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Die Lehre zur Rückrunde: Jetzt sind die Spieler verantwortlich

Der große Kader und die Suche nach Lösungen

Der große Kader als Chance

Stefan Ruthenbeck hat bislang nur einen Neuzugang begrüßen können. Der Kader der Geissböcke ist dennoch um ein halbes Dutzend Spieler angewachsen. Mit Yann Aurel Bisseck, Chris Führich, Filip Kusic, Anas Ouahim und Birk Risa hat er fünf Youngster bei den Profis behalten, die für mehr Konkurrenz sorgen sollen. Dank der Rückkehr der Verletzten ist der Trainingskader inzwischen auf 24 Feldspieler plus drei Torhüter angewachsen. Sechs Profis (Bittencourt, Cordoba, J. Horn, Maroh, Queiros, Risse) warten auf ihre Genesung. Sobald auch sie wieder da sind, stehen Ruthenbeck insgesamt 33 Spieler zur Verfügung. Das ist viel, weiß der FC-Coach. Aber auch zu viel? Der 45-Jährige warnte bereits seine Mannschaft, dass Unzufriedenheit aufsteigen könnte. Das wäre eine große Herausforderung für den Cheftrainer, der in den kommenden Wochen auch als Moderator gefragt sein wird. Der angewachsene Kader stellt für ihn eine beachtliche Chance dar, schließlich kann er wieder auf fast alle Spieler zurückgreifen. Diese gestiegene Auswahl darf sich nur nicht als Bumerang erweisen.

Transfers? Nicht um jeden Preis

Deswegen halten sich Ruthenbeck und Sportchef Armin Veh auch noch auf dem Transfermarkt zurück. Bekanntlich steht ein Rechtsverteidiger ganz oben auf der Wunschliste. Andererseits weiß Ruthenbeck, dass auf anderen Positionen die Konkurrenz übermäßig groß ist. „Wenn man sieht, wie viele Stürmer wir haben, oder wenn man sieht, wie viele Sechser im Kader stehen“, sagte Ruthenbeck, dann sei klar, dass Spieler sich nicht gewürdigt fühlen werden. „Genauso würden wir mit jedem weiteren Kauf Gefahr laufen, Spieler zu verlieren, die wir gar nicht verlieren wollen. Da müssen wir aufpassen.“ So groß die Freude über den aktuell großen Kader auch ist, so sehr limitiert dies aktuell die Optionen auf dem Transfermarkt.

Fokus auf das Derby

Für das erste Spiel zum Rückrundenauftakt spielen weitere Transfers aber noch keine Rolle. Ruthenbeck hat seinen Kader beisammen. Das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntag soll der Startschuss werden für einen neuen FC. Alle Nebenkriegsschauplätze der letzten Monaten müssen beiseite gelassen werden. Alle Positionen auf den Führungs- und Trainerebenen wurden neu besetzt. Die Verletztenmisere scheint größtenteils überstanden. Die Europa League und der DFB-Pokal liegen hinter dem FC. Es gibt nur noch eine einzige Belastung: die Bundesliga. Es kann nun also nur noch um Fußball in diesem einen Wettbewerb gehen. Und für diesen sind ab sofort nur noch die Spieler verantwortlich. Sie stehen in der Pflicht, sie müssen jetzt liefern. Viele von ihnen haben mit Blick auf die verpatzte Hinrunde einiges gutzumachen. Andere wollen die Chance nutzen, sich ihren Platz zu erkämpfen. Eine Mischung, die funktionieren kann – und sofort funktionieren muss, soll es mit dem Wunder Klassenerhalt doch noch was werden.

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