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Das Spinner-Aus: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Wie geht es jetzt weiter?

3. Wer wird kommissarischer Vorstand?

Werner Spinner wollte in den letzten Monaten unter allen Umständen verhindern, dass Stefan Müller-Römer oder Carsten Wettich an seiner statt in den Vorstand aufrücken. Ob die beiden Mitgliederrats-Vorsitzenden dem scheidenden Präsidenten diesen Gefallen tun werden? Es scheint zumindest möglich, denn man will nun offenbar versuchen, Einigkeit zu demonstrieren und die Spannungen der letzten Wochen aus der Führungsspitze zu lassen. Dies wäre aber nur gegeben, wenn der Kandidat des Mitgliederrates mit Schumacher und Ritterbach zusammenarbeiten könnte und würde. Walther Boecker gilt neben Christian Hoheisel als möglicher Kandidat.

Ein pikantes Detail: Weil das kommissarische Vorstandsmitglied qua Satzung seine Amtsgeschäfte im Mitgliederrat ruhen lassen müsste, werden Müller-Römer und Wettich wohl auf eine eigene Nominierung verzichten. Denn andernfalls dürften sie sich zumindest offiziell nicht mehr an dem Auswahlverfahren beteiligen, mit dem ein neues Präsidium gefunden werden soll, das im Herbst zur Wahl gestellt werden soll.

4. Gibt es vorgezogene Vorstandswahlen?

Vorgezogene Vorstandswahlen wären nur dann möglich, wenn entweder der Vorstand oder der Mitgliederrat eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen würden. Dies erscheint nach jetzigem Stand aber eher unwahrscheinlich, da der Auswahlprozess für ein neues Präsidium im Mitgliederrat ebenso noch nicht in Gänze abgeschlossen ist wie die Überlegungen von Schumacher und Ritterbach, zusammen mit einem Nachfolger für Werner Spinner in Eigenregie noch einmal anzutreten. Daher dürften beide Gremien nicht an einer vorgezogenen Vorstandswahl Interesse haben, zumal der Verein trotz des Spinner-Rückzugs handlungsfähig bleibt und nur noch ein halbes Jahr bis zur ordentlichen Mitgliederversammlung zu überbrücken ist.

5. Was bedeutet der Spinner-Rücktritt für die laufende Saison?

Zunächst einmal nichts, da der sportliche Bereich der Profi-Abteilung, ausgegliedert in die 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA, davon unberührt geblieben ist. Tatsächlich konnten sich die Spieler in den letzten zwei Tagen relativ unbeobachtet auf das Heimspiel am Samstag gegen Arminia Bielefeld vorbereiten und dürften auch in den zwei verbliebenen Trainingstagen in Ruhe arbeiten können. Sportchef Armin Veh wurde zwar vom Gemeinsamen Ausschuss kritisiert und angezählt. Einen weiteren öffentlichen Ausfall in Richtung eines Vereinsgremiums wird sich der 58-Jährige nicht erlauben dürfen. Doch zunächst hat Veh bekommen, was er wollte: eine Veränderung.

14 Kommentare
  1. Huey L. says:

    Ich kann hier nur noch einmal den Beitrag wiederholen, den ich gestern Abend schon geschrieben habe, als der Rücktritt von Herrn Spinner bekannt wurde und zitiere mich jetzt quasi selbst: „Herr Spinner ist der dritte FC-Präsident hintereinander, der seine Amtszeit nicht erfüllt. Albert Caspers wurde übel mitgespielt, so dass er lange Zeit noch nicht einmal mehr das Stadion betreten hat, an dessen Umbau er maßgeblich beteiligt war. Wolfgang Overath und Werner Spinner haben auf Druck jeweils hingeschmissen. In der Hinsicht dürfte der FC tatsächlich „spürbar anders“, als andere Bundesliga- Vereine sein.
    Wünschenswert wäre jetzt ein Präsident, der wieder eint, Visionen hat und Fans, Mitglieder und Mitarbeiter dafür mit ins Boot nimmt. Wo der herkommen soll, kann ich nicht sagen. Ist zum Glück auch nicht meine Aufgabe, den zu finden. Dass man sich bei der Aufgabe FC Präsident zu werden/ sein eher eine blutige Nase, als Meriten holt, sollte diesem bewusst sein, Beispiele hierfür sind die drei aufgeführten Amtsvorgänger. Da dies kein Geheimnis ist, ist es spannend, wer sich dieses Amt freiwillig antun wird, bei dem es offensichtlich nicht viel zu gewinnen, aber ne Menge zu verlieren gibt… .“

