,

Bizarrer Streit um Hoodies – alle Satzungsanträge abgelehnt

So endeten die Anträge des Vorstand und zur Vergütung

Antrag Vorstand

Einen anderen Antrag hatte der Vorstand selbst eingereicht, worin es zunächst nur um Formalitäten wie das Vorgehen bei der Einladung zur Mitgliederversammlung und das Vorgehen bei Entlastungen während einer Versammlung ging. Im Kern aber ging es um das Datum, zu dem der Mitgliederrat künftig einen neuen Vorstand zur Wahl vorschlagen muss – nächstmalig bereits im nächsten Jahr 2019. Bisher sah die Satzung den 31. Juli eines Jahres vor. Der Vorstand wollte diesen Zeitpunkt nun auf den 31. Mai vorziehen. Werner Spinner erklärte dazu, man wolle so alternativen Vorstandskandidaten die Möglichkeit geben, sich formieren zu können, falls der Mitgliederrat einen anderen Vorschlag habe.

In der folgenden Diskussion erklärte Stefan Müller-Römer, dass der bis dato amtierende Mitgliederrat diesen Antrag auf Satzungsänderung in einer internen Abstimmung einstimmig abgelehnt hätte. Philipp Herpel von „100% FC – Dein Verein“ sagte ergänzend, dass der am Mittwochabend neu gewählte Mitgliederrat im Falle einer Annahme des Antrags nicht die zeitlich ausreichende Möglichkeit bekäme, in Ruhe einen geeigneten neuen Vorstand zu suchen. Der Antrag würde einen „unnötigen, selbstverschuldeten Stresstest für den neuformierten Mitgliederrat zur absoluten Unzeit“ bewirken. Dieser Argumentation folgte die Mehrheit der Anwesenden und gewährte dem Antrag die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit nicht.

Ergebnis: abgelehnt

Antrag Patrick Appe

Schließlich ging es um einen Antrag von Patrick Appe. Dieser wollte künftig nur noch Mitgliederräte wählen lassen, die in keinem wie auch immer gearteten finanziellen Verhältnis zum 1. FC Köln stehen. Selbst eine geringfügige Beschäftigung sei ein „offensichtlicher Interessenskonflikt“ und müsste dazu führen, dass diese Personen nicht für den Mitgliederrat in Frage kommen dürften.

Daran entbrannte eine hitzige Diskussion, in der kurzzeitig auch Toni Schumacher seine Beherrschung verlor. Der Vizepräsident kritisierte den Antrag scharf, da er auch Menschen vom Mitgliederrat ausschließen würde, „die seit Jahren im Nachwuchs die Brötchen schmieren“ und dafür eine geringe Vergütung erhalten würden. „Von diesen Menschen lebt unser Verein“, rief ein aufgebrachter Schumacher, bekam dafür aber keineswegs nur Zuspruch.

Schließlich endete die Abstimmung knapp, eine klare Mehrheit war für keines der beiden Lager auszumachen. Und so erklärten die Juristen unter Buh-Rufen der Antragsunterstützter, dass auch dieser nicht die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit erreicht haben und deshalb abgelehnt sei.

Ergebnis: abgelehnt

7 Kommentare
  1. Paul says:

    Was für eine fiese Veranstaltung! Da kommen tausende FC-Mitglieder, um einen kostenlosen Pullover zu bekommen, und die müssen dann bis tief in die Nacht durchhalten und werden auch noch mit Gerüchten konfrontiert, dass andere den Pulli schon haben.

    Was für ein unterirdisches Niveau herrscht da eigentlich?

    • Ankerdensin says:

      Waren Sie da? Oder pöbeln Sie wieder nur mal so? Es kommen keine Tausende um den Pulli zu bekommen. Die kommen wg. des FC‘s. Der FC hat eine lebendige Mitgliederbasis. Die lockt man nicht mit Pullis.
      Unterirdisches Niveau herrscht dann, wenn es solche Kommentare wie von Ihnen gibt. Das ist dann in der Tat unterirdisch.

  2. mario lindenberg says:

    Es war für mich peinlich und nicht nachvollziehbar, warum diesem Pulli soviel Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Meine Motivation an der Mitgliederversammlung teilzunehmen und dort bis halb zwei in der Nacht zu sitzen, ist nicht so ein ömmeliger Pulli. Ich möchte mich informieren, kritisch mit den Gremien auseinandersetzen und in einer respektvollen Art und Weise Vereinsdemokratie leben. So wie viele andere auch, für die die Werte die wir in unserer Hymne besingen nicht nur leere Worthülsen sind. Das ständige Gejohle um dieses Ding hat mich genervt und was in dieses Geschenk politisch alles hinein interpretiert wird, ist für mich auch nicht nachvollziehbar. Der Verein hat wirklich bedeutendere Herausforderungen vor sich, als den Umgang mit diesem Pulli auf einer Mitgliederversammlung zu diskutieren. Im letzten Jahr war führte die frühzeitige Ausgabe dieses Geschenkes zu einem Chaos und zu beschämenden Szenen. In diesem Jahr wurde ganz deutlich im Vorfeld gesagt, dass es dieses Jahr anders laufen soll und trotzdem fordert einer der ersten Sprecher direkt wieder die frühzeitige Herausgabe dieses Pullis, damit er rechtzeitig nach Hause kann. Ist dieses Ding wirklich so wichtig, dass man tausenden von Mitgliedern diese überflüssige Diskussion zumutet? Ist es dieses Ding wert, dass man sich gegenseitig auf Kindergartenniveau beschimpft? Ich wünsche mir einfach, dass wir in Zukunft anders miteinander umgehen. Viel, viel weniger Aggressivität, kritisch und hart miteinander streiten ja, aber niemals vergessen, dass der Gegenüber den gleichen Verein im Herzen trägt. Und wie ich zu diesem Verein stehe, wie ich an so einem Abend abstimme und wie lange ich an so einem Abend bleibe, dass beeinflusst nicht so ein Pulli. In diesem Sinne ….. come on FC

    • Ankerdensin says:

      Zur Erinnerung: es muss keiner ein „Geschenk“ annehmen.
      Ich kann nicht nachvollziehen, wie man mit dieser Thematik ein Problem haben kann.
      Für das Erscheinen wird ein Pulli angeboten, wenn man ihn haben möchte. Und nun?
      Der Pulli ist schön, Keiner bleibt deswegen bis um 1:00 Uhr und länger.

  3. NICK says:

    JHV ohne Hoodie 1500 Mitglieder, JHV mit Hoodie >6000 Mitglieder. Direkt zu Beginn lächerlichste Anträge zur vorzeitigen dieser…also ein Trend ist doch deutlich zu erkennen. Leider wurde der Satzungsantrag „Hoodie“ auch noch deutlich abgelent…das macht es doch noch deutlicher, dass viele nicht nur aber auch wegen dem Superhoodid gekommen sind. Hoffentlich macht der neue Vorstand Schluss mit den Driss-Hoooodies…

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar