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Das Prinzip Beierlorzer: Ein Trainer für den gesamten FC

Beierlorzer verändert Kommunikation - auch im Nachwuchs

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Er wirkt wie ein Typ, der eine Mannschaft mitnehmen kann

Beierlorzer gelingt dies, und es gelingt ihm auf gänzlich natürliche Art und Weise. „Sein Präsenz, seine Ausstrahlung und sein Auftreten sind grundweg positiv“, beschrieb es Höger. „Das hat man schon gespürt, als er sich Ende letzter Saison vorgestellt hat und bei uns eigentlich ein bisschen die Euphorie verloren gegangen war. Da hat er sofort gezeigt, in welche Richtung es gehen soll und dass wir eine positive Grundstimmung reinbekommen sollen. Er wirkt wie ein Typ, der eine Mannschaft mitnehmen kann.“ Das Prinzip Beierlorzer – es scheint bereits nach nur wenigen Tagen zu greifen.

„Es freut mich, dass es so wahrgenommen wird. Und es ist für mich ein Auftrag, mit der Mannschaft auch genauso zu arbeiten“, sagte Beierlorzer am Freitagabend nach dem 7:1-Testsieg in Frechen. „Ich will Begeisterung und Freude vorleben und an die Spieler weitergeben. Und wie ich das Team kennen gelernt habe, fällt das auf fruchtbaren Boden.“ Man nimmt dem bodenständigen Gymnasial- und Fußballlehrer ab, wenn er davon spricht, dass er seine Rolle als Trainer wie eine „Berufung“ empfindet. Weder sein Optimismus noch seine Euphorie für seinen Job wirken aufgesetzt. Vielmehr zeigte er in den ersten Tagen am Geißbockheim, dass sich Selbstbewusstsein und Bescheidenheit nicht ausschließen müssen.

Aufbruchstimmung eng mit Beierlorzer verknüpft

Der Applaus der Fans zum Trainingsauftakt freute Beierlorzer ebenso wie die gut gelaunten 4000 Zuschauer in Frechen. Vor allem aber versuchte er in den ersten Tagen immer wieder, die Kommunikation zu seinen Spielern in den Mittelpunkt zu stellen. „Wir haben eine sehr offene Mannschaft. Offenheit ist enorm wichtig. Wenn mir ein Spieler gegenüber stehen würde, der sagt: Ich weiß, wie Fußball geht, der Trainer muss mir nix erklären – dann wäre es schwierig. Aber solche Spieler haben wir nicht.“ In den kommenden Tagen und Wochen wird es dem Trainerteam vornehmlich darum, einen guten Draht zueinander zu bekommen und eine Einheit zu formen, wie sie es in den vergangenen zwei Jahren nicht gegeben hat. „Im Kollektiv geht alles einfacher, als wenn nur die Summe der Einzelqualitäten zählen würde.“

Auch außerhalb seiner Mannschaft und über andere Abteilungen hinweg hat Beierlorzer bereits diesen Eindruck hinterlassen. Hatte es im vergangenen Jahr kaum einen Austausch zwischen der Profi- und der Nachwuchsabteilung gegeben, sorgte Beierlorzer an seinem ersten Tag am Geißbockheim bereits für eine Veränderung. Nach GBK-Informationen traf sich der neue Profi-Trainer am vergangenen Montag auch mit den Trainerteams der U17, U19 und U21, um sich vorzustellen und um einen regelmäßigen Austausch zwischen Profi- und Nachwuchsabteilungen vorzuschlagen. André Pawlak soll zwar die Schnittstelle zum Nachwuchs darstellen. Doch Beierlorzer will als nahbarer und kommunikativer Typ zeigen, dass seine Tür offen steht. Am Geißbockheim haben es die Mitarbeiter bereits ebenso vernommen wie die Spieler und die Fans. Es herrscht wieder Aufbruchstimmung beim FC – und sie ist eng mit dem Namen Beierlorzer verknüpft.

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