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Anfang: „Es war hart, das wieder zurückzuholen“

Was sich verändert hat

Du kannst bestimmen, wo du den Ball haben willst

Diese Bewegungen in den Räumen stimmten zuletzt wieder viel besser als in den sieglosen Wochen. Anfang hatte immer wieder von einem Prozess gesprochen. Dass dieser eine Systemumstellung beinhalten würde, war eigentlich nicht eingeplant gewesen. Doch Anfang rang sich dazu durch und scheint nun die nötige Mischung gefunden zu haben, die in der Zweiten Liga auch auf lange Sicht erfolgsvorsprechend zu sein scheint. Auch, weil die Abhängigkeit von Simon Terodde, trotz dessen weiterhin beängstigend starker Quote, reduziert und auf mehr Schultern verteilt wurde, nicht zuletzt auf Jhon Cordoba.

Das hervorragend harmonierende Sturmduo hat aber nicht nur das Offensivspiel verändert, sondern auch das Verhalten des Gegners. „Mit zwei Stürmern kommt eine gegnerische Mannschaft normalerweise mehr über die Flügel“, erklärte Anfang, der mit seinen beiden Angreifern aber noch besser den gegnerischen Spielaufbau beeinflussen kann. „Wir können die Stürmer aber auch auf beiden Seiten von außen anlaufen lassen, dann kommt der Gegner eher durchs Zentrum. Du kannst also bestimmen, wo du den Ball haben willst. Wir können also versuchen, den Gegner dahin zu bringen, wo wir unsere stärksten Balleroberer haben.“

Das gelang gegen Dresden und Darmstadt vor allem in der zweiten Hälfte gut, gegen Fürth passte diese Idee über die gesamte Spieldauer. Anfang wäre aber nicht Anfang, wenn er nicht auch beide Seiten der Medaille beleuchten würde. Nämlich die, die durch das nicht mehr verwendete 4-1-4-1 nun wegfällt. „Jetzt dribbelt vom Gegner keiner mehr aus dem Zentrum in unser Mittelfeld rein, das kann man positiv bewerten“, sagte Anfang, fügte aber an: „Andererseits hätten wir den Ball in solchen Moment durch unser Pressing gewinnen und dann in die offenen Räume spielen können. Das können wir jetzt nicht mehr. Diese Möglichkeit umzuschalten haben wir jetzt nicht mehr. Das könnte man als ein Negativ ansehen. Alles hat also seine Vor- und Nachteile.“

Eine schöne Erkenntnis

Und so wird Anfang wohl auch noch länger das Wissen mit sich herumtragen, dass das 4-1-4-1 eigentlich auch gut funktioniert hatte, immerhin gab es auch in dieser Formation im September drei Siege in Folge. Nun geht es aber darum, in der veränderten Grundausrichtung die neuerliche Siegesserie auszubauen. „Wir können so oder so drei Spiele in Folge gewinnen. Das ist eine schöne Erkenntnis.“

6 Kommentare
  1. Gerd Mrosk says:

    Wird es,Özcan wird öfters mit Hector zusammen spielen ,aber Höger ist weit wertvoller als hier manche verlauten lassen.auch Koziello kann mit Absicherung das Spiel von hinten aufbauen.also ich seh da mehr auf den Aussenpositionen Bedarf.

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