Immer wild gestikulierend an der Seitenlinie: Markus Anfang. (Foto: imago/Hübner)

Anfang verleiht Flügel: Das war gut, das war schlecht

Hectors Kritik und ein wichtiges Fazit

Contents

Das war schlecht

Zunächst einmal kritisierte Jonas Hector nach der Partie die eigene Konterabwehr. Obwohl die Geissböcke keine gefährlichen Aktionen im eigenen Strafraum zugelassen hatten, missfiel dem Nationalspieler in einigen Situationen die Arbeit gegen den Ball. Nicht nur beim 1:1, als Vincent Koziello der einzige Spieler auf dem Platz schien, der sich für den Auer Konter verantwortlich gefühlt hatte, mit seinem Sprint über den halben Platz das Unheil aber nicht mehr verhindern konnte. Darüber hinaus war es vor allem Czichos und Meré zu verdanken, die als Abfangjäger einen guten Job machten. Anfällig bleibt die Kölner Defensive dennoch – wenn auch Aue viel zu schwach war, um diese Offenheit des FC ausnutzen zu können.

Darüber hinaus hakte es erneut im Offensivspiel. Trotz dreier Tore und trotz des Flankenhagels fehlte es den Geissböcken in den ersten 20 Minuten und Mitte der zweiten Halbzeit an der nötigen Passqualität, um den Gegner auseinander zu spielen. Aue stand zwar sehr tief, doch weder waren die Zuspiele des FC hart noch genau genug, um Bewegung in die gegnerischen Ketten zu bekommen. Das spürten vor allem Vincent Koziello und Louis Schaub, die auf den Halbpositionen kaum einmal Platz hatten, um wiederum von dort die Schnittstellen anspielen zu können. Kölns Spiel war dafür zu statisch, weshalb die Flanken das beste Mittel an diesem Tag waren. Dass diese allerdings selten von der Grundlinie, sondern oft aus dem Halbfeld kamen, ist ein weiterer Hinweis dafür, dass die Geissböcke zu selten in den Rücken der Abwehr kamen.

So geht es weiter

Als wichtigstes Fazit aber bleibt festzuhalten, dass der FC am Samstag den Beweis ablieferte, für solche Spiele die nötige Geduld zu haben. Nicht nur Aue, sondern viele andere Gegner in dieser Saison auch werden sich hinten einigeln, um den FC zu locken und auszukontern. Für diese Spiele muss Köln nicht nur die nötige spielerische Qualität aufbringen, sondern vor allem Geduld. Mit dem Kopf durch die Wand ist noch niemand aufgestiegen. Die Mannschaft von Markus Anfang scheint dies bereits verinnerlicht zu haben. Es aber auch über die gesamte Saison durchzuziehen, wird viel Kraft kosten, vor allem mental.

In einer Woche geht es nun zum FC St. Pauli. Am Millerntor dürfen die Kölner hoffen, dass das Heimteam sich nicht gänzlich hinten verschanzen wird, sondern selbst vor heimischem Publikum versuchen wird Fußball zu spielen. Das könnte dem FC zupass kommen. Der vierte Spieltag bringt jedenfalls nach Bochum und Union das dritte Team vor, das zumindest den Anspruch hat, im oberen Drittel der Tabelle mitzuspielen. Kann Köln auch dort mindestens einen Punkt holen, liegen die Geissböcke auf Kurs und können in der anschließend folgenden Länderspielpause ihr Spiel weiter verfeinern.

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

simple-ad

This is a demo advert, you can use simple text, HTML image or any Ad Service JavaScript code. If you're inserting HTML or JS code make sure editor is switched to 'Text' mode.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen