Jaka Cuber Potocnik. (Foto: Bucco)

Jaka Cuber Potocnik. (Foto: Bucco)

Trotz Angeboten aus halb Europa: Darum entschied sich Potocnik für den FC

Anfang des Jahres wechselte mit Jaka Cuber Potocnik ein Talent in das Nachwuchsleistungszentrum des 1. FC Köln, das bei vielen Scouts diverser europäischer Klubs in den Notizblöcken stand. Der 17-Jährige konnte sein Potenzial in Köln sofort unter Beweis stellen. Allein in dieser Saison traf der slowenische Nationalspieler in sieben Pflichtspielen sechs Mal und hatte großen Anteil daran, dass die FC-U19 stark in die Saison startete. Im Interview mit dem GEISSBLOG berichtet der Mittelstürmer über seine ersten Wochen in Deutschland und seine langfristigen Ziele mit und beim 1. FC Köln.

Das Interview führte Lars Tetzlaff

GEISSBLOG: Jaka, im Winter bist du von NK Olimpija aus der slowenischen Stadt Ljubljana zum FC gewechselt. Wie kam der Kontakt zum FC zustande?

JAKA CUBER POTOCNIK: “Ich denke, dass ich durch starke Leistungen in Slowenien auf mich aufmerksam gemacht habe. Offenbar haben mich auch die Scouts des 1. FC Köln mehrfach beobachtet. Der Kontakt kam dann über meinen Berater zustande, der mir vom FC-Interesse erzählt hat.”

Gab es auch Angebote anderer Vereine?

Ja, ich hatte einige Angebote aus ganz Europa, besonders aus Österreich, Italien und Deutschland. Aber ich habe mich ganz bewusst für den FC entschieden, weil ich wusste, wie viel Wert hier auf die Nachwuchsarbeit gelegt wird und dass hier immer wieder Talente den Sprung in den Profifußball schaffen. Das war für mich ausschlaggebend.

Wie waren deine ersten Eindrücke vom Verein und der Stadt? Das muss ja bestimmt eine große Umstellung für einen damals erst 16-Jährigen gewesen sein.

Ganz ehrlich: Als ich das erste Mal hier war, war zwar meine Familie für ein paar Tage mit dabei, aber ich wusste, dass ich bald auf mich allein gestellt sein würde. Das war nicht einfach für mich. Die fremde Sprache, neue Mitspieler und vieles mehr. Ich habe mich gefragt, ob ich es allein hier schaffen würde. Und ja, am Anfang hatte ich auch ein wenig Heimweh. Aber das ist jetzt schon lange vorbei (lacht). Ich fühle mich hier sehr wohl und es war eine sehr gute Entscheidung nach Köln zu kommen.

Neben dem Fußball machst du derzeit auch deinen Schulabschluss?

Ja, klar! Darauf legt der FC auch zurecht großen Wert. Ich gehe hier jeden Tag zur Schule, um der deutschen Schulpflicht nachzukommen, mache aber noch dazu parallel meinen Abschluss in Slowenien. Das ist zwar anstrengend, aber durch den Online-Unterricht machbar.

Dein Landsmann Milivoje Novakovic hat für den FC viele Tore geschossen und ist allen hier in guter Erinnerung geblieben. Einige Beobachter der U19-Spiele sagen, dass sich eure Spielweisen durchaus ähneln. Ist „Nova“ eine Art Vorbild für dich?

Ich habe ihn leider nie live in Köln spielen gesehen, dafür aber, als er seine Karriere in Slowenien hat ausklingen lassen. Ich habe mir auch einige Videos von ihm angeschaut. Aber mein Idol ist eigentlich Cristiano Ronaldo.

Apropos Ronaldo: Als du die ersten Minuten für den FC auf dem Platz standest, warst du noch wesentlich schmaler als heute. Du hast sichtbar ein paar Muskeln zugelegt.

Ja, das war auch harte Arbeit (grinst). Als ich zum FC kam, habe ich direkt gesehen, dass die anderen Jungs viel robuster waren als ich. In Slowenien wurde nicht so großen Wert auf die Physis gelegt. Das ist hier in Köln anders. Wir haben regelmäßig Krafttraining und achten auf unsere Ernährung. Aber ich muss noch ein paar Kilos draufpacken, damit ich fit für den Fußball bei den Erwachsenen werde.

Wo siehst du noch Potenzial, dein Spiel zu verbessern?

Ich will mich immer und überall verbessern. Aber ganz konkret geht’s bei mir darum, den ersten Ballkontakt zu optimieren und noch abgezockter beim Abschluss zu werden.

Mit deinen Leistungen beim FC und im slowenischen Nationalteam kannst du bislang sehr zufrieden sein. Welche Ziele hast du dir für den Rest der Saison gesetzt?

Zuerst: Ich bin Stürmer und deshalb möchte ich immer so viele Tore wie nur möglich schießen – ob im Trikot der slowenischen Nationalmannschaft oder hier beim FC. In Köln haben wir eine wirklich gute Mannschaft, in der jeder für den anderen kämpft. Der Teamgeist ist echt überragend. Deshalb können wir viel erreichen, auch wenn wir zuletzt viele Verletzte hatten. In der Bundesliga will ich um die Meisterschaft mitspielen und im DFB-Pokal möchte ich ins Finale kommen. Ich hoffe, dass ich mit vielen Toren dazu beitragen kann.

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