Stiegen 2018 mit dem FC ab. Yuya Osako und Leonardo Bittencourt. (Foto: imago/Perenyi)

Kölner Tafelsilber: Wie viel Geld kosten die FC-Stars wirklich?

Innenverteidiger-Position als Knackpunkt

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Sörensen als Beispiel sinkender Preise

Hieß es vor einigen Wochen noch, Bittencourt könne für acht Millionen Euro den Klub verlassen, wird inzwischen nur noch über sechs Millionen Euro gesprochen. Auch Horns Ablöse, die zunächst auf neun Millionen taxiert wurde, lag in Wahrheit angeblich auch nur bei sechs Millionen Euro. Bei Heintz gehen die Berichte auseinander, was aber wohl daran liegt, dass der Innenverteidiger eine gestaffelte Ausstiegsklausel je nach Liga besitzt. Vor einigen Wochen, so schien es, war dem Klub daran gelegen zu suggerieren, der FC habe gute Verträge mit den Spielern geschlossen, aufgrund derer hohe Transfereinnahmen möglich seien. Inzwischen aber sinken die Summen – weil die Spieler nicht so ohne weiteres neue Klubs finden.

Neben Horn, Hector, Höger und Risse ist noch immer möglich, dass weitere Spieler trotz Klauseln beim FC bleiben werden. Wie schwierig es trotz Klausel sein kann, einen neuen Klub zu finden, zeigt aktuell der Fall Frederik Sörensen. Im vergangenen Sommer hätte der Däne noch zu diversen englischen Klubs wechseln können. Nach einer für ihn fatalen Saison mit fast durchgehend unterdurchschnittlichen Leistungen hat sich das Werben um den blonden Hünen aber deutlich abgekühlt. War ursprünglich bei Sörensen mal von acht Millionen Euro als Klausel die Rede, heißt es inzwischen, dass der FC froh sein könne, wenn er zwischen fünf und sechs Millionen Euro bekommen könnte.

Kaderplanung: Innenverteidigung als Knackpunkt

Gleichzeitig ist gerade die Position der Innenverteidigung ein neuralgischer Punkt in der Kaderplanung von Armin Veh. Der Sportchef muss einerseits damit rechnen, dass neben Dominic Maroh (Vertrag läuft aus) auch Sörensen, Heintz und Meré den Klub verlassen werden. Andererseits könnten sich zumindest theoretisch noch alle drei Innenverteidiger für einen Verbleib entscheiden oder der FC dem Wechsel einen Riegel vorschieben, wenn zwar Klubs kämen, diese aber nicht bereit wären die ursprünglich im Vertrag verankerte Summe zu zahlen. Allerdings kommt mit Lasse Sobiech bereits ein neuer Innenverteidiger. Angeblich ist man auch mit Rafael Czichos von Holstein Kiel in fortgeschrittenen Gesprächen. Ehe diese aber finalisiert werden, muss Veh wissen, wie es mit dem bisherigen Trio weitergeht. Eine Blutauffrischung ist erwünscht, am ehesten würden die Kölner Meré behalten wollen, da diesem das größte Potential bescheinigt wird.

Doch selbst, wenn der FC alle drei Innenverteidiger und darüber hinaus auch noch Bittencourt und Osako verlieren würde: Von den ursprünglich einmal angedachten 50 Millionen Euro Transfereinnahmen müssen die Träumer sich sicher verabschieden. Das Kölner Tafelsilber ist längst nicht mehr so attraktiv und wertvoll wie vor einem Jahr. Vielmehr sind die tatsächlichen Werte der FC-Spieler – fixe Ablösen hin oder her – im Fall befindlich. Veh wird noch ein paar Tage, maximal ein paar Wochen, warten müssen, ehe er Klarheit hat. Die meisten Klauseln enden am 31. Mai, wenige Mitte Juni.

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