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Große Dominanz und Standardschwäche: Das war gut, das war schlecht

Wieder ein Gegentor nach einem Standard

Das war schlecht

Viel zu kritisieren gibt es nach dem deutlichen Erfolg über den Mitaufstiegskonkurrenten nicht. Bei St. Paulis erster Chance im Spiel ließ Rafael Czichos Sami Allagui nach einem langen Ball von Kalla aus den Augen. Aus spitzem Winkel scheiterte der Tunesier allerdings. Auch Markus Anfang sagte nach der Partie, seine Mannschaft habe „85 Minuten ein richtig gutes Spiel gemacht.“ Die fünf Minuten, die dem Trainer gar nicht gefallen haben dürften, waren die Minuten zwischen eigenem Treffer und Gegentor. Nach der Führung durch Cordoba wirkte der Effzeh schläfrig und verlor zeitweise die Spannung. „Obwohl wir es angesprochen haben, kriegen wir mit dem Anstoß eine Standardsituation nach der anderen“, monierte der Trainer hinterher. Vor dem Gegentor ließ Schmitz Allagui laufen, Terodde musste hinten mithelfen und klärte den Ball zur Ecke. Wie schon gegen Berlin, als zahlreiche Standardsituationen gefährlich wurden, schafften es die Kölner nicht, die Ecke der Hamburger zu verteidigen. Zunächst setzte sich Allagui gegen Geis durch, dessen Kopfball Timo Horn noch parieren konnte. Danach ließ Terodde Alex Meier völlig blank stehen, der nur noch seinen Fuß hinhalten und zum Ausgleich einschieben musste. „Uns fehlen derzeit auch ein paar kopfballstarke Spieler. Aber trotzdem muss nicht immer gleich ein Tor fallen bei Standards, das ist klar“, kritisierte auch Geschäftsführer Armin Veh hinterher die derzeitige Standardschwäche der Geißböcke.

Insgesamt kassieren die Kölner in dieser Saison viele einfache und vor allem vermeidbare Gegentore. „Wenn du so einfache Tore bekommst, hindert dich das daran, die Dominanz auszuspielen“, sieht Armin Veh auch das Problem der leichten Gegentreffer. Diese Schwäche gilt es in den kommenden Wochen abzustellen, denn schon am nächsten Freitag treffen die Kölner auf den SC Paderborn, der sich in den letzten Spielen heimlich immer weiter nach oben geschoben hat.

So geht es weiter

Nach dem Sieg hat Markus Anfang seiner Mannschaft zwei Tage frei gegeben. Diese hätte es ohnehin gegeben, denn der letzte freie Tag liegt bereits zwei Wochen zurück. Und schon in fünf Tagen geht es mit dem Auswärtsspiel beim SC Paderborn weiter. Der Aufsteiger hat sich durch starke Leistungen in den letzten Spielen (unter anderem ein 6:0-Erfolg gegen Greuther Fürth und ein 6:2 gegen Darmstadt) bis auf fünf Punkte an den Effzeh herangepirscht. Für die Kölner ist es also die nächste Gelegenheit, einen weiteren Konkurrenten auf Distanz zu halten. Möglich auch, dass Markus Anfang dann auf einen weiteren Sturm-Star zurückgreifen kann: Die Spielgenehmigung für Anthony Modeste wird in der kommenden Woche erwartet.

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