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NLZ-Bosse hoffen auf mehr Profi-Spielzeit für Talente

Braucht der FC mehr Mut bei seinen Talenten?

Bisseck hätte nicht gespielt, wenn er nicht die Qualität gehabt hätte

Braucht es mal den Mut, wie auf Schalke in der letzten Saison mit Ahmed Kutucu, einfach mal einen Spieler ins kalte Wasser zu werfen?

Schiel: „Das muss man positionsabhängig betrachten. Im Angriff kann man so etwas einfacher machen als in der Innenverteidigung.“

Heidrich: „Wenn eine Mannschaft keine Torgefahr hat, kann so ein Junge es ja nicht schlechter machen als die Profis. Aber in der Regel geht es nur um die sportliche Qualität, egal, wie alt ein Spieler ist. Wenn er gut ist, muss er stattfinden. Nach dem Entwachsen aus der Jugend geht es nur noch um die Qualität.“

Beim FC hätte Yann Aurel Bisseck sein Debüt mit 16 Jahren aber wohl nicht gegeben, wenn nicht so viele Spieler verletzt gewesen wären.

Heidrich: „Er hätte aber nicht gespielt, wenn er nicht die Qualität gehabt hätte. Sonst hätte ein Spieler aus der U21 gespielt.“

Sind die Bissecks, Sahins oder auch Odegaards Ausnahmen? Man hat das Gefühl, die Profis von heute werden immer jünger.

Schiel: „Das ist ein Problem. Es ist nicht normal, mit 16 Jahren Bundesliga zu spielen und Rekorde zu brechen. Normal ist, Entwicklungsschritte zu gehen. Normal ist, auch mal zu scheitern. Es geht heute alles schneller. Und das projizieren viele Spieler auf sich. Warum schaffe ich es nicht jetzt schon? Kann ich der nächste Sahin, der nächste Bisseck sein? Es geht darum, Erwartungen und Ansprüche der Realität anzupassen.“

Heidrich: „Deswegen äußern wir uns auch nur ungern zu einzelnen Spielern. Wenn wir anfangen, so junge Spieler wie die Jungs aus der U17 zu sehr in ein Schaufenster zu stellen, wenn man sie darstellt wie die Kronprinzen, dann passieren im Hintergrund unfassbare viele Dinge, die die Jungs erst einmal auffangen und verarbeiten müssen. Damit ist niemandem geholfen.“

Wir müssen da noch genauer hinschauen

Dennoch soll es wieder eine bessere Durchlässigkeit zu den Profis geben. André Pawlak soll als Assistent bei den Profis für eine engere Bindung zum Nachwuchs sorgen. Für ihn hat Mark Zimmermann die U21 übernommen. Was zeichnet Zimmermann aus?

Heidrich: „Es geht darum, die individuelle Entwicklung der Spieler weiter voranzutreiben und für die Spieler ein verlässlicher Partner und Trainer zu sein. Mark Zimmermann steht für klare sportliche Ziele und Vorgaben und wird diese auch einfordern. Das findet bereits in den ersten Tagen im Training statt.“

Wie kann es gelingen, die U21 endlich wieder zu stabilisieren?

Schiel: „Die U21 bleibt eine Mannschaft, mit der man Geduld haben muss. Die U21 wird tendenziell immer in der Rückrunde besser spielen als in der Hinrunde. Das liegt in ihrer besonderen Struktur und den unterschiedlichen Perspektiven der Spieler, dem Entwicklungsstand, der Erfahrung im Erwachsenenfußball, dem Personalaustausch zwischen Profis, U21 und U19. Wir müssen da noch genauer hinschauen, um mehr Konstanz hineinbekommen.“

Heidrich: „Deswegen ist es ganz wichtig, dass wir Spieler dazu bekommen haben, die schon Regionalliga gespielt haben. Das ist einer der wichtigsten Punkte, an denen die U21 scheitern kann: dass die jungen Spieler, aus der U19 kommend, noch keinen Erwachsenenfußball gespielt haben. Die A-Junioren-Bundesliga ist in Sachen Zweikampfführung und Spielintensität einfach anderes als die Regionalliga. Wir wollen künftig wieder weniger gegen die Tabelle spielen und mehr für die Entwicklung der einzelnen Spieler.“

11 Kommentare
  1. Jose Mourinho says:

    Im Forum kann man immer geil von Cochones reden, weil man ja selber keine beweisen muss. Würde ja gerne mal sehen, wie ihr im echten Leben Eier zeigt, wenn Euch der Boss was vorgibt. Nicht einmal der Pawlak, in dessen Spielen es um nix mehr ging und der den Nachwuchs aus seiner eigentlichen Tätigkeit bestens kannte, hat die spielen lassen. Witzig auch, dass AP von Euch Eierfans nicht genannt wird…

    • Gerd Mrosk says:

      Ich muss mir nichts abwegiges bieten lassen vom Chef,weil ich meine Arbeit erledige.Quatscht der Chef mir rein kriegt er die passende Antwort.Markus Anfang hat ne A- Lizenz…ok,in diesem unseren Falle Veh auch,aber stünde Markus Anfang etwa 100% hinter einem Nartey,Sörensen oder Sobiech müsste er sie zwingend bringen,weil nach Leistung aufgestellt werden muss.Gilt für alle Spieler ,die der jeweilige Trainer vorne sieht und nicht für die,die am längsten da sind und vllt am meisten Erfahrung haben.

