Markus Anfang war nach der Partie bedient. (Foto: Mika Volkmann)

Fatales Spektakel: Das war gut, das war schlecht

Anfang angefressen - keine Zeit zum Nachdenken

Contents

Offensive heißt nicht, dass wir nicht verteidigen wollen

Im eigenen Aufbauspiel leistete sich der Effzeh gegen Paderborn zu viele leichte Fehler und lud die Gäste immer wieder zum Kontern ein. Auch in den Zweikämpfen ließen die Hausherren den nötigen Biss fehlen: 54% aller direkter Duelle gingen an die Ostwestfalen. Keine Zuordnung und zu weit weg vom Gegenspieler, wie beim 2:2 durch Philipp Klement, machten es dem SCP leicht, sich vor Timo Horn in Stellung zu bringen. Eine Mannschaft mit einer höheren individuellen Klasse als die des Aufsteigers hätte der Anfang-Elf am Sonntag vermutlich noch das ein oder andere Gegentor mehr eingeschenkt. Markus Anfang zeigte sich daher nach dem Spiel angefressen und fordert mehr Konzentration in der Defensive: „Wir wollen keinen Spektakel-Fußball bieten und Gegentore haben. Nur weil wir offensive Lösungen finden wollen, heißt das nicht, dass wir nicht verteidigen wollen.”

Ein Problem, das den Kölnern schon in der letzten Saison einige Punkte gekostet hat, zeigt sich zudem auch noch in der neuen Spielzeit: Nach eigenen Erfolgserlebnissen folgt viel zu häufig der direkte Gegenschlag. Gegen Paderborn war Stadionsprecher Michael Trippel noch dabei, die Kölner Führung durchzusagen, da traf Gueye schon zum Ausgleich. Das Problem sieht auch Marco Höger: “Wir sind dann zu sehr in der Euphorie und lassen denn kurz nach. Der Fokus lässt kurz nach, die Konzentration lässt kurz nach. Auch in der 2. Liga werden kleine Fehler bestraft. Das haben wir heute zu spüren bekommen.”

Des Weiteren erspielt sich der 1. FC Köln zwar in jedem Spiel zahlreiche Chancen, kam gegen Paderborn zu 18 Flanken aus dem Spiel heraus, 16 Torschüssen und 16 Ecken, macht aus seinen Gelegenheiten jedoch noch zu wenig. So hätten die Kölner nach dem 2:1 durch Terodde noch weitere Treffer erzielen können, wenn nicht müssen. Damit wäre das Spiel wohl zugunsten der Geissböcke entschieden gewesen. Stattdessen lud der Effzeh den Gast immer wieder zu gefährlichen Kontern ein und gab so das Spiel völlig unnötig aus der Hand. So müssen sich die Kölner am Ende nicht über ihre erste Saisonniederlage wundern.

So geht es weiter

Viel Zeit, die Niederlage aufzuarbeiten, bleibt den Kölnern nicht. Bereits am Freitag geht es beim SV Sandhausen wieder um Punkte. Gleichzeitig ist das Duell in der Kurpfalz der Auftakt in die Englische Woche. Vier Tage später empfängt der Effzeh zuhause den FC Ingolstadt, ehe es am Freitag drauf nach Bielefeld auf die Alm geht. Drei Spiele in kommenden elf Tagen, die für die Kölner bereits richtungsweisend sein können, um sich im Aufstiegsrennen in eine gute Ausgangslage bringen zu können. Bis dahin muss die Anfang-Elf jedoch dringend an der defensiven Stabilität arbeiten.

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

simple-ad

This is a demo advert, you can use simple text, HTML image or any Ad Service JavaScript code. If you're inserting HTML or JS code make sure editor is switched to 'Text' mode.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen