Salih Özcan wir den FC wohl verlassen. (Foto: Imago/T-F-Foto)

Salih Özcan: „Die Leute erwarten keine überirdischen Dinge“

Özcan über Druck, Rituale und seine Familie

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Mit dem FC wollen Sie sofort zurück in die Bundesliga. Ist der Druck dieses Jahr größer als letzte Saison?

Man konnte ja in den bisherigen Spielen sehen, dass wir uns nicht irre machen lassen und hektisch werden. Wir haben einen Anspruch an uns selbst, aber wir machen uns keinen Druck.

Und Sie persönlich? 2017 haben Sie die Fritz-Walter Medaille in Gold gewonnen. Damit ging auch eine gewisse Erwartungshaltung einher.

Die Erwartungen an mich sind generell hoch. Aber es ist nicht so, dass die Leute überirdische Dinge von mir erwarten. Die Medaille ist einfach eine Trumpfkarte, die ich vom DFB bekommen habe. Das macht mich natürlich sehr stolz.

Gibt es eigentlich Rituale, die Ihnen vor einem Spiel wichtig sind?

Ich mache mich immer im Aufwärmraum warm. Das machen einige von uns. Jeder hat seine zehn Minuten für sich. Ich mache meistens Dehn- und Kräftigungsübungen. Das ist natürlich freiwillig. Man kann auch einfach eine halbe Stunde in der Kabine auf seinem Platz sitzen. (lacht)

Sie sind auch in den sozialen Netzwerken aktiv. Sind sie eine Bereicherung oder auch eine große Ablenkung?

Das kann man so oder so sehen. Mittlerweile kommen viele Nachrichten schon bei einem an, bevor ihr (die Medien, Anm. der Redaktion) sie geschrieben habt. Es gibt aber auch Trainer, die Regeln für die Benutzung von Handys haben. Das ist bei Markus Anfang nicht so, es liegt in unserer Verantwortung vernünftig damit umzugehen.

Sie wohnen noch bei Ihren Eltern. Ist das für Sie ein Rückzugsort?

Ja, das stimmt. Es ist schön, dass ich nach wie vor so viel Zeit mit meiner Familie verbringen kann, weil ich aus Köln komme. Wir reden sehr viel. Das gibt mit Ruhe und Kraft.

Worüber reden Sie dann?

Natürlich über die Spiele.

Ist Ihr Vater Ihr schärfster Kritiker?

Ja. Mein Vater war ja auch lange Trainer. Er war auch mein Trainer. Er kennt mich natürlich sehr gut.

Sie spielen für den FC seit der U-9. Was bedeutet Ihnen der Verein?

Ich bin in Köln geboren. Als kleines Kind war ich selbst noch als Zuschauer im Stadion. Wir haben vom Verein oft Karten bekommen. Als ich mein erstes Profispiel im Stadion gemacht habe, war das etwas ganz Besonderes. Das Gefühl kann man kaum beschreiben.

Was macht die Stadt Köln für Sie so besonders?

Köln ist Köln. Ich wohne in Ehrenfeld. Dort werde ich zwar oft erkannt, aber ich kenne die meisten Leute. Das ist wie eine Gemeinde. Da bin ich nicht der Fußball-Profi. Da bin ich einfach der normale Salih.

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