Stefan Ruthenbeck und Marco Höger besprechen eine taktische Änderung. (Foto: imago/Eibner)

Ruthenbeck gesteht: „Da habe ich mich verzockt“

Ruthenbeck übernimmt die Verantwortung

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Ruthenbeck übernimmt die Verantwortung

Nach der Partie gestand Stefan Ruthenbeck, dass die Anfangsphase auf seine Kappe ging. „In der ersten Halbzeit waren wir zu passiv, das lag klar in meiner Verantwortung“, sagte der FC-Coach nach den enttäuschenden 90 Minuten von Frankfurt. Auch, wenn er seinen Spielern sicherlich nicht vorgegeben hatte, jeglichen Zweikämpfen aus dem Weg zu gehen, musste er erkennen, dass seine Spieler die Marschroute nicht umgesetzt bekamen. „Wir wollten tiefer stehen und über das Umschalten kommen. Aber wir haben keinen Druck aufbringen können. Da muss ich mich als Trainer in die Verantwortung nehmen und sagen: Es hat nicht geklappt, was wir uns vorgenommen haben. Ich habe heute Fehler gemacht.“

Ehrliche Worte, die wohl auch in der Mannschaft wahrgenommen wurden. Denn die Spieler hatten andererseits von ihrem Trainer nach dem Spiel ebenfalls deutliche Kritik zu Ohren bekommen. Der Einbruch unmittelbar nach dem Ausgleich dürfte auch noch in einigen Tagen für die Verantwortlichen ein Rätsel bleiben. Drei Gegentore in acht Minuten, davon zwei nach Standards, Auflösungserscheinungen im Defensivverhalten und ein  Trainer, der eindeutig feststellte: „Heute ist eine neue Baustelle aufgegangen: das Verteidigen von Standards. Da hat weniger die Zuteilung nicht gestimmt als die Konsequenz, alles dafür zu tun, das Ding zu verteidigen. Wir haben nicht alles dagegen gesetzt.“

Risse kritisiert risikoreiche Ausrichtung

Beim 1:2 durch Marco Russ standen Heintz, Sörensen und Meré allesamt beim Frankfurter und schafften es doch nicht, das Tor zu verhindern. Beim 1:3 erzielte der an diesem Tag äußerst schwache Jonas Hector beinahe erst ein Eigentor, ehe Simon Falette schneller schaltete als Sörensen und den Ball über die Linie drückte. Zwei Freistöße, die der FC durch Konzentrationsschwächen und individuelle Fehler kassierte und deren Folgen irreparabel waren. „In dieser Phase machen wir erst nicht unverdient das 1:1“, sagte Ruthenbeck. „Eigentlich denkst du, dass es jetzt losgeht. Aber genau dann verteidigen wir die Freistöße nicht. Das war bitter. Auch das vierte Gegentor war ganz schlimm verteidigt. Plötzlich stand es 1:4 und man fragte sich: Was ist in den acht Minuten passiert?“

Auffällig war, dass der FC erneut – wie schon gegen Dortmund – nur eine Minute nach einem Ausgleichstreffer gleich wieder durch eine Nachlässigkeit in Rückstand geriet. Waren die Spieler wieder nur noch auf Offensive gepolt, ohne an die Defensive zu denken? „Wir machen hier den Ausgleich und kassieren dann direkt wieder das Gegentor“, kritisierte Comebacker Marcel Risse und schob hinterher: „Ich weiß nicht, ob es so gut ist, wenn wir Harakiri spielen. Im Moment brauchen wir jeden Punkt, dafür müssen wir cleverer spielen.“

Das hat nichts mit Harakiri zu tun

Ruthenbeck hat aber bekanntlich vorgegeben, dass Unentschieden aktuell nicht ausreichen und der FC auf Sieg spielen sollte. Der FC-Coach wollte den Vorwurf allerdings nicht gelten lassen, denn die Tore nach dem Ausgleich waren nicht der taktischen Ausrichtung geschuldet. „Ich ärgere mich, dass wir nicht von Beginn an aktiver gepresst haben. Da habe ich mich verzockt. Aber die zwei Tore, die wir nach dem Ausgleich kassieren, sind Standardsituationen. Das hat nichts mit Harakiri zu tun“, sagte der 45-Jährige deutlich. Dennoch blieb am Ende der zweiten Niederlage in Folge: sieben Gegentore in zwei Spielen – der FC muss seine Abwehr wieder in den Griff bekommen. Denn als Schießbude der Liga steigt Köln garantiert ab.

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