Kwasniok stellte Spieler vor Wahl: Hier trainieren Pacarada, Rondic und Christensen

Leart Pacarada, Imad Rondic und Jacob Christensen mit Co-Trainer René Wagner. (Foto: GEISSBLOG)
Leart Pacarada, Imad Rondic und Jacob Christensen mit Co-Trainer René Wagner. (Foto: GEISSBLOG)

Nach ihrem Aus im Mannschaftstraining haben Leart Pacarada, Imad Rondic und Jacob Christensen am Freitagnachmittag ihre erste Einheit als Trio absolviert. Lukas Kwasniok hatte die aussortierten Profis des 1. FC Köln vor die Wahl gestellt.

Das Bild, das sich Passanten am Freitagnachmittag am Geißbockheim bot, weckte leise Erinnerungen an vergangene Zeiten. Mitte der 2000er wie auch Anfang der 2010er-Jahre hatte es beim 1. FC Köln einen sogenannten „Bautrupp“ gegeben. Eine Gruppe mit aussortierten Spielern, die sich abseits des Mannschaftstrainings fit halten musste. Youssef Mokhtari, Patrick Weiser, später sogar der brasilianische Star Pedro Geromel – sie alle gehörten dieser Riege einmal an.

Nun gibt es beim FC wieder eine Trainingsgruppe zwei, zumindest im kleineren Stile. Die vom Profi-Training verbannten Leart Pacarada, Imad Rondic und Jacob Christensen arbeiten ab sofort separat als Trio (der GEISSBLOG berichtete).

Kwasniok ließ Spieler entscheiden

Die erste Einheit in dieser Konstellation fand am Freitagnachmittag statt. 15.30 Uhr gingen Pacarada, Rondic und Christensen gemeinsam mit Kwasnioks Assistenten René Wagner und Frank Kaspari auf den Rasen – passenderweise auf Trainingsplatz zwei. Das Trio drehte mit Wagner ein paar Aufwärmrunden, dann ging es mit Ball weiter.

„Die Spieler hatten die Möglichkeit, sich auszusuchen, ob sie bei der U21 oder individuell mit dem Trainerteam trainieren wollen“, hatte Kwasniok kurz zuvor bei der Spieltags-Pressekonferenz erklärt. Der Chefcoach berichtete: „Sie haben sich für Zweiteres entschieden. Damit geht es heute los und das wird in den nächsten Tagen aufrechterhalten.“

Verlässt Trio den 1. FC Köln?

Mit Wagner übernahm ein Trainer mit Fußballlehrer-Lizenz die Leitung dieser speziellen Einheit – womöglich ein entscheidendes Detail, da Profifußballern in der Regel eine Betreuung durch einen Fußballlehrer vertraglich zugesichert wird. Für einen kurzfristigen Ausweg aus der neu geschaffenen Trainingsgruppe zwei könnten wohl nur Transfers sorgen, sollte den weiterhin großen FC-Kader nicht plötzlich eine Verletzungswelle heimsuchen.


Pacarada, nach 30 Einsätzen in der Aufstiegssaison sicherlich der prominenteste Name unter den Aussortierten, soll bei einigen Zweitligisten auf dem Zettel stehen. Wirklich Bewegung war in der Personalie bislang allerdings nicht. An Imad Rondic hat wie berichtet der Karlsruher SC Interesse gezeigt. Christensen wiederum dürfte ein Jahr nach seinem Kreuzbandriss wenn überhaupt in seiner dänischen Heimat einen Markt haben. Vorerst bilden die drei FC-Profis eine Schicksalsgemeinschaft.

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