht. RheinEnergieStadion.”

Köln ist Marohs Zuhause und wird es wohl bleiben

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Plötzlich sitzt Maroh auf dem Podium

Der Tiefschlag zum Europa-Auftakt war gleichzeitig der vorläufige Tiefpunkt für Maroh in der noch jungen Saison 2017/18. Keine einzige Sekunde hatte der Innenverteidiger bis dahin auf dem Platz stehen dürfen. Aber zumindest hatte er immer im Kader gestanden. Warum auch nicht? Nie zuvor hatte Maroh in der Bundesliga unter Peter Stöger nicht im Kader gestanden. Wenn er gefehlt hatte, dann verletzt oder gesperrt. War Maroh fit, stand er mindestens im Kader, wenn nicht in der Startelf. Nicht so gegen Arsenal. Nicht so an dem Tag, der die Welt für Maroh bedeutet hätte.

Nun, zwei Monate später, ist alles anders. Maroh ist wieder der uneingeschränkte Abwehrchef der Geissböcke. Nicht, weil Verletzungen anderer Spieler ihn ins Team gespült hätten, sondern weil er sich den Platz erkämpft, erarbeitet hat. Wie so oft in den Jahren zuvor. Zwei Monate nach dem Tiefpunkt sitzt Maroh am Tag vor dem Rückspiel gegen den FC Arsenal sogar für den Effzeh auf der Bühne bei der offiziellen UEFA-Pressekonferenz. Maroh neben Stöger, vor zwei Monaten noch ein Duo, das nicht gänzlich glücklich miteinander war, nun wiedervereint und gewillt, gemeinsam den Karren aus dem Dreck zu ziehen.

Das ist ein Festtag. Den sollten wir genießen

Ob Maroh sich inzwischen wieder als Abwehrchef sehe? “Aufgrund meines Alters rutsche ich da automatisch rein”, sagt der 30-Jährige. Der Innenverteidiger spricht selbstbewusst, so, wie man es von ihm kennt. “Ich fülle das gerne aus. Ich bin etwas lauter als andere, organisiere etwas mehr als die jungen Spieler. Das ist aber völlig normal. Ich mache das gerne, das macht mir riesigen Spaß. Ich bin froh, ein wichtiger Teil zu sein.” In den letzten Tagen lautete nur noch die Frage: Wer spielt neben Maroh? Als Dominique Heintz noch fit war, war dies klar. Die anderen Innenverteidiger mussten sich hinten anstellen. Nun müssen Frederik Sörensen und Jorge Meré um den Platz neben Maroh kämpfen.

Gegen Arsenal wird es Meré sein. Weil Sörensen am kommenden Sonntag gegen Hertha BSC gesperrt sein wird, soll sich der Spanier mit dem Abwehrchef einspielen. Meré war es, der im Hinspiel den Platz Marohs eingenommen hatte. Nun spielen sie im Rückspiel Seite an Seite. Maroh verspürt nur noch Vorfreude auf das Spiel, das um 19 Uhr angepfiffen wird. Das Hinspiel ist vergessen. “Wir wurden für die überragende letzte Saison mit Arsenal belohnt. Das ist ein Festtag. Den sollten wir genießen”, sagt Maroh. “Wer weiß, wie viele von uns so ein Spiel noch einmal erleben dürfen”, und denkt dabei wohl auch sich selbst. Man hat keinen Zweifel, dass er meint, was er sagt. “Donnerstagabend. Flutlicht. RheinEnergieStadion. Es gibt für mich persönlich nichts Schöneres. Ich spiele am liebsten zuhause.” Und weil der FC inzwischen Marohs 2018 auslaufenden Vertrag verlängern will, wird das RheinEnergieStadion auch noch länger Marohs Zuhause bleiben.

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