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Transfers und Spielsystem: So plant der FC mit Beierlorzer

Die Transfers müssen sitzen

Chefscout soll bald vorgestellt werden

Allerdings muss Veh diese Aufgabe unter erschwerten Bedingungen erfüllen. Erstens, weil der eigentliche Chefscout nicht mehr im Amt ist und künftig als Assistent Beierlorzers agieren wird. Manfred Schmid sollte die Kaderplanungen für die neue Saison zusammen mit Lizenzspielerleiter Frank Aehlig und Veh vorantreiben. Nach der Entlassung von Markus Anfang aber kehrte Schmid auf den Trainingsplatz zurück und wird dort auch bleiben. „Wir sind kurz davor und werden in den nächsten Tagen verkünden können, wer neuer Chefscout wird“, kündigte Veh zwar einen Nachfolger an. Dass dieser aber noch keine Arbeit für den FC geleistet haben kann, versteht sich von selbst. „Wir wollen keine Zeit verstreichen lassen.“

Denn Zeit hat Köln nicht. Auch, weil den Geissböcken nur eingeschränkte Mittel zur Verfügung stehen, um die vier oder fünf potentiellen Verstärkungen zu bezahlen. Beim FC hält man sich in Sachen finanzielle Möglichkeiten zwar zurück. Niemand bestätigt, wie viel Geld der Klub tatsächlich im Sommer zur Verfügung hat. Doch wenn die Kölnische Rundschau richtig liegt, sind die fünf Millionen Euro, die Serhou Guirassy im Falle des Klassenerhalts seines SC Amiens einbringen würde, bereits in den kolportierten zehn Millionen Euro Transferbudget enthalten. Insofern ist man beim FC am Freitagabend Amiens-Fan, wenn der französische Erstligist am letzten Spieltag gegen den Abstieg spielt.

Auch, wenn solche Zahlen beim FC nicht kommentiert werden, zeigen sie doch, dass der Klub finanziell nicht nur keine großen Sprünge machen kann. Obwohl die Geissböcke mit Platz 15 in der TV-Tabelle und zusätzlich mit fünf Millionen Euro aus dem internationalen TV-Pott (wegen der Europa-League-Qualifikation) planen können, ist ein großer Teil des Geldes bereits mit dem bestehenden Kader verplant. Die nächsten Investitionen müssen also sitzen. Spielraum für Fehler gibt es keine. Zudem wäre es vorteilhaft, würden neben Guirassy weitere Abgänge hinzukommen, die siebenstellige Summen in die Kasse spielen oder zumindest in Form von Ausleihen den Gehaltstopf weniger belasten würden.

Kann die Mannschaft das spielen? Na klar!

Veh und seine Kaderplaner werden also ein gutes Händchen beweisen müssen. Und Beierlorzer wird zeigen müssen, dass er in der Lage ist, seine Spielidee flexibel an die vorhandenen Verhältnisse anzupassen. Oder die Spieler so dafür zu begeistern, dass die FC-Profis wiederum flexibel und bereit sind, sich auf einen anderen Fußball einzulassen, als er bislang gespielt wurde. „Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, würde ich meine Vorstellung als einen sehr aktiven Fußball in allen Spielphasen bezeichnen“, sagte Beierlorzer am Donnerstag. Im Ballbesitz sollen seine Spieler den Blick nach vorne richten und in hohem Tempo den direkten Weg in die Offensive suchen. Gegen den Ball will Beierlorzer eine hohe Aggressivität und Laufbereitschaft sehen, um den Gegner einem hohen Stress auszusetzen.

Der FC wird unter dem neuen Cheftrainer wohl zum 4-4-2 zurückkehren. Die Viererkette hatte bereits André Pawlak wieder eingeführt. Beierlorzer wird zudem auf zwei Stürmer setzen, „weil man mit zwei Stürmern schon richtig Druck ausüben kann“. Für diesen Druck will der 51-Jährige im Sommer die Grundlagen legen. Der Fußballlehrer kündigte an, die Spieler körperlich auf ein Level bringen zu wollen, auf dem hohe Intensitäten mit großer Aggressivität in den Spielen möglich sein werden. „Kann die Mannschaft das spielen? Na klar“, zeigte sich Beierlorzer überzeugt. „Es geht darum, etwas zu tun und tun zu wollen. Man muss dafür offen sein.“ Eine klare Erwartung also an die Spieler. Und eine Erwartung an den Sportchef, die Spieler zu bekommen, mit denen diese Idee umsetzbar sein wird.

10 Kommentare
  1. major says:

    „Die Mittel sind eingeschränkt“

    Mittel sind immer eingeschränkt. Was will uns dieser Satz sagen? Dass die Finanzen doch nicht soooooo der Hammer sind wie bisher behauptet? Dass wir trotz der modernsten Satzung aller Zeiten mit Kontroll- und Aufsichtsgremien an jeder Ecke bald wieder pleite sind? Müssen wir Uli Hoeneß anbetteln? Hat der Efzeh einfach damit gerechnet, daß Müller-Römer seine „Vergütung“ wie sein Vorgänger nicht in Anspruch nimmt? Oder drücken einfach die Rücklagen für die Berateraffäre und den kostenlosen Modestetransfer die Bilanz?

