Markus Anfang ärgert sich immer wieder über ähnliche Fehler. (Foto: Mika Volkmann)

Kölns roter Faden: Das war gut, das war schlecht

Der rote Faden und ein weiteres Problem

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Das war schlecht

Schlecht war hingegen das, was Markus Anfang zuletzt immer wieder angemahnt hatte: Der FC schafft es nicht, ein Spiel über 90 Minuten fertig zu spielen. „Wie das Gegentor zustande gekommen ist, ist bitter, weil es sich wie ein roter Faden durch die bisherige Saison zieht“, sagte der FC-Coach hinterher. Wieder ein Gegentor, obwohl die Abwehr nicht in Unterzahl war, nicht durch einen Konter erwischt wurde, nicht ausgespielt wurde. Wieder ein Gegentor aufgrund eines individuellen Aussetzers. Wieder ein Gegentor, weil die letzte Konsequenz und Konzentration fehlte, um auch noch die letzte Flanke zu verteidigen.

Doch nicht nur die unnötigen Gegentore kosteten den Effzeh nun schon zum wiederholten Mal wichtige Punkte. Auch die Offensive konnte im zweiten Spiel in Folge nicht überzeugen. Das 1:1 in Kiel gehörte zu den Spielen mit den wenigsten Torchancen in der bisherigen FC-Saison. Simon Terodde hing 90 Minuten fast komplett in der Luft, traf nur per Elfmeter und kam auf eine weitere Chance nach einem schnell ausgeführten Freistoß. Chancen für den Knipser aus dem Spiel heraus? Fehlanzeige. Jhon Cordoba und Dominick Drexler nach zwei Kontern hätten noch treffen können. Ansonsten war der Offensivvortrag der Geissböcke in Kiel mau. Das sah auch Sportchef Veh so. „Nach vorne haben wir uns zu wenige Torchancen herausgespielt. Wir hätten noch mehr auf das 2:0 gehen müssen.“

In Kiel fiel das Fehlen von Christian Clemens und Vincent Koziello sowie das spätere Ausscheiden von Louis Schaub ins Gewicht. Kreative Momente in der Offensive waren selten. Tempo alleine wie über Simon Zoller reichte nicht, dessen und andere Flanken landeten überall, nur nicht in der gefährlichen Zone. Ohne Schaub waren auch die Ecken weniger gefährlich, hinzu kam, dass der Kölner Spielaufbau von Kiel deutlich besser zugestellt wurde als noch in den ersten Spielen der Saison durch andere Gegner. Eine Warnung an Anfang und sein Team, denn bisher lebte der FC von seiner offensiven Wucht (21 Tore in den ersten acht Spielen). Wer aber nur ein Tor pro Spiel erzielt (wie zuletzt), darf sich in der Defensive keine individuellen Aussetzer leisten.

So geht es weiter

Der 1. FC Köln hat in den letzten zwei Spielen unfreiwillig dafür gesorgt, dass die Zweite Liga an der Tabellenspitze wieder ganz eng zusammengerückt ist. Hätten die Geissböcke mit einem Sieg über den MSV Duisburg noch dafür sorgen können, fünf Punkte vor dem Tabellenzweiten und sechs vor dem Dritten zu stehen, lautet nun die Erkenntnis: zwei Ausrutscher und fast aller Vorsprung ist wieder dahin. Nur, weil Union Berlin und der HSV ebenfalls nicht gewinnen konnten, thront der FC noch an der Tabellenspitze.

Zwar zeigt dieser Umstand, dass es weiterhin keinen Grund gibt, dem FC eine Krise anzudichten. Dennoch stehen den Geissböcken nun wichtige Tage bevor. Am Samstag kommt der 1. FC Heidenheim nach Müngersdorf. Der Klub aus dem kleinen Ort an der Grenze von Baden-Württemberg zu Bayern steht auf einem hervorragenden achten Rang (fünf Punkte hinter dem FC) und wird versuchen, die zuhause bislang schwächelnden Kölner zu ärgern. Ein FC-Sieg ist aber Pflicht, folgen doch darauf im DFB-Pokal die schwere Aufgabe gegen den FC Schalke 04 und anschließend das Auswärtsspiel beim Hamburger SV. Richtungsweisende Spiele also für Köln. Markus Anfang und sein Team müssen jetzt zeigen, dass sie dem Druck des Favoriten in Liga zwei gewachsen sind.

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