So sieht die pure Verzweiflung aus: Stefan Ruthenbeck (Foto: imago/photoarena/Eisenhuth)

Die Wahrheit tut weh: Das war gut, das war schlecht

Der untrügliche Hinweis, dass es vorbei ist

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Das war schlecht

Zuallererst zu kritisieren ist das mitunter dilettantische Abwehrverhalten der Geissböcke nach der Pause. Fast schon ohne Gegenwehr ergab sich die Mannschaft den Offensivbemühungen der Herthaner. Dass Marvin Plattenhardt, für seine scharfen Flanken in der Liga gefürchtet, den Ball zweimal innerhalb von vier Minuten frei in die Mitte schlagen durfte, war grob fahrlässig. Wie Jonas Hector und Christian Clemens bei beiden Toren verteidigten, war nicht ausreichend. Und wie, zumindest äußerlich, emotionslos einige Spieler die Gegentore hinnahmen, ließ nichts Gutes für die letzten Spiele der Saison erahnen.

Überhaupt hatte man nicht das Gefühl, die Spieler würden noch wirklich an die Rettung glauben. Selbst das 1:0 schien die Mannschaft nicht zu beflügeln. Die Leistung war in Hälfte eins und ab der 70. Minute der Situation zwar angemessen. Doch es war für jeden spürbar, dass diese Mannschaft am Ende ihrer mentalen Kräfte angekommen zu sein scheint.

Zuletzt bleibt zu erwähnen, dass der Effzeh zum siebten (!) Mal in dieser Saison eine 1:0-Führung verspielten. Die Mannschaft verschlief beide Starts in die Halbzeiten. In Hälfte zwei war dies fatal, weil Köln einmal mehr innerhalb kürzester Zeit zwei Gegentore kassierte. Ein Muster, das auch Trainer Ruthenbeck nie zu durchbrechen vermochte. Der Coach muss sich in dieser Hinsicht hinterfragen. Auch hinsichtlich seiner Personalauswahl, denn Christian Clemens vermochte einmal mehr nicht zu überzeugen. Und zumindest gegen die Hertha war Claudio Pizarro auf der Acht hinter Mittelstürmer Cordoba (nach Zollers Verletzung) ein Schwachpunkt im Team, der zu spät korrigiert wurde.

So geht es weiter

Schalke, Freiburg, München, Wolfsburg – dann ist es vorbei. Das Leiden der FC-Fans, das Leiden der FC-Spieler, das Leiden eines ganzen Klubs nach einer Saison des Grauens. Diejenigen, die auf die theoretische Chance verweisen, dass die Rettung rechnerisch noch möglich ist, haben jedes Recht, weiter zu hoffen. Denjenigen, die dies jedoch schon aufgegeben, kann man es wohl kaum verübeln. Das Spiel in Berlin diente jedenfalls nicht dazu, noch einmal an die wundersame Wende zu glauben. Denn einige Spieler tun dies auch nicht mehr – und das ist in der Regel der untrügliche Hinweis darauf, dass die Entscheidung im Abstiegskampf für den 1. FC Köln gefallen ist.

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