Werner Spinner war gegen Mainz erstmals seit seiner Herz-OP wieder im RheinEnergieStadion. (Foto: Mika Volkmann)

Spinner will im Amt bleiben und schießt gegen Kritiker

Die zwei Möglichkeiten eines Rücktritts

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Die zwei Möglichkeiten eines Rücktritts

Ende März hatte Spinner gesagt: “Ich bin noch nicht fertig mit meinen Überlegungen.” Es ging dabei um seine eigene Zukunft als FC-Präsident. Nun hat er offenbar die Energie wiedergefunden, zumindest bis zum Herbst 2019 weiterzumachen. Doch undenkbar wäre ein vorzeitiger Rückzug des FC-Präsidenten nicht gewesen. Viele Fans fragten sich daher in den vergangenen Wochen, wie dieser hätte ablaufen können – und es wird klar, warum Spinner in Richtung Mitgliederrat schießt.

Die erste, aber unwahrscheinlichste Variante wäre der sofortige Rücktritt als Präsident gewesen. Insbesondere im Falle gesundheitlicher Probleme wäre dies in Frage gekommen. Spinner hätte in diesem Fall ein Vakuum hinterlassen, das bis zur nächsten Mitgliederversammlung im Herbst 2018 hätte gefüllt werden müssen. Dafür verantwortlich wäre der Mitgliederrat gewesen, der ein gewähltes Mitglied aus dem eigenen Gremium als zusätzlichen Vorstand entsandt hätte. Dies wäre wohl einer der beiden Vorsitzenden geworden, also Müller-Römer oder Wettich. In diesem Moment hätte es vorübergehend keinen Präsidenten mehr gegeben, sondern zwei Vize-Vorstände mit Schumacher und Ritterbach und einen Interims-Vorstand aus dem Mitgliederrat. Alle drei wären gleichberechtigt gewesen, ehe im Herbst die Mitglieder einen neuen Präsidenten für ein Jahr gewählt hätten. Die Vize-Präsidenten wären, da bis 2019 gewählt, im Amt verblieben. Den oder die Kandidaten für den Interims-Präsidenten zwischen Herbst 2018 und 2019 hätte der Mitgliederrat vorgeschlagen.

Neuer Vorstand im Herbst 2019?

Das aber hätte Spinner unter allen Umständen verhindern wollen. Die einzig denkbare Alternative wäre ein angekündigter Rücktritt zur nächsten Mitgliederversammlung gewesen. Spinner hätte erklären können, zum Tag der Versammlung sein Amt zur Verfügung zu stellen. In diesem Falle wäre der Mitgliederrat aufgefordert worden, einen neuen Präsidenten für ein Jahr vorzuschlagen, der dann von den Mitgliedern gewählt worden wäre. Spinner hätte so weder Müller-Römer noch Wettich einen vorübergehenden Platz im Vorstand gegeben und auch kein Vakuum hinterlassen, sondern – anders als Vorgänger Wolfgang Overath – eine saubere Übergabe vorgenommen.

In allen Fällen wird aber 2019 eine neue Vorstandswahl anstehen. Ob dann Spinner, Schumacher und Ritterbach noch einmal kandidieren werden, ist offen. Klar ist dagegen: Vorausgesetzt, das Trio würde über 2019 weitermachen wollen, dürfte nach den scharfen Worten des Präsidenten in Richtung des Mitgliederrates der aktuelle Vorstand nicht ohne jede Diskussion erneut vorgeschlagen werden. Dieses Recht obliegt bekanntlich dem Mitgliedergremium. Es scheint inzwischen zumindest realistisch möglich, dass im Herbst 2019 ein neuer Vorstand die Arbeit beim 1. FC Köln aufnehmen wird. Bis dahin, so Spinners Plan, wird das aktuelle Präsidium im Amt bleiben.

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