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Marco Höger: „Mein Anspruch ist, in der Startelf zu stehen!“

Höger über seine Rolle im Team, das System und Markus Anfang

Im Zentrum ist der Konkurrenzkampf besonders groß. Wie schwierig ist die Situation für Sie persönlich?

Das gehört im Profifußball dazu. Konkurrenz belebt das Geschäft. Es wäre schade, wenn wir meinen Ausfall auf der Sechs nicht hätten kompensieren können. Klar habe ich andere Ambitionen. Mein Anspruch ist, in der Startelf zu stehen. Aber ich bin erst seit vier Wochen wieder im Training.

Zuletzt setzte der Trainer Sie als Rechtsverteidiger ein. Sehen Sie sich in dieser Rolle?

Nein, aber das weiß auch jeder. (lacht) Der Trainer sieht mich da auch nicht. Aber wenn ich der Mannschaft da aktuell helfen kann, mach ich das.

Wie hat Markus Anfang nach dem schwachen Testspiel gegen Wehen Wiesbaden reagiert?

Markus Anfang macht in solchen Situationen klare Ansagen. Und wir wussten ja selbst, dass es kein optimales Testspiel war.

Wie kompliziert ist das neue System wirklich?

Kompliziert ist vielleicht das falsche Wort. Es ist deutlich anders als das, was ich bisher gewohnt war. Die Abläufe sind ganz anders. Deswegen machen wir viele Videoanalysen. Das muss man erstmal verinnerlichen. Aber wir machen das von Woche für Woche besser.

Können Sie ein Beispiel geben, welche Abläufe jetzt anders sind?

Ein Beispiel ist, dass die beiden Außenverteidiger bei Ballbesitz neben dem Sechser stehen – je nach Gegner natürlich. Die Außenverteidiger haben dabei auch viele Freiheiten im Spielaufbau. Vorher waren wir es gewohnt, dass die Außenverteidiger außen bleiben und bei Ballbesitz nach vorne schieben, statt ins Zentrum.

Ist das Training unter Markus Anfang intensiver?

Nicht, was die physische Belastung angeht. Der Trainer gibt viele Impulse von außen. Das ist gut, weil wir auch einige ruhigere Charaktere in der Mannschaft haben. Da ist ein bisschen Feuer von außen ganz gut. Mental ist es schon intensiver, denn gerade bei den Videoanalysen müssen wir sehr konzentriert sein.

Wie ist Markus Anfang als Typ?

Er ist Kölner durch und durch. Immer locker, immer einen lustigen Spruch auf den Lippen. Aber wenn es um die Arbeit geht, ist er sehr akribisch und zielstrebig.

3 Kommentare
  1. Joss says:

    Der Lautsprecher himself schon wieder – wie eh und je. Kennt man ja von ihm. Große Klappe und nix dahinter.

    Hier klaffen Anspruch und Wirklichkeit weit weit weit auseinander. Sehr weit sogar!

    Da ist Hopfen und Malz verloren. Da geht garnichts mehr. Fertig aus!

  2. Flizzy says:

    Ich glaube auch nicht, dass er diesem Anspruch gerecht wird. Hector auf der 6 ist für alle Beteiligten, vllt bis auf Höger, die bessere Lösung. Jannes Horn wird auf links auch immer besser und bringt die benötigte Schnelligkeit für Anfangs System mit. Kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass Anfang Höger auf 6 spielen lässt und Hector wieder als LV aufläuft.

  3. OlliW says:

    Stimme ich zu. Für Höger ist nicht wirklich Platz momentan. Als Einwechselspieler höchstens. An Hector führt kein Weg vorbei. Er hat einfach die Ruhe und Autorität. Außerdem kann er auch mal kreativ sein. J. Horn gefällt links immer besser. Auch seine Sahneflanken auf T-Rod sind zurzeit Gold wert. Aber dass Höger den Anspruch hat, ist eigentlich super. Wenn die Realität der Leistung dem noch entspräche, dann perfekt!
    Würde dennoch Benno Schmitz am Sonntag auf rechts hinten stellen.

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