Präsident Werner Wolf und Vize Eckhard Sauren werden sich im September aus der Chefetage des 1. FC Köln zurückziehen. Beide hätten sich eine dritte Amtszeit gewünscht, verzichten aber darauf, mit neuen Teams um die Macht zu kämpfen.
Im April hatte der amtierende Vorstand des 1. FC Köln angekündigt, nicht mehr gemeinsam zur Wahl antreten zu wollen. Präsident Werner Wolf sowie seinen Stellvertretern Eckhard Sauren und Carsten Wettich war zuvor signalisiert worden, dass der Mitgliederrat definitiv ein anderes Trio vorschlagen wird. Während Wettich mit einem neuen Team an den Start geht, haben Wolf und Sauren nun ihren Rückzug bekannt gegeben.
„Nach knapp 25 Jahren werde ich Abschied nehmen vom 1. FC Köln“, sagt Wolf im FC-Podcast von Radio Köln. Wobei gelte: „Natürlich nimmt man nie ganz Abschied. Ich werde immer Fan bleiben, dem Verein verbunden bleiben und ihn begleiten.“
Vorstand wollte als Trio weitermachen
Auch Sauren könne „klar und offen sagen“, dass er keinen erneuten Vorstandsposten anstrebe. „Natürlich hat man sich die Entscheidung sehr reiflich überlegt und blickt ein bisschen mit Wehmut zurück. Aber ich glaube, es ist der richtige Zeitpunkt, das öffentlich zu sagen“, so der Fondsmanager.
Geplant hatten Wolf, Sauren und auch Wettich, der am Dienstag seine gemeinsamen Pläne mit Wilke Stroman und Tugba Tekkal präsentierte (der GEISSBLOG berichtete), etwas anderes. „Unser Wunsch war, zu dritt weiterzumachen, und das hätte in mancherlei Hinsicht sehr viel Sinn ergeben, denn wir haben einen erheblichen Änderungsprozess angestoßen“, meint Wolf im Podcast und ergänzt: „Normalerweise wünschet man sich, so etwas zu begleiten. Wir hätten gerne zu dritt, das ist kein Geheimnis, noch drei weitere Jahre die von uns angestoßenen Dinge implementiert.“
Wir glauben wirklich, ein sehr gutes Fundament gebaut zu haben für den neuen Vorstand.
Eckhard Sauren
Der Mitgliederrat allerdings offenbarte dem Vorstand frühzeitig, dass man auf andere Kandidaten setzen wird. Mit einem neuen Team eine Kampfabstimmung herbeizuführen, kommt für Wolf und Sauren – anders als für Wettich – nicht infrage.
Sauren: „Der sinnvollste Schritt“
Sauren ist jedoch bemüht, die vergangenen Jahre, die von sportlichem Absturz und finanzieller Konsolidierung geprägt waren, einzuordnen: „Wir haben eine Menge an Strukturen und wirtschaftlicher Gesundung ausgearbeitet und glauben wirklich, ein sehr gutes Fundament gebaut zu haben für den neuen Vorstand.“ Nun sei es „der sinnvollste Schritt, den Mitgliedern die Wahl von anderen Teams zu überlassen und persönlich mit etwas Wehmut die Konsequenz zu ziehen“.
Wolf versichert trotz des nahenden Abschieds: „Dieser Vorstand funktioniert hervorragend, hat immer hervorragend funktioniert und wird bis zum letzten Tag Dinge voranbringen.“ Im Rahmen der Mitgliederversammlung im September werden die Nachfolger des Trios bestimmt – wobei Wettich hofft, im Amt zu bleiben.








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