Daniel Meyer im Interview mit dem GEISSBLOG.KOELN. (Foto: GBK/1. FC Köln)

“Jörg Jakobs war als Bindeglied zur Lizenzabteilung für uns ideal”

Ich halte die U21 für einen Wettbewerbsvorteil

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Ich halte die U21 für einen Wettbewerbsvorteil

Wie ist das bei Nartey oder Perry?

Bei beiden war es so, dass ihre Verträge ausliefen. Nikolas Nartey konnten wir so mit relativ geringen Mitteln ein halbes Jahr vor Vertragsende rausholen, bei Nebiyou Perry war der Vertrag bereits ausgelaufen. Bisher waren wir weit, weit von Millionentransfers in diesem Altersbereich entfernt. Wir werden auch in der nächsten Zeit nicht diejenigen sein, die den dicksten Scheck ausstellen. Wir wollen für die Jungs einen guten Plan haben, in dem sie sich gut ausgebildet und betreut fühlen.

Welche Rolle spielt da die U21? Andere Klubs lösen ihre Zweitvertretung auf. Der FC nicht.

Ich halte die U21 mittlerweile für einen klaren Wettbewerbsvorteil. Und es würde mich mal interessieren, wie es inzwischen die Klubs sehen, die ihre U21 oder U23 abgeschafft haben.

Es gibt U19-Spieler, die sagen: Die U21 ist nicht mein Niveau.

Warum?

Weil nicht jeder 18-Jährige schon dafür geschaffen ist, zu den Profis zu wechseln. Was macht man mit diesen Spielern dann? Jonas Hector ist ein Paradebeispiel. Andere Beispiele sind jetzt Filip Kusic, Anas Ouahim und Chris Führich. Manche machen den großen Sprung, auch körperlich, erst zwischen 19 und 21. Das können diese Spieler in der U21 erreichen, weil sie sich dann nach dem Abitur auch mal zwei Jahre vollkommen auf den Fußball konzentrieren können. Denn sie laufen bei der U21 in einem Profi-Konstrukt mit. Sie trainieren mehr als die Profis, machen in zwei Jahren 50 bis 60 Regionalligaspiele und nutzen die ganze Power eines Bundesligaklubs. Sie sind hier definitiv besser aufgehoben als bei manchem Drittligisten.

Und das ist ein Argument für die Talente?

Ja, weil sie wissen, dass sie nach den A-Junioren nicht sofort im Niemandsland verschwinden, sondern bei einem Bundesligaklub in der zweiten Mannschaft noch zwei Jahre weiter eine Top-Ausbildung genießen. Und wer den Sprung dann nicht zu den Profis schafft, kann sich seinen Klub anschließend in der Zweiten oder Dritten Liga fast aussuchen.

Sehen das alle Spieler so?

(lacht) Nein. Es gibt Spieler in der U19, die sagen: Die U21 ist nicht mein Niveau. Die sehen sich viel weiter und wollen sich die U21 nicht antun. Das halte ich für eine Fehleinschätzung.

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