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Die Peinlich-Pleite: Das war gut, das war schlecht

Eine Warnung für das Endspiel

Das war schlecht

Der Effzeh erlaubte sich am Samstag auf ganzer Linie zu versagen. Mitunter schien ein überforderter Drittligist im DFB-Pokal bei einem spielfreudigen Bundesligisten anzutreten. Der FC bekam keinen Zugriff auf das TSG-Mittelfeld, versuchte hoch zu pressen, ließ sich dann aber wie eine Schülermannschaft überspielen. Zweite Bälle landeten fast immer beim Gegner, das Tempo der schnellen Hoffenheimer war für Köln nie zu kontrollieren. Darüber hinaus waren die Geissböcke körperlich auch in den Zweikämpfen unterlegen, wie Zoller, Osako und Bittencourt im Angriff immer wieder erfahren mussten.

In der Schaltzentrale leisteten sich Marco Höger und Vincent Koziello haarsträubende Ballverluste und kamen nie mit dem Druck der Hoffenheimer klar. Einerseits, weil sie keine Lösungen im Spielaufbau fanden. Andererseits, weil ihre Mitspieler ihnen keine Lösungen anboten, falsche Laufwege wählten oder diese nicht mit der nötigen Intensität bestritten. Erst, als Hoffenheim schon das 3:0 markiert hatte, kam Köln zumindest in Ansätzen zu Chancen. Da war das Spiel aber schon längst gelaufen.

Zu allem Überfluss mussten die Geissböcke dieses Spiel nahezu ohne jegliche Fan-Unterstützung absolvieren. Da den „Boyz“ zu Spielbeginn eine Zaunfahne von Gladbach-Fans geklaut worden war (mehr dazu hier), verließ ein Großteil der Ultras das Stadion bereits kurz nach dem Anpfiff. Damit war es von fünf Auswärtsspielen in der Rückrunde bereits das vierte Mal, dass das FC-Team auf die Unterstützung seiner lautstärksten Fans verzichten musste (Frankfurt, Leipzig, Bremen, Hoffenheim).

So geht es weiter

Alles oder nichts: So muss nun das Motto für den 1. FC Köln am kommenden Samstag im Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 lauten. Zunächst müssen die Geissböcke hoffen, dass die Rheinhessen am Ostersonntag gegen Borussia Mönchengladbach nicht gewinnen. Dann braucht es unbedingt einen Sieg gegen den FSV in der kommenden Woche.

Da der VfL Wolfsburg bei Hertha BSC gepunktet hat, sind die Wölfe nun sechs Zähler weg und weisen ein um 19 Tore besseres Torverhältnis auf. Der Effzeh müsste also sieben Punkte auf den VfL gut machen, um an ihm vorbeizuziehen. In sechs verbliebenen Spielen eine Herkulesaufgabe. Umso wichtiger wird es sein, an Mainz heranzukommen und die Rheinhessen noch einmal unter Druck zu setzen. Die Voraussetzung dafür ist freilich, dass der FC selbst mit diesem Druck klar kommt. Am Samstag in Hoffenheim war das nicht der Fall.

1 Antwort
  1. Paul Paul says:

    Alles amateurhaft und idiotisch: Wenn man den ganzen Quatsch von diesen angeblichen Fans, also den mittelalterlich gesinnten Schlägern und Proleten hört, dann kann man nur laufen gehen, und zu sehen, wie die zehn Fußballer spielen, die angeblich den Geissbock im Herzen tragen, das macht es auch nicht besser. Es ist wieder einmal peinlich, FC-Fan zu sein! VORSTAND RAUS!!!

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