Timo Horn will wie 2014 nächstes Jahr den Aufstieg perfekt machen. (Foto: Imago/Eibner)

Sofortiger Wiederaufstieg: Was der FC von Freiburg lernen kann

Demut statt Überheblichkeit

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Das Gerüst für die neue Saison steht

Zwar steht der Kölner Abstieg erst seit dem 32. Spieltag rechnerisch fest, dennoch hatten die Verantwortlichen um Armin Veh bereits früh Planungssicherheit für die Zweite Liga. Mit den Winter-Neuzugängen Simon Terodde und Vincent Koziello leistete der sportliche Geschäftsführer schon früh wichtige Vorarbeit für die Mission Wiederaufstieg. Und mit den Treuebekenntnissen von Marco Höger, Timo Horn und Jonas Hector sowie dem Verbleib von Marcel Risse haben die Kölner ein Gerüst für die kommende Saison geschaffen, um das eine Mannschaft mit einer Mischung aus jungen, aber auch erfahrenen Spielern gebaut werden kann.

Eine Zahlenspielerei zeigt, mit welcher Wucht der FC in die Zweite Liga gehen kann. Laut transfermarkt.de liegen die Marktwerte von Horn, Höger, Hector und Risse bei fast 40 Millionen Euro. Damit sind diese vier Spieler alleine wertvoller als die derzeit wertvollste Zweitligamannschaft 1. FC Nürnberg (23,65 Millionen Euro). Die Ausgangslage vor der sechsten Zweitligasaison verspricht also sowohl aus sportlicher, als auch aus finanzieller Sicht eine gute Basis für den Absteiger. Mit einem Etat von vernehmlich über 30 Millionen Euro werden die Geißböcke in die neue Spielzeit gehen und der gesündeste Verein der Zweiten Liga sein.

Der Aufstieg wird kein Selbstläufer

Doch trotz allem Optimismus und Euphorie ob der positiven Vorzeichen birgt die Situation auch ein Risiko. Die Kölner dürfen nicht den Fehler begehen und den direkten Wiederaufstieg als Selbstläufer ansehen – so, wie man zu lange in der Hinrunde geglaubt hatte, der Klassenerhalt würde am Ende doch kein Problem darstellen. Bereits jetzt wird bei vielen die Aufstiegsfeier für das Jahr 2019 geplant, doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Gerade gegen die vermeintlich kleinen Vereine wird es für den Effzeh ein mentaler und körperlicher Kraftakt, in jedem Spiel gegen tiefstehende und auf Konter lauernde Gegner zu bestehen und sich auch der harten Gangart in der Zweiten Liga anzupassen.

Schon nach der Qualifikation für die Europa League hatte sich in Köln der Glauben bequem gemacht, dass vieles von selbst laufe. Timo Horn sprach die Mannschaft nach dem feststehenden Abstieg nicht von Fehlern frei und sagte deutlich: „Vielleicht haben wir im Vorfeld der Saison ein bisschen zu viel schleifen lassen und nicht mehr die 100 Prozent gebracht, die uns immer ausgezeichnet haben. Wir haben immer gesagt: Das geht schon irgendwie, wir kriegen schon die Kurve.“ Eben diese Kurve haben die Kölner in dieser Saison nicht mehr bekommen, und der Fall von der Europa League in die Zweite Liga ist besonders tief. „Das bringt einen auf den Boden der Tatsachen zurück“, meinte Horn. Dort müssen die Geißböcke in einem kampfbetonten Unterhaus nun auch bleiben und mit Demut statt Überheblichkeit die Mission Wiederaufstieg angehen. Auch das bewies vor allem Freiburg in der Vergangenheit immer wieder. Nur dann sind die Chancen hoch, dass dem Effzeh nach 2003 und 2005 auch 2019 die sofortige Rückkehr in die Bundesliga gelingt.

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