„Ich bin nicht Harry Potter“: Ruthenbeck und das Geheimnis des Erfolgs

Stefan Ruthenbeck mit der Meisterschale am Ende der letzten Saison.
Die nächste Party am Ende dieser Reise? FC-Trainer Stefan Ruthenbeck mit der Meisterschale am Ende der letzten Saison. Foto: imago/ Gabor Baumgarten

Der 1. FC Köln steht erneut im Finale um die deutsche U19-Meisterschaft. Trainer Stefan Ruthenbeck spricht über die Geheimnisse des Erfolgs.

Wenn am Sonntag, den 31. Mai 2026 die U19 des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim im Finale der deutschen Meisterschaft spielt, geht für den Nachwuchs der Geißböcke eine großartige Saison zu Ende. Nummer eins in ihrer Liga-Gruppe, Viertelfinale im DFB-Pokal, ein unfassbares Erlebnis gegen Inter Mailand im Sechzehntel-Finale vor ausverkauftem Haus mit dem bekannten tragischen Ende.

Für Coach Stefan Ruthenbeck kommt der Tag unabhängig vom Ergebnis mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Es ist das Ende einer Reise. Man gibt jetzt viele von den Jungs wieder ab – fast die Hälfte. Da merkt man, dass der ein oder andere sich nicht nur fußballerisch entwickelt hat, sondern sie auch erwachsen und zu Männern geworden sind. Ich durfte sie zwei Jahre begleiten.“ 

„Unser NLZ gehört zu den Top 3 in Deutschland.“

Ein wenig Stolz schwingt da beim Familienvater mit, der nicht nur Fußball-Lehrer sondern auch Pädagoge ist. Und der aber bei allen Lobliedern, die in und um den Verein über seine Person gesungen werden, stets bewusst ist, dass der Erfolg im Jugendbereich ein Ergebnis vieler kleiner Faktoren und eines funktionierenden Teams ist.

„Du brauchst eine enorme Vorarbeit aller anderen Jugendtrainer. Ich bin auch nicht Harry Potter. Die Trainer im Vorfeld müssen dafür sorgen, dass wir Qualität entwickeln. Wir halten in Köln aus, nehmen viele mit für den nächsten Jahrgang. Manchmal wird es im U19-Bereich ein bisschen enger, weil die Profis Spieler brauchen oder die U21 personelle Not hat oder aber Spieler sich schneller entwickeln. Deshalb bin ich total abhängig davon, was im unteren Bereich passiert.“ 

Und da passiert ganz offensichtlich viel Gutes und es wirkt dann schon ein bisschen wie Zauberei, was im Grüngürtel Jahr für Jahr passiert. Denn trotz der immer wieder kommunizierten schwierigen Bedingungen am Geißbockheim sind die Ergebnisse der Jugendarbeit herausragend. Ruthenbeck: „Wenn man in die Ergebnisse der letzten Jahre schaut, dann gehört unser Gegner TSG Hoffenheim ganz sicher zu den Top 3 unter den deutschen Nachwuchsleistungszentren, deshalb stehen sie zurecht auch im Finale. Aber zu diesen Top 3 gehören wir auch.“ Mit einem erneuten Sieg im Finale am Sonntag will der 1. FC Köln das noch einmal untermauern.

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