Dirk Schuster. (Foto: Jan Hübner)

Vorliebe für erfahrene Trainer: Wen holt Veh nach Köln?

Ein beschränkter Markt vertragsloser Trainer

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Ein beschränkter Markt vertragsloser Trainer

Jens Keller war bekanntermaßen gerade bei Union Berlin entlassen worden, da fand er sich auch schon in die Kölner Gerüchteküche wieder. Dafür verantwortlich war sein Berater Thomas Eichin, der ihn – so durchschaubar wie stillos – höchstselbst am Geißbockheim ins Gespräch brachte. Das dürfte Keller nicht gerade geholfen haben. Doch der kernige Trainertyp Keller stünde zumindest zur Verfügung und würde auch in die Zweite Liga gehen – ob er aber bei sofortigem Antritt im Januar einen Abstieg im Sommer überleben würde, sei dahin gestellt.

Gleiches gilt für Dirk Schuster, der in Darmstadt über Jahre hinweg beeindruckende Arbeit ablieferte, mit den Lilien sogar die Bundesliga hielt, dann aber in Augsburg sein Waterloo erlebte. Dubiose Entlassungsgründe, die von FCA-Seiten nur angedeutet, aber nie geklärt, von Schuster wiederum nie kommentiert wurden, haben ihn bislang von weiteren Engagements fern gehalten. Auch Schuster fühlt sich dem FC verbunden, stünde wohl sofort bereit und würde auch in die Zweite Liga gehen. Wenn er denn dürfte. Ein bodenständiger Typ, der allerdings nicht gerade für innovativen Fußball steht.

Die Verdrängten

Dann gibt es eine Riege an Fußballtrainern, die in den letzten Jahren von der jungen Garde verdrängt wurde. Ob Mirko Slomka, Michael Frontzack oder Mike Büskens – sie alle würden zwar nach Vehs Vorstellungen mit Bundesliga-Erfahrung daher kommen. Bei den FC-Fans hätten sie aber wohl von Beginn an keinen Kredit. Mit großer Skepsis würden auch Tayfun Korkut oder André Schubert begrüßt werden. Auch sie stehen aktuell zur Verfügung, ihre Namen zeigen aber schon, wie schwer der Markt verfügbarer aktuell zu bearbeiten ist.

Bernd Hollerbach wäre derweil wieder ein Trainer, der über längere Zeit bei den Würzburger Kickers bewiesen hat, dass er eine Mannschaft aufbauen, entwickeln und nach oben führen kann. Nach dem Abstieg im vergangenen Sommer ist der 48-Jährige ohne Job. Ein anderer mit einem ähnliche Profil wurde erst kürzlich beim VfL Bochum entlassen: Ismail Atalan baute bei den Sportfreunden Lotte über drei Jahre hinweg einen erfolgreichen Drittligisten auf. Im Ruhrpott hingegen wurde er Opfer einer zerstrittenen Klubführung. Doch ob einer der beiden das Format hat, den 1. FC Köln aus der Krise zu führen?

Oder doch ein junger Wilder?

Und dann wären da doch noch Nachwuchstrainer, denen in den kommenden Jahren der Sprung in die Profi-Ligen zugetraut wird. Benjamin Hoffmann und Jan Siewert vom BVB, Marco Wildersinn von 1899 Hoffenheim und Robert Klauß bei RB Leipzig gelten als hoffnungsvolle Trainertalente mit Potential für mehr. Doch es scheint kaum vorstellbar, dass sich Armin Veh beim 1. FC Köln nach seinen Aussagen im vergangenen Sommer auf gerade so einen Trainer stürzen wird. Vehs Aufgabe in der Trainerfrage wird also eine Mammutaufgabe, denn die Fußstapfen von Ex-Coach Peter Stöger sind groß. Gut möglich, dass der FC dafür lieber noch einmal Geld in die Hand nimmt und einen Trainer aus dessen bestehendem Vertrag herauszukaufen versucht. Am Montag wird Veh bei seiner Vorstellung erklären müssen, was ihm vorschwebt.

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