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Pro und Contra: Der Brief des Vorstands und die Folgen

Öffentliches Nachtreten schadet dem FC

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Contra: Öffentliches Nachtreten schadet dem FC

Zur Wahrheit dieses Briefes gehört auch, dass Werner Spinner, Toni Schumacher und Markus Ritterbach nur noch eine Zweckgemeinschaft bilden, die ihre Kommunikation untereinander auf das Nötigste beschränkt hat. Dieser Zustand schadet dem 1. FC Köln, weshalb sich die Vorstände zusammenreißen und eine Lösung finden müssen. In der aktuellen Krise und in einer derart instabilen Lage mag es verantwortungsvoll sein, einen Rücktritt auszuschließen. Doch das Präsidium muss sich mittelfristig die Frage stellen, ob es in dieser Zusammenstellung noch optimal im Sinne des Klubs agieren kann.

Darüber hinaus muss sich der Vorstand fragen, welches Bild der Effzeh in Zukunft nach außen abgeben möchte. In den letzten Wochen – und das untermauerte auch der offene Brief am Sonntag – musste jeder, der dem 1. FC Köln den Rücken kehrte, öffentlich Kritik einstecken. Ob Anthony Modeste im Sommer, Jörg Schmadtke und Peter Stöger nach ihren Abgängen, Horst Heldt nach dessen geplatztem Wechsel zum FC – die Verantwortlichen teilten verbal hinterher immer aus. Im Fußballjargon nennt man es Nachtreten. Eine hässliche Eigenschaft, mit der sich die FC-Bosse in den letzten Monaten keinen Gefallen getan haben. Auch schon in der Vergangenheit gab es dieses Phänomen, der geschasste Aufsichtsrat Dr. Jürgen Sieger wurde ebenso öffentlich vom Hof gejagt wie der ehemalige Torjäger Anthony Ujah.

Contra: Das fehlte dem FC zuletzt

Apropos Diffamierungen: Werner Spinner beschwerte sich am Montag selbst darüber, dass ihm dies in den letzten Wochen in der medialen Berichterstattung widerfahren sein. Der offene Brief hatte noch den Eindruck erweckt, dass die Kritik an seiner Person und am Vorstand durchaus berechtigt gewesen war. Auf der Pressekonferenz am Montag erklärte er allerdings, er habe Teile der Berichterstattung als „unerträglich“ empfunden. In der Tat musste Spinner zuletzt viel einstecken. Doch wie der Brief selbst erkennen ließ: Zur Kritik gab es auch allerhand Anlässe.

Am Montag auf der Pressekonferenz sprach Spinner an, warum Armin Veh genau der richtige Mann für den FC sei. „Sein Kommunikationsvermögen, seine Klarheit und Offenheit in dem, was er will, dazu seine Persönlichkeit, die Empathie und Optimismus beinhaltet“, lobte Spinner den neuen Mann und sagte: „Das sind Eigenschaften, die in Zukunft beim 1. FC Köln eine große Rolle spielen werden.“ Im Umkehrschluss waren dies jene Werte, die in der jüngeren Vergangenheit verloren gegangen waren.

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