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Mitgliederversammlung: Das sagten Spinner, Veh & Co.

Das sagten Müller-Römer und Wehrle


Stefan Müller-Römer

„Eigentlich darf man mit einem so finanzkräftigen Verein nicht absteigen. Wir müssen uns kritisch hinterfragen, was schief gelaufen ist, damit so etwas nicht noch einmal passiert. Als Mitgliederrat mischen wir uns nicht in das Tagesgeschäft ein. Wir beraten und überwachen ausschließlich den Vorstand. Die gegenteilige Auffassung des Vorstands ist auch für uns neu. Für den Vorstand sind wir nicht für Themen wie den Stadionausbau oder die Ticketpreise verantwortlich. Gleichzeitig erwartet der Vorstand von uns, dass wir uns öffentlich hinter seine Entscheidungen stellen, ohne dass wir die nötigen Informationen zu den Vorgängen erhalten. Wir haben offensichtlich ein grundlegend anderes Verständnis von Zusammenarbeit. Der Gemeinsame Ausschuss muss wichtigen Entscheidungen zustimmen. Wir mischen uns nicht ein, sondern müssen das gemäß der Satzung machen. Nichts anderes habe ich im Fall Simon Terodde getan. Ich habe mich bei der Abstimmung lediglich enthalten und nicht gegen einen Transfer gestimmt. Ich freue mich genauso über jedes Tor, das Terodde schießt, wie alle anderen. Aber wir müssen Perspektivbewertungen vornehmen und dabei das finanzielle, vertragliche und sportliche Paket betrachten. Seit Wochen werden viele Unwahrheiten über den Mitgliederrat und mich persönlich verbreitet. Mich trifft das, denn ich mache das hier aus Leidenschaft für den Verein. Für mich ist der Respekt das Fundament unseres Miteinanders. Das fehlt, wenn eine vertrauliche Mail an die Presse gesteckt wird. Das ist sehr schade und sehr enttäuschend. Außerdem schadet es dem Verein.“

Alexander Wehrle

„Wir haben in der abgelaufenen Spielzeit zum vierten Mal in Folge Rekordzahlen erreicht. Trotzdem geht es im Fußball nicht nur um Geld und Bilanzen, sondern auch um Emotionen. Jeder weiß zum Beispiel, wo er das unvergessliche Spiel in London erlebt hat. Auf den Rest der Saison hätten wir wahrscheinlich alle gerne verzichtet. Unser oberstes Ziel muss nun der Aufstieg sein. Denn ich finde: Schuldenfrei in Liga zwei ist eine Scheiß-Schlagzeile. Dennoch: Das Stadion ist voll, wir haben wichtige Sponsorenverträge verlängert, Ford bleibt unser Partner. Alle unsere Parameter sind für einen Zweitligisten ungewöhnlich, nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa. Im Erfolg ist es einfach zusammenzuhalten, wahre Stärke zeigt sich erst in schwierigen Zeiten. Zum Thema Stadionausbau: Wir wollen den Standort Müngersdorf nicht aufgeben. Deswegen haben wir uns nach der ersten Machbarkeitsstudie nicht entmutigen lassen. Wir möchten mehr Fans ermöglichen, die Spiele des Effzeh zu sehen. Das würde auch unsere Wettbewerbsfähigkeit drastisch erhöhen. Wenn wir nicht abhängig sein wollen von Investoren und TV-Geldern, ist das unsere beste Möglichkeit. Wir würden in der Stadionfrage aber immer die Mitgliederversammlung entscheiden lassen und diesem Votum folgen. Aber auf dem Weg zu einer Lösung benötigen wir ein Grundvertrauen. Deswegen sollten wir uns auch nicht im Verein gegenseitig bekämpfen. Wenn uns dieser Abstieg eines gelehrt hat, dann, dass man sich auf Erfolg nie ausruhen darf.“

4 Kommentare
  1. Paul says:

    Tolle Metapher vom Beststeller-Autor und Ex-Weltklassetorwart H. „Toni“ Schumcher: Wir haben einen Verkehrsunfall mit einigen Toten gebaut, jetzt regeln wir den Verkehr, fahren die Verletzten ins Krankenhaus und operieren sie dort, dann begraben wir die Opfer und trösten die noch die Angehörigen.

    Besser wäre: Wir haben einen Unfall mit mehreren Toten gebaut, wir gestehen unsere Schuld ein, tragen die Konsequenzen und stellen das Geld, das wir dabei verdient haben, den Opfern zur Verfügung.

    Zum Glück scheinen es einige Mitglieder ähnlich zu sehen: VORSTAND RAUS!!!

  2. NICK says:

    „Fahrerflucht“. Wer so nen „Unfall“ baut und etwas Ehre hat, gibt seinen Führerschein freiwillig ab.

    Der gesamte Vorstand hat sich gestern bei Weitem nicht so souverän gezeigt wie in den Vorjahren, eher eingeschnappt, beleidigt und wegleitig. Die sind am Ende, dass müssten sie doch eigentlich schon längst selbst einsehrn und sollten bald ankündigen Ihren Führerschein nächstes Jahr freiwillig abzugeben…Wobei der Schumacher wohl scheinbar unbedingt noch Brötchen im Präsidentenzimmer schmieren will, dabei zeigt er bei jedem öffentlichen Auftritt das er mehr als ungeeignet dafür ist.

    Vielen Dank. Bis hier hin und nicht weiter.

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