Nach Rücksprache mit dem Videoassistenten wurde der Kölner Treffer zum 2:1 zurückgenommen. (Foto: Mika Volkmann)

Abseitsentscheidungen treffen den Effzeh ins Herz

Dem Videobeweis fehlt eine klare Linie

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Die Frage nach der klaren Linie

Die Korrektur des vermeintlichen Siegtreffers war für jeden FC-Fan am Samstagnachmittag ein Stich ins Herz. Auch wenn die Entscheidung korrekt getroffen wurde, bleibt am Ende die Frage nach der Gerechtigkeit. „Bei der Kokurrenz gab es in den letzten Wochen diese Abseitstore, die eben nicht zurückgepfifen wurden. Da fehlt mir ein bisschen das Verhältnis“, wunderte sich Trainer Stefan Ruthenbeck nach der Partie. Noch vor drei Wochen sicherte Filip Kostic dem HSV mit seinem Treffer zum 1:1 gegen RB Leipzig einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf. Doch auch der Hamburger stand bei seinem Tor im Abseits. In dieser Situation griff der Videoschiedsrichter allerdings nicht ein. „Es sind keine klaren Richtlinien beim Videobeweis erkennbar. Mal ja, mal nein. Das ist schon Wahnsinn“, ärgerte sich auch Timo Horn nach der Partie über die Ungleichheiten beim Einsatz des Videobeweises. 

Das ist brutal

Auch Armin Veh brachte nach dem Spiel nur wenig Verständnis für die undurchsichtigen Entscheidungen der Schiedsrichter in der Videozentrale auf. „Es war kein klares Abseits. Es war ja eng. Und es gibt ja keine Linien. Manchmal geben sie den Videobeweis und manchmal nicht. Wenn du selber betroffen bist, dann gefällt einem das natürlich nicht. Auf der anderen Seite pfeifen sie dann, obwohl es klar kein Abseits war. Wenn du in der 94. Minute das 2:1 machst und drei Minuten später wird es wieder aberkannt, dann ist das brutal.“

Noch keine Hilfslinien für den Videoschiedsrichter

Dass es für die Videoassistenten schwierig ist, die Entscheidungen um Abseitssituationen mit einhundertprozentiger Sicherheit treffen zu können, liegt daran, dass den Schiedsrichtern in der Videozentrale in Köln keine Abseitslinien als Hilfsmittel vorliegen. Wann diese eingeführt werden sollen, ist derzeit noch unklar. Erst wenn zertifizierte und zugelassene kalibrierte Linien zur Verfügungen stehen, würden diese laut DFB den eigenen Qualitätsansprüchen gerecht werden. Die TV-Linien würden derzeit noch nicht über die nötige Genauigkeit verfügen. Fraglich bleibt dabei, inwieweit der Videobeweis bei Abseitssituationen gänzlich ohne Linie zur Sicherheit bei Entscheidungen beitragen kann.

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