  2. Ottla says:

    Ob sich der Veh wohl in die PK vor dem Spiel setzt? Glaube kaum… hier wird er Anfang schön im Regen stehen lassen – in die PK setzt sich Veh doch nur, wenn er Krisenmanagement betreiben kann, das ihn gut aussehen lässt… nee, nee – Fußball: wat für Typen…

  3. Dieter says:

    Jetzt ist mir endlich die Leitlinie „Spürbar anders“ klar. Es sollte wohl heißen „Professionell geht anders“. Hoffe das der FC aus dieser Nummer nicht als Verlierer vom Platz geht. Dessen sollten sich alle handelnden Akteure bewusst sein. Es zählt nur der FC !!!

  4. Thomas Schmitz says:

    Es wäre schön, wenn man von den Reportern oder Redakteuren, die uns von einem „Machtkampf“ berichten, erfahren könnte, was diesem Machtkampf eigentlich zugrunde liegt. Was hat Herr Veh eigentlich getan, dass Herr Spinner sich zum Rücktritt veranlasst sieht und was hat Herr Spinner getan, dass Herr Veh Vertrauen anzweifelt? Daran, dass Armin Veh die Leistung der Mannschaft sicher nicht zuunrecht kritisiert (was ja wohl zu seinen ureigensten Aufgaben gehört) kann es doch wohl nicht liegen.
    Da wird geschrieben und geschrieben, aber die eigentlichen Fragen bleiben unbeantwortet.

  5. Holger says:

    Nun zeigt sich, was mit dem Trainer wird :-)
    Bin mal gespannt ob er weiter seine wilden Formationen spielen lässt, denn dann kann man das so deuten als lasse Veh den Trainer ins Unglück laufen :-)
    Je weniger Veh nun eingreifen wird, umso mehr sitzt der Trainer auf dem Schleudersitz

  6. Paul says:

    Der Rücktritt von Präsident Spinner war überfällig. Es muss jedem klar sein, dass es kein leichter Job ist, Präsident vom 1. FC Köln zu sein. Letztendlich hätte Spinner spätestens nach dem Abstieg zurücktreten müssen, weil er diese Talfahrt zu verantworten hatte. Da er immer sehr rustikal mit seinen Gegnern umgesprungen ist, muss er damit leben, dass der Wind, den er gesät hat, als Sturm zurückgekommen ist. Da gibt es keine Veranlassung zum Mitleid. Er hat am Anfang fast alles richtig und am Ende fast alles falsch gemacht. Jetzt kann er sich schonen, und wir haben hoffentlich bald einen besseren Präsidenten.

    Der FC steht jetzt wieder da wie vor ein paar Jahren. Ein schlechter Trainer, der den jungen Spielern keine Chance gibt, ein Sportdirektor, der den Verein manipuliert, bei dem er angestellt ist und so weiter und so weiter. Es hat sich nichts daran geändert, dass der FC ein Loser-Verein ist.

    Es ist zum Heulen.

