Dienstagnachmittag wurde Dejan Ljubicic offiziell bei Dinamo Zagreb vorgestellt. Schon zuvor hatte der Ex-Spieler des 1. FC Köln in einem Interview erklärt, warum er Deutschland trotz zahlreicher Angebote aus der Bundesliga verlässt.
Obwohl schon seit Monaten Klarheit herrschen soll, wurde Dejan Ljubicics Wechsel zu Dinamo Zagreb erst am Dienstag offiziell verkündet (der GEISSBLOG berichtete). Wenn der kroatische Rekordmeister am Mittwoch in die Saisonvorbereitung startet, ist der bisherige Mittelfeldakteur des 1. FC Köln also mit an Bord.
In einem Interview mit der Sportzeitung Sportske novosti sagte Ljubicic bereits vorab: „Dieses Mal freue ich mich besonders auf die Vorbereitung und glaube an unseren Erfolg.“ Nach Dinamos Platz zwei in der vergangenen Spielzeit versprach er: „Wir werden unser Bestes geben, um am Ende der Saison den Meistertitel zurück nach Zagreb zu holen.“
Wegweisender Anruf aus Kroatien
Der 27-Jährige wechselt somit tatsächlich in die im internationalen Vergleich wenig renommierte kroatische Liga. Warum er sich für diesen Schritt entschieden hat? Dinamo sei einfach sein Lieblingsverein. „Ich möchte jetzt nicht populistisch klingen, aber ich wollte schon in jungen Jahren für Dinamo spielen“, erklärte Ljubicic.
Während er mit dem FC um den Aufstieg kämpfte, habe er einen wegweisenden Anruf von einer kroatischen Nummer erhalten. Es war Zvonimir Boban, der Vorstandsvorsitzende des Clubs. „Nach etwa einer Stunde Gespräch waren wir uns in fast allem einig, gaben uns gegenseitig unser Wort, und das war meine Zustimmung, zu Dinamo zu wechseln.“
In Deutschland hatte ich viel großzügigere Angebote von bis zu fünf Vereinen.
Dejan Ljubicic
Finanzielle Aspekte hätten ihn dabei nicht geleitet. In den vergangenen Monaten sei er von „vielen bekannten und unbekannten Vereinen und Managern kontaktiert“ worden, erinnerte sich Ljubicic in dem Interview und verriet: „In Deutschland hatte ich viel großzügigere Angebote von bis zu fünf Vereinen, die in dieser Hinsicht absolut korrekt waren.“
Laut Sportske novosti waren neben dem 1. FC Köln und dem 1. FC Union Berlin, bei dem Ljubicic bekanntlich einen bereits vereinbarten Medizincheck wieder abgesagt hatte, auch Werder Bremen, der FC Augsburg und die TSG Hoffenheim an dem Österreicher mit kroatischen Wurzeln interessiert. Doch Ljubicic meinte nun: „Ausschlaggebend war das Gespräch mit Boban, seine Vision von Dinamos Zukunft und meine Präferenz für diesen Verein. Alle anderen Geschichten sind falsch.“
„Kann nichts Schlechtes über 1. FC Köln sagen“
Für Kroaten, die im Ausland geboren sind, sei es „normal, sich einem kroatischen Verein anzuschließen und in der kroatischen Liga zu spielen“. Aber auch die Zeit in Deutschland habe er „genossen“, versicherte Ljubicic nach vier Jahren in Köln. „Der 1. FC Köln war äußerst fair zu mir. Ich kann nichts, absolut nichts Schlechtes über den 1. FC Köln sagen, nur das Beste“, so gebürtige Wiener.
Man habe mit ihm verlängern wollen, habe ihm einen „sehr guten“ Vertrag angeboten, aber: „Mein Herz zog mich nach Zagreb, nach Kroatien. Meine Teamkollegen waren traurig, dass ich gehe.“ Wobei Ljubicic nach GEISSBLOG-Informationen zuletzt kein konkretes Angebot des FC mehr vorlag. Insbesondere zu Saisonbeginn hatte sich Sportboss Christian Keller um eine Verlängerung mit dem Österreicher bemüht und ihm eine Top-Offerte unterbreitet.
Ljubicic will „an Spitze des kroatischen Fußballs“
Nun also beginnt für Ljubicic das selbst erklärte Herzensprojekt in Zagreb. „Ich bin überzeugt, dass ich mich schnell, gut und problemlos einfügen werde und dass ich dazu beitragen werde, Dinamo wieder dorthin zu bringen, wo es hingehört: an die Spitze des kroatischen Fußballs“, kündigte der Ex-Kölner an.








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