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Von der U17 bis zu den Frauen: Woran es bei den FC-Teams noch hakt

Talente binden, entwickeln und Frauen unterstützen

Der Nachwuchs als Versprechen für die Zukunft

Auch für die U17 sieht es nach 24 Spieltagen nicht schlecht aus: Zwar führt Borussia Dortmund die Staffel mit 59 Punkten an, der Effzeh liegt jedoch punktgleich auf Rang zwei – und somit klar auf Endrunden-Kurs. Ärgster Konkurrent ist die B-Jugend von Bayer Leverkusen, die mit neun Punkten und einem Spiel weniger als die Kölner aber nur noch theoretische Chancen auf das Erreichen der Endrunde hat.

Beide Nachwuchsteams haben eine herausragende Saison hinter sich. Damit das so bleibt, hat der FC unter anderem mit der langfristigen Vertragsverlängerung mit Stefan Ruthenbeck bereits einen Grundstein in der U19 gelegt. Die Trainerentscheidung bei den Profis dürfte sich zudem direkt auf die U21 auswirken, und so wird Geschäftsführer Armin Veh wohl alles daransetzen, Pawlak ebenfalls langfristig im Verein zu behalten – ob als im Trainerteam der Profis oder bei der U21.

Die Talente binden – und entwickeln

Der Auftrag der Kaderplaner und Nachwuchsleiter muss nun sein, die vielversprechenden Talente aus der U19 und U17 langfristig an den FC zu binden. Denn beim Effzeh sprießen so viele vielversprechende Jungspieler hervor, wie seit vielen Jahren nicht mehr. Diese Entwicklung ist für die Geissböcke aber auch eine Verantwortung. Auch deswegen muss die U21 endlich stabil aufgestellt werden, um den Talenten Raum und Zeit für ihre Entwicklung zu geben. Sonst droht der Erfolg im Nachwuchs zu verpuffen.

Die Versprechen für die Zukunft sind zahlreich: Von Darko Churlinov und Thomas Ostrak über Noah Katterbach bis hin zu den diversen Nachwuchs-Nationaltorhütern. Alle können es freilich nicht zu den Profis schaffen, dennoch muss der FC eine Lösung finden, um sie über die U19 und U21 kontinuierlich aufzubauen. Ein gutes Zeichen ist, dass Sportchef Armin Veh einigen Spielern aus der U19 die Tür zu den Profis direkt öffnet. So sollen Nikolas Nartey, Katterbach und Churlinov ab dem Sommer fester Bestandteil der ersten Mannschaft werden.

Bei den Frauen steht das Bekenntnis noch aus

Die FC-Frauen möchten derweil fester Bestandteil der 1. Bundesliga werden. Am Sonntag machten sie durch einen Heimsieg gegen den FC Saarbrücken die Rückkehr ins Oberhaus perfekt. Doch ob sich die Kölnerinnen dort in der kommenden Saison halten können, bleibt abzuwarten. Denn schon in der vergangenen Bundesliga-Saison verweigerten die FC-Bosse den Frauen die nötigen finanziellen Möglichkeiten, um einen auch nur ansatzweise konkurrenzfähigen Kader auf die Beine zu stellen.

Die Folge war ein Abstieg mit elf Punkten aus 22 Spielen und einem peinlichen Torverhältnis von minus 70 bei gerade einmal acht erzielten Toren in 22 Spielen. Sollten die Verantwortlichen nicht bereit sein, den Frauen-Etat für die Bundesliga spürbar zu erhöhen, könnte sich der FC eine weitere Saison in Liga eins sparen. Denn bislang lassen die Geissböcke ein klares Bekenntnis für eine erfolgreiche Frauen-Abteilung vermissen.

2 Kommentare
  1. Fueuer emmer says:

    Das hört sich ja mal gut an. In die U21 gehören Spieler, die den Sprung in die erste Mannschaft schaffen können. Diese müssen aber dann auch so gut sein, dass Sie in der ersten Mannschaft mal eingesetzt werden können, ohne das der Trainer Angst davor hat, dass ein Einsatz nach hinten losgeht. Sie sollten so gut sein, dass sie im Ernstfall als Backup funktionieren, also so gut, dass sie wenigstens auf der Ersatzbank sitzen können. Dies hat man sich bisher verbaut, indem man Spieler holte, die für die U21 zu alt sind, aber nicht alle mehr Talent haben oder langsamer sind als mancher Spieler aus der U19 oder der U21. Dazu gehört Mut, aber auch Vertrauen in die Leistung der Spieler, was wiederum Selbstvertrauen bei den Spielern erzeugt. Wichtig sind Einsatzzeiten in Ligaspielen, aber auch Ersatzweise in Freundschaftsspielen. Ob das aber in der nächsten Saison passiert, wenn wir vielleicht um den Abstieg spielen, wird man sehen.

  2. BM says:

    Vorsichtige Vermutungen, wie es laufen könnte. Zuletzt ging es ja direkt gegenläufig, kaum Chancen für junge Spieler – und der erste Nachwuchs-Nationalspieler hat sich ja schon Richtung Bremen verabschiedet, dort gibt es deutlich mehr Einsatoptionen in der Ersten. Ostrak wird oben gar nicht erwähnt, immerhin Kapitän, dafür soll Aue mit Ex-Nachwuchsleiter Meier an einer Verpflichtung interessiert sein. Wenn Wechsel, dann bitte Leihe.
    Und zu den Frauen-Mannschaften: Aufstieg bitte nur dann, wenn eine entsprechende Unterstützung erfolgt, die letzte Saison in der ersten Liga war peinlich – nicht für die Spielerinnen, sondern für den Verein. Etwas größere Wertschätzung gegenüber allen Frauen-Teams, vielleicht auch mal ein Wechsel auf der Trainerposition und mehr finanzieller Spielraum, all dies sollte für einen Verein wie den FC möglich sein. Oder man verweigert konsequent den Aufstieg und bleibt dauerhaft in Liga 2 und der Regionalliga West (II.).

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