Das endgültige Aus im Abstiegskampf: Die FC-Profis schleichen nach einer Peinlich-Pleite in Hoffenheim nach einem 0:6 bedröppelt vom Feld. (Foto: imago/Huebner)

Die Woche, in der Köln den Abstiegskampf endgültig verlor

Berater suchten Gespräche mit den Spielern

Contents

Berater suchten Gespräche mit den Spielern

Was hatte diesen Wandel ausgelöst? Am Freitag erklärte Stefan Ruthenbeck auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Schalke: “Die Spieler selbst kümmern sich gar nicht so sehr darum, was morgen oder übermorgen mit ihren Transfers passiert. Dafür haben sie ihre Berater, das ist deren Aufgabe.” Der FC-Coach wird diese Worte wohl bewusst gewählt haben, um seine Spieler zu schützen. Die Wahrheit aber sah anders aus.

In der Länderspielpause hatten die Berater erstmals die Chance, in Ruhe mit ihren Spielern zu sprechen. Die Situation des FC war noch immer schwierig. Als die Profis in der Länderspielpause dreieinhalb freie Tage bekamen, nutzten mehrere Agenten die Chance, sehr konkret mit ihren Spielern über deren Zukunft zu sprechen. Es soll um Angebote anderer Klubs gegangen sein, um die Möglichkeiten, in der kommenden Saison bei anderen Klubs unterzukommen und den Gang in die Zweite Liga durch einen Wechsel zu vermeiden. Im Prinzip ein normaler Vorgang – doch beim FC kam er zum ungünstigsten aller Zeitpunkte.

Es gab für einige Spieler kaum ein anderes Thema mehr

Das 0:6 in Hoffenheim war die Folge. Ruthenbeck beklagte nach der Partie, erstmals ratlos gewesen zu sein ob der Nicht-Leistung seiner Spieler. Einige Profis waren nicht gänzlich bei der Sache gewesen. Schon im Training in den Tagen vor der Partie gegen Hoffenheim hatte es bei mehreren Spielern einen Spannungsabfall gegeben. Das hatte sich in Sinsheim gerächt. Die Quittung für das 0:6 folgte eine Woche später mit dem 1:1 gegen Mainz. Der Insider sagte, die Zukunftsplanung habe plötzlich fast alles andere überlagert: “Nach der Länderspielpause gab es für einige Spieler kaum ein anderes Thema mehr.”

Auch Ruthenbeck musste am Freitag nach seinem Versuch, die Spieler zu schützen, doch eingestehen, dass dieses Thema an die Mannschaft herangekommen sei. “Das sind alles junge Kerle, manche erst 20 Jahre alt, teilweise sogar noch jünger. Die befassen sich auch damit, was zu lesen ist.” Doch nicht nur damit, was in den Medien zu lesen war, sondern vor allem damit, was ihre eigenen Berater mit ihnen besprochen hatten. Ruthenbeck sagte: “Fakt ist, dass hier über vieles schon in der Vergangenheitsform gesprochen wird. Das gefällt mir nicht.” Ihm dürfte auch nicht gefallen, dass einige Spieler schon zu häufig über ihre Zukunft sprechen. Denn das dürfte den FC Ende März die wohl letzte Chance im Abstiegskampf gekostet haben.

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

simple-ad

This is a demo advert, you can use simple text, HTML image or any Ad Service JavaScript code. If you're inserting HTML or JS code make sure editor is switched to 'Text' mode.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen