Doppelpack ohne Erfolg in Frankfurt: Simon Terodde. (Foto: imago/Huebner)

Die harmlosen Sturmpartner für Simon Terodde

Guirassy hat zu viele Probleme, Pizarro zu wenige

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Guirassy: Mental noch nicht stark genug

15 Tore wollte Sehrou Guirassy in dieser Saison machen. Vier Bundesliga-Tore hat er bislang erzielt, zwei davon per Elfmeter. Der Franzose entpuppte sich als einer der wenigen Gewinner vor Hinrunde. Doch als Simon Terodde beim FC aufschlug, war es mit dem neu gewonnenen Selbstvertrauen dahin. Guirassy merkte, dass er plötzlich nicht mehr die Nummer eins im Sturm war. Schon tauchte er wieder ab. Zwei Kurzeinsätze gegen Gladbach und Augsburg, ein indiskutabler Auftritt von Beginn an gegen Dortmund, zuletzt mit Sprunggelenksproblemen aus dem Trainingsbetrieb raus. Der junge Angreifer hat unbestritten großes Potential. Aber gerade mental ist er noch nicht stark genug. Auch, weil er sich schon weiter sieht, als er eigentlich ist. Gerade defensiv hat der 21-Jährige noch großen Nachholbedarf.

Osako: Der unfitte Hochbegabte

In der Europa-Saison war Yuya Osako einer der überragenden Spieler beim FC. In dieser Saison kommt der Japaner einfach nicht auf die Beine. Die Dreifachbelastung plus Nationalmannschaft warf ihn im Herbst komplett aus der Bahn. Es folgte eine Lungenentzündung, nun vor einer Woche ein Magen-Darm-Effekt. “Wir müssen bei ihm aufpassen”, mahnte Ruthenbeck. Der Japaner kann so viel mehr, als er bislang in dieser Saison gezeigt hat. Doch der 27-Jährige muss sich auch an die eigene Nase fassen und auf seinen Körper hören. Technisch gehört er unbestritten zum Besten, was der FC zu bieten hat. Dafür aber braucht Osako seine Fitness. Für die ist er auch selbst verantwortlich. “Ich hoffe, dass er diese Woche wieder normal trainieren kann. Es geht ihm besser”, sagte Ruthenbeck, der gegen Frankfurt auf ihn verzichtete. “Yuya hatte die Frische nicht. Und wenn wir von 100 Prozent und von Endspielen reden, muss ich dann anderen Spielern die Chance geben sich zu beweisen.”

Pizarro: Unbeteiligter WM-Kandidat

Einer, der gerade keine großen Sorgen zu haben scheint, ist Claudio Pizarro. Der 39-Jährige macht nicht den Eindruck, als würde ihn die Lage des 1. FC Köln großartig belasten. Das kann von Vorteil sein, zeugt in diesen Tagen aber auch von einer gewissen Gleichgültigkeit, die auch Teile der Mannschaft mittlerweile spürt. Es gibt Kritik hinter vorgehaltener Hand am Peruaner. Fünf Minuten in zwei Kurzeinsätzen bekam der Altstar in der Rückrunde bislang. Ob noch viele mehr hinzukommen? Kaum vorstellbar. Der FC ist für Pizarro nebst einem üppigen Gehalt die Chance, im Trainingsbetrieb zu sein, um fit zur WM 2018 zu fahren. Auf mehr dürfen die FC-Fans bei Pizarro wohl nicht mehr hoffen. Oder kann er die Kritiker doch noch Lügen strafen?

Zoller: Bleibt ihm nur die Jokerrolle?

Gegen Gladbach durfte Simon Zoller von Beginn an neben Terodde ran. Defensiv warf der 26-Jährige wieder einmal alles rein. Offensiv gelang ihm dagegen fast nichts. Das war gegen Dortmund anders. Zoller kam für Clemens, traf zum zwischenzeitlichen 1:1 und machte ein gutes Spiel – allerdings auf der rechten Außenbahn. Auch gegen Frankfurt kam Zoller in der zweiten Halbzeit, wieder über die Außenbahn. Ruthenbeck ist offenbar von seiner eigenen Vorgabe wieder abgerückt, Zoller nur noch in der Spitze einzusetzen. Wenig überraschend, denn auf den Außen klafft bekanntlich ein riesiges Loch beim FC. Zoller könnte sie füllen, obwohl er die Rolle nicht mag. Zumindest aber nahm er sie in der Vergangenheit immer mit vollem Einsatz an. Oder bleibt für ihn weiter nur die Jokerrolle?

Fazit: Osako vor Zoller

Yuya Osako ist in Ruthenbecks Augen aktuell die beste Lösung im Sturm neben Simon Terodde. Dafür muss der Japaner aber körperlich wieder zulegen. Simon Zoller scheint aktuell die Lösung Nummer zwei zu sein, allerdings wird er auf den Außen respektive als Joker gebraucht. Das alte Leid, also. Dahinter wird es sehr dünn. Cordoba machte es als Joker gegen Dortmund stark, von Beginn an gegen Frankfurt schwach. Guirassy hat aktuell große Probleme, Pizarro dagegen zu wenige. Ruthenbeck sagte nach dem Frankfurt-Spiel deutlich: “Wenn ich im Training andere Konstellationen gesehen hätte, hätte ich sie gewählt. Das habe ich aber nicht.” Eine klare Kritik also auch an den Trainingsleistungen seiner Angreifer. Ob diese es verstanden haben? Denn der FC braucht im Abstiegskampf weiter Tore – nicht nur von Simon Terodde.

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