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Von Stöger zu Anfang: Die Chronologie der Trainersuche

Keller, Luhukay und eine verbaute Chance im Abstiegskampf

Eichin bringt Keller ins Gespräch

Zu Schmadtke-Zeiten hatte neben Labbadia auch Markus Weinzierl auf der Liste gestanden. Doch der ehemalige Augsburger und Schalke wollte sich mit Blick auf die Zweite Liga den FC nicht antun. Später soll der FC nach Jens Keller seine Fühler ausgestreckt haben, doch zunächst steckte dieser im Aufstiegskampf mit Union Berlin. Als Keller mangels Erfolg in Berlin freigestellt wurde, war der Weg zum Effzeh eigentlich frei. Kellers Berater Thomas Eichin deutete an, dass er perfekt ins Kölner Anforderungsprofil passen würde – doch beim Effzeh entschied man sich anders.

Die Namen Korkut, Luhukay und Storck

Während Markus Anfang als gebürtiger Kölner und Erfolgstrainer von Holstein Kiel immer wieder als Name über dem Geißbockheim schwebte, machten auch andere Gerüchte die Runde. So waren auch Tayfun Korkut, Jos Luhukay und Bernd Storck in der Verlosung um den Trainerposten. Marco Rose von RB Salzburg bestritt zwar einen Kontakt zum Effzeh, stand aber in jedem Fall auf der Liste der Geissböcke – allerdings noch aus der Vorsaison für den Posten des U21-Trainers. Dass Rose zu Höherem berufen ist, zeigte er in dieser Saison mit dem Einzug ins Europa-League-Halbfinale.

Während es ob der anfänglichen Erfolge von Stefan Ruthenbeck mit zehn Punkten aus vier Spielen zunächst ruhiger wurde in der Trainerfrage, schien dennoch alles früh auf Kiels Markus Anfang hinauszulaufen. Der Verdacht liegt nahe, dass sich der Effzeh auch Mitte der Rückrunde, als die Mannschaft kaum noch punktete, nicht für einen erneuten Trainerwechsel entschied, weil mit Anfang zur neuen Saison bereits alles klar war. Während der HSV und der VfL Wolfsburg noch einmal den Trainer wechselten und damit durchaus Erfolg hatten, blieben die Kölner bei ihrer Marschroute. Durch den Anfang-Deal hatte man sich beim FC in der Rückrunde so zumindest in Teilen der eigenen Handlungsfähigkeit im Abstiegskampf beraubt.

Der Abstieg beantwortet die letzten Fragen

Nach dem besiegelten Abstieg am 31. Spieltag wurden die Gerüchte um einen neuen Trainer schließlich wieder lauter. Es blieb dem Effzeh nichts anderes übrig, als endlich für Klarheit zu sorgen. Somit wurde am 12. April bekanntgegeben, dass Stefan Ruthenbeck nicht als Trainer bei den Profis bleiben wird. Die Anzeichen um Markus Anfang verdichteten sich zunehmend, und das obwohl der 43-Jährige mit Holstein Kiel noch mitten im Aufstiegskampf steckte. Doch auch die Bitte von Kiel, bis zum Saisonende für Ruhe in der Trainerfrage zu sorgen, half am Ende nichts. Fünf Tage nach dem Aus von Ruthenbeck wurde Markus Anfang als neuer Trainer der Geissböcke für die anstehende Zweitligasaison vorgestellt. Mit ihm kommt Tom Cichon als Co-Trainer an den Rhein. Unabhängig von Kiels Ligazugehörigkeit überweist der Effzeh dem Vernehmen nach eine Ablösesumme von rund einer Millionen Euro. Beide Trainer haben in Köln einen Dreijahresvertrag bis 2021 erhalten.

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