      • Jose Mourinho says:

        Darum geht es ja gerade, Gerd. Es wird ja immer gefordert, den Talenten Einsatzzeit zu geben – komme was wolle. Die können in den allermeisten Fällen aber leistungsmässig noch nicht mit den Profis mithalten, weil es ein Riesensprung von der Jugend zu den Profis ist. Daher wird ja so oft verliehen um die Schritte kleiner zu machen. Nach Leistung wirst Du einen Jugendspieler quasi nie vor dem Profi aufstellen können. Außerdem muss man sich auch klar darüber sein, dass er n Cheftrainer den gesamten Profikader bei Laune halten muss und nur 3 Auswechselspielern Einsatzzeit geben kann. Die Kaderzusammenstellung muss also passen um Einsätze realistisch zu machen. Dafür hat der Effzeh aber zu viele Profis unter Vertrag u d man muss die so schon teilweise (und durchaus gerechtfertigt) auf die Tribüne setzen.

        • Gerd Mrosk says:

          Sag ich ja,bei mir wäre es ein 25er Kader höchstens,aber wenn ich von 2-3 Nachwuchskickern überzeugt bin,lass ich sie mal ne komplette Halbzeit spielen und zwar ne 1.Halbzeit.Nach Leistung können sie im Paket auf Augenhöhe sein…für einen Zeitraum wie 1 Spiel oder mindestens eine Halbzeit.Frische,Unbekümmertheit,Mut,ein Gegner der nicht auf jeden Altgedienten Antworten parat hat.Das hat Aussicht auf Erfolg nachhaltig

  2. Fueuer emmer says:

    Wenn man schon einen jungen Spieler wie Katterbach oder Nartey in den Kader zum Spiel holt, dann braucht man keine Eier, um ihn bei einem klaren Vorsprung Spielzeit zu geben. Dann wollte man das einfach nicht und andere Einwechslungen waren den Verantwortlichen wichtiger. Jetzt in der neuen Saison braucht man Mut, weil es nicht mehr so einfach wird, sich einen Vorsprung zu erspielen.

  3. lamps8 says:

    Jeder Nachwuchskicker, der halbwegs aus seiner Jugendmannschaft heraus sticht, wird zum Riesen- oder Megatalent“hoch“geschrieben.

    Schauen wir uns doch ein paar unser Supertalente an:
    Chris Führich: Wechselt von KÖln 2 zu BVB 2. Außer ein paar guten Minuten gegen Bayern konnte er nicht nachhaltig auf sich aufmerksam machen.
    Nartey: Seit 3 Jahren wird er hochgejubelt aber konnte sich trotz Training- und Trainingslagerbeteiligung (auch aufgrund von Verletzungen) noch nicht für größere Aufgaben empfehlen. Weil er einmal in nem Testspiel den „Zidane“ ausgepackt hat, muss ja mindestens genauso gut werden…
    Katterbach: Ist noch sehr jung und wurde im Winter durch eine Verletzung zurückgeworfen. Da ich ihn noch nicht unter Wettkampfbedingungen gesehen hab, maße ich mir auch kein Urteil an.
    Özcan: Charakterlich und kämpferisch einwandfrei aber mit großen technischen Schwächen und fehlender Ruhe am Ball. In einem Spiel ohne viel Ballbesitz sicher eine Waffe (erklärt die vielen Bundesligaspiele unter Stöger) aber im letzten Jahr aufgrund seiner Defizite und der dauerhaften Favoritenrolle des FCs nicht benötigt.

    • Gerd Mrosk says:

      Richtig,2.defensiver Absicherer wurde nicht benötigt.Özcan hat zwar in der Hinrunde viel gespielt,aber entweder er fiel etwas ab oder das System wurde mal wieder geändert und ok,als alleiniger 6er ist er (noch) zu schwach.Bin bei Flizzy,er müsste sich in Liga 2 als Stammkraft hochspielen(hoffe nicht beim HSV) und dann stabiler zu einem 1.Ligisten wechseln.Ihm fehlt einfach die Profierfahrung,wie lamps 8 sagt,Ruhe und Technik am Ball.Tachnik bleibt allerdings den meisten 6ern ein Fremdwort,haben sie sie,wie ein Weigl,Dahoud oder Thiago/Martinez,sind sie für uns längst unbezahlbar

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