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„Es sieht langsam aus, weil die Jungs noch viel denken“

Offensive braucht Erfolgserlebnisse

Offensive: Chancen ja, Tore nein

Neben der Defensive, die über die Flügel ebenso Probleme aufwies wie zentral vor dem Strafraum, von wo aus die Bonner mehrfach gefährlich abziehen konnten, wird Anfangs Augenmerk auf der Offensive liegen. Bei Holstein Kiel war der Angriff das Prunkstück. In Köln muss der neue Übungsleiter die Qualitäten seiner Spieler im Abschluss erst wieder wecken. Was gegen Eichstätt (5:2) schon anständig funktionierte, gelang gegen Bonn nicht. Ob Terodde, Guirassy, Zoller, Özcan, Risse oder Führich – die Spieler scheiterten aus besten Abschlusslagen.

„Ich würde mir Sorgen machen, wenn wir keine Chancen herausspielen“, sagte Anfang. „Die Spieler sehen, dass es offensiv ein bisschen anders ist als das, was sie bisher gewohnt waren. Wir hatten trotzdem viele Situationen mit Torabschlüssen. Da müssen sie dann ihre Qualität einbringen.“ Auch Veh will der Offensive die nötige Zeit geben, sich zu finden und die Sicherheit im Abschluss zurückzuerlangen. „Das kann man jetzt noch nicht sagen“, erklärte der Sportchef mit Blick auf die Offensive.

Bald trennt sich die Spreu vom Weizen

Alles dreht sich also um die Zeit. Knapp zwei Wochen arbeitet Anfang nun mit dem Team. Vier weitere folgen, ehe es ernst wird. Erfahrung ist eines der wichtigsten Wörter, mit denen Anfang aktuell vieles erklärt. Diese müssen die Spieler sammeln, am besten auf positive Art. In Bonn gab es den ersten Dämpfer. Nach der verkorksten Abstiegssaison wirken solche Spiele kritisch. Die Spieler müssen schnell das Gefühl bekommen, mit dem neuen Weg wieder besseren Zeiten entgegen zu gehen. „Wenn wir in den Details drin sind, wird das Spiel schneller und wir werden auch sehen, wer es am ehesten verinnerlicht hat“, sagte Anfang und machte klar, dass sich wohl in Kitzbühel die Spreu vom Weizen trennen wird. „Irgendwann bekommen diejenigen die meiste Spielzeit, die gerade am ersten Spieltag unter den ersten 18 Spielern sein werden.“

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