Dominique Heintz macht den Schritt in die 3. Liga, wechselt vom 1. FC Köln zu Fortuna Düsseldorf. Für seine sinkende Bedeutung macht der Innenverteidiger vor allem Ex-Coach Lukas Kwasniok verantwortlich.
Mit dem letzten Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim ging beim 1. FC Köln eine kleine Ära zu Ende: Dominique Heintz verabschiedete sich nach sechs teilweise turbulenten Jahren und wechselt nun zwei Ligen tiefer zu Fortuna Düsseldorf.
Im Kölner Stadt-Anzeiger erklärt er nun die Hintergründe seines Wechsels. „Der FC wollte nicht mit mir verlängern. Wenn man nicht mehr gewollt wird, ist das anders, als wenn man von sich aus geht. Aber am Ende muss man das akzeptieren. So ist das Geschäft“, sagt Heintz.
Heintz: „Zeit, dass man vieles richtig gemacht hat“
Trotz der Rivalität zwischen den beiden Städten sie die Reaktion der meisten Kölner Fans moderat bis wohlwollend ausgefallen. „Ich muss die Fans loben – die Resonanz war bisher verständnisvoll. Viele Kölner Fans schrieben: Wir wünschen dem Heintzi viel Glück. Das zeigt, dass man als Mensch vieles richtig gemacht hat.“
Dass der Innenverteidiger seine Stammrolle beim FC verlor, lastet er vor allem einer Person an: dem Ex-Coach Lukas Kwasniok. „In der 2. Bundesliga habe ich fast alle Spiele gemacht und hatte großen Anteil am Wiederaufstieg. Mit einem neuen Trainer, der andere Qualitäten bei einem Innenverteidiger bevorzugt, wird es schwierig. Das Vertrauen des Vereins war nicht weg. Aber trotzdem ging es halt nicht weiter“, sagt Heintz über Kwasniok.
Kwasniok von Heintz „nicht überzeugt“
Und weiter: „Er war am Anfang nicht von mir überzeugt. Ich konnte mir nichts vorwerfen, ich habe alles gegeben. Ich kämpfte mich hoch und spielte gut. Dann verletzte ich mich und war schnell wieder raus. Es wäre leichter gewesen, wenn der Trainer mehr auf mich gesetzt hätte. Trotzdem: Es war eine schöne Saison beim FC. Ich habe in jedem Training Vollgas gegeben.“
Er bereut keine Sekunde, dass er nach Stationen in Freiburg, Berlin und Bochum nach Köln zurückgekehrt ist. Mitte April habe Thomas Kessler ihm dann mitgeteilt, dass sein auslaufender Vertrag nicht verlängert werde. „Die letzten zwei, drei Monate habe ich trotzdem genossen, obwohl ich wusste, dass das Kapitel Köln ein Ende haben würde. Die Verabschiedung war unfassbar emotional. Das erlebt nicht jeder. Dafür bin ich dem FC sehr dankbar.“
Es war die beste Entscheidung, 2023 noch einmal nach Köln zurückzukehren.
Dominique Heintz
Heintz schwärmt: „Es war die beste Entscheidung, 2023 noch einmal nach Köln zurückzukehren. Der Abstieg war extrem bitter. Aber wir konnten das gemeinsam wieder gutmachen – das war der Unterschied zu 2018, als mich der FC nach dem Abstieg verkaufen wollte.“
Eine Rückkehr zum 1. FC Kaiserslautern scheiterte anschließend an den Plänen der Roten Teufel. Da kam die Offerte von Drittligist Fortuna Düsseldorf gerade recht. „Sportvorstand Samir Arabi und Trainer Alexander Ende sind zu mir gekommen und haben mit mir gesprochen. Die Wertschätzung war enorm. Zudem kann ich in Köln wohnen bleiben und meine Kinder können in ihrem Kindergarten bleiben. Das passt perfekt. Und ich will vor allem eins: Spaß am Fußball.“








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