„Eine Frechheit“: Hector ärgert sich über geplatztes El-Mala-Debüt

Said El Mala beim DFB. (Foto: IMAGO / Matthias Koch)
Said El Mala beim Autogrammeschreiben im DFB-Dress. (Foto: IMAGO / Matthias Koch)

Ein besonderes Debüt ist geplatzt: Auch Jonas Hector findet es schade, dass Said El Mala nicht erstmals für die deutsche Nationalmannschaft gespielt hat. Hätte es doch gleich zwei Parallelen zum langjährigen Kapitän des 1. FC Köln gegeben.

Es wäre aus Sicht des 1. FC Köln eine besondere Geschichte gewesen. Eine Geschichte, die Bundestrainer Julian Nagelsmann mit hoher Wahrscheinlichkeit weder auf dem Schirm hatte noch berücksichtigen wollte. Said El Mala hätte am 14. November in Luxemburg exakt elf Jahre nach Jonas Hector für die A-Nationalmannschaft debütieren können – noch dazu mit derselben Rückennummer, der 14.

„Schade, dass wir keinen neuen kölschen Nationalspieler haben“, sagt Hector in seinem Podcast Schlag und Fertig. Der Ex-FC-Profi ärgert sich: „Da hätte ich mir das 6:0 im ersten Spiel gewünscht, damit er noch seine Einsatzzeit bekommt.“ Beim mühsamen 2:0 in Luxemburg am Freitagabend tat sich die DFB-Auswahl deutlich schwerer als beim abschließenden WM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei am Montag.

Hector: „Das hätte gut gepasst“

Als Hector von seinem Podcast-Partner Fabian Köster erfährt, dass das Debüt in Luxemburg genau elf Jahre nach seinem eigenen, einem 4:0 gegen Gibraltar am 14. November 2014, stattgefunden hätte, ergänzt er: „Das ist ja eine Frechheit. Das hätte gut gepasst, schade.“

Auch wenn dies in einem Podcast naturgemäß nicht zu sehen ist, dürfte Hector seine Aussage mit einem Augenzwinkern versehen haben. Zumal der 43-malige Nationalspieler ganz unabhängig vom Datum überzeugt ist: „Wenn er sein erstes Länderspiel macht, wird das sehr schön sein.“

El Mala hat „einiges zu erzählen“

Selbst ohne A-Debüt kehrte El Mala nach seinem Einsatz samt Vorlage für die deutsche U21 in Georgien (der GEISSBLOG berichtete) mit massig neuen Erfahrungen nach Köln zurück. „Ich habe einiges zu erzählen, was passiert ist in den letzten zehn Tagen. Ich werde die Familie auf jeden Fall vollquatschen“, versprach er in einem Interview des DFB.

Von Montag bis Samstag durfte der 19-Jährige mit der A-Nationalmannschaft von Julian Nagelsmann trainieren. Nach dem geplatzten Debüt in Luxemburg bei der vorletzten Partie der WM-Qualifikation wurde El Mala dann zum U21-Team geschickt, um in der EM-Quali zu helfen. Nagelsmanns Forderung für eine Chance auf die Weltmeisterschaft ist klar: Der Shootingstar muss beim 1. FC Köln „unangefochtener Stammspieler“ werden.

Di Salvo: „Das muss er lernen“

Und auch U21-Bundestrainer Antonio Di Salvo gab ihm einen Auftrag mit auf den Weg: „Er muss noch zwingender werden. Said muss noch mehr versuchen, außen vorbeizukommen. Wenn er mal innen vorbeikommt, ist sein Schuss nicht präzise. Seitdem ich ihn hier bei der U21 habe, ist genau das ein Thema – das muss er lernen!“ Daran arbeitet El Mala ab Donnerstag wieder beim FC.

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