    Vielleicht bereitet man ja auch einfach den mysteriösen Investor aus dem Orient vor, der uns Spitzenspieler kaufen kann?

    Es ist Sommerpause. Denken wir einfach nicht drüber nach, mitbestimmen können wir eh nicht.

  2. Boom77 says:

    Wir sollten eher darüber sinnieren, woher wir dieses hohe Tempo für den Höger her bekommen und was so ein Tuning kosten wird…. Aufgrund der dann doch beschlossnenen Regelung wird ein E-Roller da nicht ausreichen… Vielleicht sollten wir doch einen Antrag bei DFL und DFB stellen, dass wir gefüllte Kölschgläser aufs Feld stellen dürfen… Denn zum Kölsch rennt er immer besonders schnell, wie er selbst überraschend festgestellt hat

    • Boom77 says:

      Ja, das birgt halt immer Risiko. Ich meine, klar ist es so, dass ein oder zwei Spieler nicht alleine daran Schuld sind, dass z. B. Hannover abgestiegen ist… Aber es ist schon so, dass die Spieler auch nicht grundlos bei einem Absteiger spielen… Ich finde, wir sollten da eher kreativer denken… So was wie der Ezibuhe gefällt mir da schon eher… Da weiß man dann auch nicht, ob der die richtige Verstärkung sein wird, weil in der Ernedivisie halt nicht nur Mannschaften wie Ajax, PSV oder Feyenoord sondern eben auch Zwolle, Twente & Co. spielen… Ein Risiko ist also auch das… Aber wenigstens sagt nachher nicht gleich jeder, war ja klar, wenn man nur Absteiger verpflichtet… Und so ein junger Ezibuhe mag vielleicht noch mehr Drang haben, sich wirklich zu beweisen und in der Bundesliga zu etablieren… So ein Anton von Hannover mag sich vielleicht sagen, hauptsache weiterhin erste Liga und wenn ich wieder absteige, nimmt mich schon ein anderer Erstligist in Deutschland… Muss nicht so sein, kann aber und ist eine ganz andere Motivationslage

  3. Paul says:

    Es ist nicht ohne weiteres nachvollziehbar, warum der FC nur so wenig Geld für Transfers zur Verfügung hat. Als ich seinerzeit behauptet habe, der Abstieg kostet ca. 50 Millionen, wurde das hier als wüste Spekulation bezeichnet. So, wie es aussieht, war diese Schätzung nicht so schlecht.

    Zusätzlich hat Veh vor lauter Panik, die Mannschaft könnte auseinanderbrechen, den Spielern im Falle eines Wiederaufstiegs zu teure Zusagen gemacht, die uns jetzt auf die Füße fallen. Die Spieler sind älter UND teurer geworden. Es bleibt bei meiner Analyse: Veh ist kein guter Manager! Wenn er diese Transferperiode wieder versemmelt, dann muss er gehen!

  4. erwin schaub says:

    hallo effzeh !
    Den Geis würde ich behalten, hat eine gute Technik und einen strammen Schuss.

    Weg muss: Der langsame und verletzungsanfällige Höger und Risse,
    Sörensen, Özcan, Bader, Hauptmann, J. Horn. Der Anfang kann sich auch sein
    Liebling Czichos holen. So dann ist Luft da für bessere Spieler.

    • CK says:

      Öczan, Bader und Hauptmann sind noch jung und sollten noch eine Chance bekommen.

      Höger, Risse und Sörensen stimme ich zu aber wenn der Geis bleibt muss ich meine Mitgliedschaft nochmal überdenken…

      Jannes Horn ist wohl auch zu verbrannt und wir haben alternativen aus der eigenen Jugend die sich hinter Hector noch 1-2 Jahre anstellen um Ihn dann ernsthaft herauszufordern.

    • Peter Kranz says:

      Ich kann hier Erwin Schaub nur zustimmen. Der Geis kam ohne Spielpraxis zu uns und hat mich mit seiner Übersicht und Passgenauigkeit überzeugt. Er ist der Einzige der aus dem Fußgelenk einen Pass über 20-30m in den Lauf/ Fuß seiner Mitspieler spielen konnte. So jemand hat im Mittelfeld gefehlt. Statt mit 10 Kontakten zweimal um den Handballkreis zu spiel, Zack den Pass spielen der die Abwehr überwindet. Gebt ihm mal ne ordentliche Vorbereitung, etwas mehr Kondition, Sprintstärke und Spielpraxis dann wird er uns noch viel Freude machen.

  5. Jhen says:

    Wissend dass, Herr Merten bis auf eine Personalie einfach so in den Tag hinein spekuliert warte ich einfach einmal die nächsten Wochen ab. Was Beierlorzer sagte klingt für mich eher so, dass das Mittelfeld seiner Ansicht nach nicht genügend nach hinten gearbeitet hat. Und speziell bei Clemens finde ich, dass er recht hat.

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