Klares Bild in der Markwert-Tabelle: Vor und hinter dem FC klaffen Lücken

Der 1. FC Köln will sich in der Bundesliga festbeißen. (Foto: Bucco)
Der 1. FC Köln will sich in der Bundesliga festbeißen. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln ist zurück in der Bundesliga – doch wo reihen sich die Geißböcke im Fußball-Oberhaus ein? Die Marktwert-Tabelle gibt eine klare Tendenz vor.

Natürlich steht der Klassenerhalt für den 1. FC Köln in dieser Saison über allem. Doch nicht nur der mutige neue Trainer Lukas Kwasniok („Wir wollen mit dem FC für Furore sorgen“), sondern auch die Bosse hoffen, dass die Geißböcke auf das ganz große Zittern um den Verbleib in der Bundesliga verzichten können.

„Wir wollen drinbleiben und uns an der Spitze des letzten Liga-Drittels einsortieren. Das würde in etwa auch unsere wirtschaftliche Kraft dokumentieren“, hatte Geschäftsführer Philipp Türoff zuletzt dem Kölner Stadt-Anzeiger gesagt. Die Spitze des unteren Drittels, das wäre Rang 13.

FC in der Marktwert-Tabelle auf Platz 15

Mit Blick auf die Marktwert-Tabelle würde der FC mit dieser Platzierung allerdings überperformen. Denn vertraut man auf die von Transfermarkt.de geschätzten Preisschilder, verfügen die Geißböcke lediglich über den 15.-wertvollsten Kader der Liga.

Nach den Leih-Verpflichtungen von Wolfsburgs Jakub Kaminski (Marktwert fünf Millionen Euro) und dem Mainzer Tom Krauß (vier Millionen Euro) sowie der Rückkehr von Ron-Robert Zieler (500.000 Euro) wird der Kölner Kader auf 73 Millionen Euro geschätzt. Weitere Zu- und Abgänge werden folgen, doch seinen 15. Rang dürfte der FC behalten.

Denn vor und hinter den Kölnern klaffen jeweils relativ deutliche Lücken. Union Berlin auf Rang 14 ist mit 120,5 Millionen Euro meilenweit entfernt. Und der Hamburger SV auf Platz 16 hat mit 53 Millionen Euro einen ordentlichen Rückstand. Hinter dem HSV folgen noch Heidenheim (50 Millionen Euro) und der FC St. Pauli (48 Millionen Euro).

FC im Vierkampf um den Klassenerhalt?

Insbesondere die riesige Lücke zwischen den Kölnern und Union legt den Verdacht nahe, dass es die vier Teams mit weniger als 100 Millionen Euro Kader-Wert sind, die um den Klassenerhalt kämpfen müssen.

In der vergangenen Saison stiegen mit Bochum und Kiel tatsächlich die Schlusslichter der Marktwert-Tabelle ab, während St. Pauli (Marktwert-Platz 16) immerhin 14. wurde und Heidenheim (Marktwert-Platz 15) auf dem Relegationsrang landete. Dass es auch ganz anders geht, hatten die Heidenheimer ein Jahr zuvor bewiesen. Lediglich auf Platz 16 der Marktwert-Tabelle liegend, war die Mannschaft von Frank Schmidt in der realen Tabelle auf Rang acht gestürmt und damit in die Conference League eingezogen.

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