Stimmen zum 2:2: „Extrem niederschmetternd!“ Pure Enttäuschung beim FC

Die FC-Profis beim Gang vor den Gästeblock. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)
Die FC-Profis beim Gang vor den Gästeblock. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)

Der 1. FC Köln verspielt beim 1. FC Union Berlin eine 2:0-Führung. Nach dem 2:2 ärgern sich Spieler und Verantwortliche über die große Chance, im Kampf um den Klassenerhalt den entscheidenden Dreier verpasst zu haben. Die Stimmen zum Spiel.

Aus dem Stadion an der Alten Försterei berichtet Martin Zenge

Thomas Kessler

„Wenn du 2:0 führst, willst du das Spiel auch gewinnen. Rational betrachtet, haben wir genau das Spiel gesehen, was wir erwartet hatten. Viel Intensität, viele Zweikämpfe. Wir müssen uns vorwerfen, nicht souverän mit der 2:0-Führung umgegangen zu sein. Wir wollen unsere Ziele erreichen, dann werden wir uns hinsetzen und die Saison ganz in Ruhe bewerten. Dann werden wir auch mit René sprechen. René hat bis auf Leverkusen immer gepunktet. Das ist nicht schlecht für uns.“

Marvin Schwäbe

„Wenn man hier 2:0 führt, auch über eine gewisse Zeit, ist es extrem niederschmetternd, nur mit einem Punkt nach Hause zu fahren. Wir haben nicht mehr den nötigen Druck gefunden, haben uns hinten reindrücken lassen. Das tut weh. Natürlich haben die Spieler reingebracht, die uns vor Herausforderungen gestellt haben. Wir hatten keine zwingende Entlastung mehr. Es ist in Ordnung, einen Punkt hier mitzunehmen, nach dem Spielverlauf aber ist es extrem bitter. Wenn wir es jetzt zuhause klar machen, ist es genau das, was wir brauchen.“

Marius Bülter

„Natürlich ist man enttäuscht, wenn man dem Sieg so nah war. Wir müssen das schnell verarbeiten. Der Punkt hilft uns trotzdem weiter. Aber klar ärgert es in diesem Moment. Man muss anerkennen, dass Union die Qualität hat, die langen Bälle in den Strafraum zu spielen und dort viele große, körperliche Jungs hat, die nicht immer einfach zu verteidigen sind. Wir hätten vielleicht mehr für Entlastung sorgen können, aber das war schwer. Es ist bitter. Ich glaube nicht, dass nach unserem Dreierwechsel mehr Druck auf uns war. Union ist einfach mehr ins Risiko gegangen. Für uns drei war es da vorne ein anstrengendes Spiel.“

René Wagner

„Wir haben eine richtig gute erste Halbzeit gespielt und sind in Führung gegangen. Die Jungs haben sich in jeden Zweikampf geschmissen und in Phasen hatten wir mit dem Ball auch Kontrolle über das Spiel. Mit dem 2:0 sind wir gut aus der Pause gekommen. Union ist mit den Standards gut zurückgekommen, das war schwer zu verteidigen. Das Stadion ist zurückgekommen und nach dem Traumtor zum 2:2 sind wir am Ende zufrieden mit dem Punkt.“

Marie-Louise Eta

„Wir können auch zufrieden sein nach dem Spielverlauf. Wir bekommen das 0:1 in einer Phase, wo wir gut ins Spiel gefunden haben und in Führung hätten gehen können. Das Tor hat für Diskussionen gesorgt. Die Jungs haben aber gelebt, wir wollten die zweite Halbzeit für uns entscheiden. Wir haben dann Zeit gebraucht, um das 0:2 zu verdauen und haben probiert, für neue Impulse zu sorgen. Standards sind eine riesige Stärke, der Glaube war immer da. Schön, dass Livan Burcu uns mit einer tollen Aktion belohnt hat.“

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