      • guido says:

        Auch hier nochmal.
        Quatsch, Wehle macht nur seinen Job und bei den Einnahmen ist dies kein Hexenwerk. Da gibt es zig Fachleute die dies genau so könnten. Und dafür erhält er ein siebenstelliges Gehalt.
        Des weiteren mischt er sich viel zu sehr in Vereinsangelegenheiten ein, als Angestellter des Vereins. Wehrle ist ein berechnender Machtmensch der im Hintergrund ständig seine Position ausbaut. Ein Angestellter der sich anmaßt seinen Chef zu untergraben gehört ….. gefeuert!

        • major says:

          Dieses Gerücht um Wehrle hält sich hartnäckig. Zudem trauen ihm auch einige das Durchstechen der SMR-Mail zu.
          Warum auch immer – es gibt noch Heckenschützen, die auch was gegen Wehrle haben. Seine Öffentlichkeitsdarstellung ist aber relativ unauffällig und scheint professionell gelassen. Insofern schon mal bei den momentanen Akteuren eher angenehm.

          Kann man aber auch als „hinterhältig“ empfinden..weder die Mailaffäre noch die Spitzelaffäre wurden wirklich aufgeklärt. Der Maulwurf ist vielleicht weiter aktiv.

  7. Holger says:

    Denn eins steht fest, schon heute knacken die Mannschaften der 2. LIGA die Defensive des FC….die Mannschaften der 1. LIGA würden sie überrennen. Bin also gespannt ob Veh nun regulierend eingreifen wird, denn der Trainer ist stur auf seiner Route, oder ob er den Trainer weiter machen lässt ;-)

  8. mcwolli77 says:

    Bei aller sicherlich auch berechtigter Kritik am Vorstand, bleibt trotzdem festzuhalten das Herr Spinner und Kollegen den Verein in einer Situation übernommen haben die mehr als prikär war.
    Er hat den Herrn Wehrle geholt der ja wohl über jeden Zweifel erhaben sein dürfte.
    Gemeinsam haben diese Herren dem Verein seit 2012 bis 2017 tolle Zeiten beschert und es ging unüblicher Weise nur bergauf.
    Dabei wurden sicherlich in den letzten anderthalb Jahren viele Dinge und Werte aus den Augen verloren die zu diesen Erfolgen geführt haben. Man wurde zu zufrieden und blind für die Vorkommnisse und Veränderungen im und um den Verein herum. Das muss sich die Spitze des Verein ankreiden. Die Aussendarstellung und daraus resultierende Aussenwirkung tragen ihren Teil dann auch bei.

    Daher ist der Rücktritt nur konsequent, wenn auch etwas zu spät.
    Das es solch einer unverantwortliche Aufführung des AV braucht und er damit durch kommt ist die eigentliche Posse daran und macht uns wieder mal zur Lachnummer.
    Denn das war mehr als ein Schuß vor den Bug. Hier wurde jemand jemand völlig demontiert. Und das ist völlig unseriös und moralisch nicht vertretbar.

    Es ist Zeit für einen neuen Vorstand, ja. Jedoch hört auf diese Personen, insbesondere Herrn Spinner, der Art zu diskreditierten.

    Denn fest steht auch bei aller berechtigter Kritik:
    Wenn diese Herrn nicht da gewesen wären 2012, wissen wir doch überhaupt, ob wir hier noch über unseren Verein schreiben könnten.

    Vielleicht über Vorkommnisse In der 4 oder 5 Liga. Lasst uns mal einen Blick nach Aachen werfen.

    Noch mal, es muss neuer Geist in die Vorstandsebene. Jetzt sollte jedoch richtig und dem FC gebührend gehandelt werden, ohne Polemik und ohne sich am eigenen Ego zu ergötzen.

    Come on effzeh. Das kannst du besser.

  9. Cöln Christian says:

    Wenn wir schon dabei sind zu fragen, wer was erreicht hat, dann bitte, was hat Tante Else (TS) erreicht? Das ganz Fussball Deutschland über uns gelacht hat. Siehe Held Verpflichtung. Wenn gewonnen wurde, stand er in der Sinne. Wenn verloren wurde, tauchte er ab.
    Bravo

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