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Das neue körperliche Spiel: Der FC hält die Knochen hin

Was der FC jetzt anders macht

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Wir laufen jetzt mehr

Auch dem Torhüter ist aufgefallen, dass sich der Effzeh in der Rückrunde deutlich fitter präsentiert. „Der große Unterschied ist, dass wir jetzt mehr laufen. Ich weiß nicht, wie viele Kilometer wir heute oder gegen Gladbach gelaufen sind. Das waren bestimmt sieben oder acht Kilometer mehr als in der Hinrunde. Da sind wir oft in den entscheiden Situationen nicht an den Ball gekommen.“

Damit hat Horn allerdings nur teilweise Recht. Im Derby gegen Gladbach lief die Mannschaft zwar stolze 123,2 Kilometer – ein Topwert. Gegen den HSV hatte der Effzeh mit 111,7 Kilometern jedoch die geringste Laufleistung des Spieltags. Der HSV lief mit 114,0 Kilometern jedoch nur unwesentlich mehr. Die geringe Laufleistung lag vor allem darin begründet, dass der Effzeh in der 67. Minute das 2:0 erzielte. Danach, das zeigten die Statistiken, gingen die Laufwerte aller 22 Spieler auf dem Feld stark zurück. Köln verwaltete das Spiel, mehr war nicht mehr nötig.

Zum Vergleich: In den Hinrundenspielen gegen Mainz und Freiburg war die Mannschaft beispielsweise auch nur 113 Kilometer gelaufen – lief dabei aber dem Geschehen und dem Gegner irgendwann nur noch hinterher. Inzwischen, insofern hatte Timo Horn aber doch Recht, läuft Köln unter Stefan Ruthenbeck im Schnitt rund zwei Kilometer pro Spiel mehr als unter Peter Stöger.

Kriegen immer noch einen Fuß an den Ball

Diese wiedergewonnene Fitness und Spritzigkeit beschrieb Horn denn auch aus der Sicht eines Torhüters mit einem großen Vorteil. „Jetzt kriegen wir in den entscheidenden Situationen immer noch einen Fuß an den Ball. Dann übersteht man auch Drangphasen. Wir haben in Hamburg nicht über 90 Minuten gut gespielt, aber wir waren sehr effektiv.“ Tatsächlich lief Köln zwar weniger als Hamburg, doch bei der Anzahl der Sprints lagen beide Teams gleichauf. Die HSV-Spieler legten 215 Sprints zurück, die Kölner 212. In den intensivsten Duellen gaben sich die Mannschaften also nichts.

Özcan als Dauerläufer

Einer, der wie kaum ein anderer für diese neue Körperlichkeit steht, ist Salih Özcan. Der Youngster ist in seinem Spiel zwar weiterhin nicht fehlerfrei. Dennoch arbeitet er im Zentrum unermüdlich. Das zeigte sich schon in der Vorbereitung. „Salih hat einen Laktatwert, den gibt es eigentlich gar nicht. Das ist überragend“, hatte Ruthenbeck den 19-Jährigen gelobt. Das Eigengewächs stand seit dem Spiel in Hannover am 24. September in jedem Spiel auf dem Platz und spulte regelmäßig deutlich über zehn Kilometer ab. Gegen den HSV lief Özcan 11,5 Kilometer, gegen Gladbach waren es 12,3 Kilometer. Werte, die zwar nicht dafür sorgen, dass der Ball im gegnerischen Tor landet oder nicht im eigenen Gehäuse. Doch die Kölner haben sich im wahrsten Sinne wieder zurück in die Liga gebissen.

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