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Für den Umbruch: Fünf Aufgaben für Chef Ruthenbeck

Ein Balanceakt vor dem nötigen Umbruch

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3. Eine neue Spielidee für mehr Gefahr

Das DFB-Pokal-Spiel auf Schalke zeigte eindrücklich, woran die Geissböcke in dieser Saison auch offensiv kranken. Nur zehn Tore erzielte der FC in der Bundesliga. In 14 von 26 Pflichtspielen in dieser Spielzeit blieb Köln ohne eigenen Treffer. Eine katastrophale Ausbeute, die nicht nur an den Stoßstürmern und der Verletzungsmisere lag. Wie schon in den Jahren zuvor demonstrierten die Spieler hinter dem Angriff eine erschreckende Abschlussschwäche. Niemand konnte sich torgefährlich hervortun, die Abhängigkeit von Anthony Modeste in den letzten Jahren wurde auf dramatische Weise offensichtlich. Auch, weil den Geissböcken die spielerischen Mittel fehlten, um im gegnerischen Drittel für Gefahr zu sorgen. Über die Außenpositionen fehlten Schnelligkeit und Laufwege in die Zwischenräume der gegnerischen Ketten. Aus dem Mittelfeld fehlten Mut und Passqualität, um diese Zwischenräume zu bespielen. Im Strafraum fehlten die abgesprochenen Laufwege, um letzte Pässe anbringen und verwerten zu können. Und dass sich die Gegner bei Kölner Ecken und Freistößen keine Sorgen machen brauchten, trug zur offensiven Harmlosigkeit des FC bei.

4. Trainingssteuerung für weniger Verletzte

Zum Trainingsauftakt am 2. Januar erwartet Stefan Ruthenbeck sieben der 13 verletzten Spieler zurück. Sie gelten einerseits als Hoffnungsträger für eine bessere Rückrunde, insbesondere Nationalspieler Jonas Hector. Andererseits kam es in den vergangenen Monaten vermehrt vor, dass sich verletzte Spieler nach ihrer Rückkehr neuerliche Blessuren zuzogen. Diese Re-Verletzungen hatte Köln über Jahre im Griff, nicht jedoch in dieser Saison. Ruthenbecks Trainerteam wird durch eine entsprechende Trainingssteuerung dafür sorgen müssen, dass die zurückkehrenden FC-Profis gesund und fit bleiben sowie die noch immer verletzten Spieler zeitnah wieder an die Mannschaft herangeführt werden können. Soll es für ein Wunder reichen, kann sich die Mannschaft keine personellen Rückschläge mehr erlauben.

5. Den Umbruch im Sommer einleiten

Ruthenbeck steht vor der schwierigen Aufgabe, einen Balanceakt vollführen zu müssen. Einerseits wollen die Geissböcke doch noch das Wunder schaffen und den Klassenerhalt sichern. Dafür benötigt der Chefcoach die besten Spieler. Andererseits ist nach den letzten Monaten deutlich geworden, dass der Effzeh im kommenden Sommer einen Umbruch benötigt und Sportchef Armin Veh die Mannschaft verändern muss. Im Falle eines Abstiegs würde dieser Umbruch deutlicher ausfallen, einstige Leistungsträger würden den Verein verlassen, junge Talente, die zuletzt einsprangen, aufrücken. Diese könnten nun schon in der Rückrunde mehr Spielzeit erhalten. Doch der FC will keine Halbserie unter Testbedingungen für die Zweite Liga spielen. So ist zwar zu erwarten, dass Ruthenbeck in den verbliebenen 17 Spielen bis Mai vermehrt auf jüngere Spieler setzen wird. Das richtige Maß zu finden, wird jedoch einer seiner schwierigsten Aufgabe für die kommenden Monate.

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